Google, quo vadis? Immer wieder wagen Experten einen Blick in die Zukunft der Smartphones und Tablets. In ihrer Glaskugel scheinen einige von ihnen gesehen zu haben, dass es dem kleinen, grünen Androiden in gar nicht allzu ferner Zeit (man rechnet mit fünf Jahren) an den Kragen gehen soll. Dann nämlich soll auf Google-Geräten nur noch Chrome OS allgegenwärtig sein. Also: Agenturen, aufgepasst!

Das Besondere in ein Webdesign zu bringen — das ist in unserer Agentur ein großes Thema. Wir testen konstant mit den gängigsten Browsern und Betriebssystemen, sowohl am stationären Rechner, am Laptop als auch an mobilen Geräten. Die Entwicklungen der verschiedenen Browser und den Trend im Surfverhalten allgemein verfolgen wir deshalb ständig interessiert mit. Der Smartphone- und Tabletmarkt wird in den nächsten Jahren von Internetgiganten drastisch umgekrempelt werden — und Agenturen müssen sich darauf einstellen, um mithalten zu können. Kaum haben Agenturen für Ihre Kunden auf Android optimiert, wird dieses in naher Zukunft wahrscheinlich abgeschafft und ersetzt werden.

Android wird zu Chrome OS?
Smartphones und Tablets, das listet der Anbieter Simyo übersichtlich auf, gibt es zu niedrigen Preisen und Tarifen nur mit Android OS. Alle anderen, davor (und teilweise auch parallel dazu) existierenden Betriebssysteme scheinen schon längst vom Kurzzeitgedächtnis ins gedankliche Nirvana befördert worden sein: Symbian, WebOS — und bald ist vielleicht auch noch BlackBerry dran. Für Apple, dessen Betriebssystem an das Gerät gekoppelt ist, muss man viel tiefer in die Tasche langen, was viele Einsteiger wiederum in die Arme von Google treibt. Zudem „wachsen“ die Smartphone-Newbies sozusagen mit dem Betriebssystem auf und mit und sind deshalb in späteren Jahren häufig nicht willens, auf ein komplett neues OS umzusteigen. Anders könnte es mit Chrome OS aussehen: Durch die Verzahnung von Android und Chrome OS wäre ein Importieren aller Daten auf ein neues Google-System sehr einfach. Doch warum sollte Google sein Zugpferd Android abschaffen?

Gratis lohnt sich nicht
Zunächst einmal lohnt sich rein finanziell Android gar nicht so sehr für Google, wie es den Anschein hat. Harald Weiss von Chip online schreibt dazu: „Was auch immer den Höhenflug von Android bewirkt hat, Tatsache ist, dass Google damit praktisch kein Geld verdient – zumindest nicht auf direktem Weg, sondern nur indirekt über die Werbung.“ Der Fehler sei gewesen, schreibt er weiter, dass Google Android zudem kostenlos für Handyhersteller anbot. Einen weiteren Hinweis könnten die internen Personalstrukturen geben: „Vor einiger Zeit hat Google den Android-Mit-Gründer Andy Rubin von Android abgezogen und ihn durch Sundar Pichai ersetzt. Pichai ist allerdings auch der Mann, mit der größten Verantwortung beim Chrome OS“, schreibt mobile-note.de.

Chrome OS holt kräftig auf
Chrome OS hebt im Gegenzug ab: Es ist auf allen Chromebooks vorinstalliert und beeindruckt durch seine Schnelle und den radikalen Ansatz, den die Desktopablage abzuschaffen und sämtliche Vorgänge auf die Cloud auszulagern. Die jüngsten Chromebooks (Samsung 3er Serie, der Acer C720) sind in den USA ein Renner. Und das teure Premium-Modell Pixlr, das im Moment noch aufgrund seiner Ausstattung von Chrome OS unterfordert ist, könnte eine blühende Zukunft vor sich haben.

Warum Chrome OS?
Chrome OS, das auf Linux basiert, hat so einige Vorteile: Er ist nicht versionsnummernabhängig, aktualisiert sich von selbst, ist (im Moment noch nicht) virenanfällig, schnell und hat im Chrome Webstore bereits zahlreiche Apps (auch packaged Apps, die offline funktionieren) vorzuweisen — ein Großteil kostenlos.

Wie sich und Google in Zukunft durch Chrome OS finanzieren will, ist noch nicht bekannt. Sicher ist allerdings, dass es sich schon bald zu einem richtigen Betriebssystem entwickeln wird, dass Windows und iOS Konkurrenz machen wird.