Im Jahr 2012 endet der Maya- Kalender. Für viele Grund genug, schon mal in Depression zu verfallen oder den Kinderwunsch zu überdenken. Schließlich lagen die Freunde aus Übersee mit Berechnungen schon oft richtig und waren mit Kultur und Gesellschaft ihren Artgenossen weit voraus.
Als erste Vertreter der kausalen Zeitrechnung sind die alten Amerikaner Inhalt zahlreicher Publikationen und wissenschaftlichen Arbeiten geworden. Besonders ruhmreich hat sich Jose Argüelles („Der Maya Faktor“) mit dem Phänomen der viert-dimensionalen Zeit auseinandergesetzt. Diese begründet sich auf den Kenntnissen und dem Wissen der Vor-Kolumbianer um die Kosmischen Gesetze der Zeit.

Was nun aber am 21. Dezember 2012 (die genaue Datierung ist dank des mangelhaften römischen Kalenders ebenfalls strittig) passieren wird, kann niemand genau erahnen. Dann nämlich endet die derzeit laufende, letzte Periode des Kalenders.

In der Tat verwendeten die Mayas verschiedene Kalender, den Tzolkin (für rituelle Zwecke), den Haab (für den zivilen Gebrauch) und die Lange Zählung (für astronomische Berechnungen). Bemerkenswert ist, dass sowohl der Haab als auch der Tzolkin sich nicht am Mond, letzterer auch nicht an der Sonne, orientieren. Damit stehen nicht nur europäische Astrologen im Dunkel. Dank der kolonialistischen Gründlichkeit ist auch die Quellenlage bezüglich der Maya-Zeitrechnung sehr begrenzt – als hätten die spanischen und portugiesischen Conquistadores den Braten bereist gerochen, als sie – die weißen Götter – pünktlich wie vorhergesagt in Süd- und Mittelamerika an Land gingen. Da eine Entwirrung der Rechenabläufe und Grundlagen des Maya-Kalenders den Rahmen dieses Heftes sprengen würde, verweise ich nur auf das wunderbare WorldWideWeb als Recherchemittel und widme mich stattdessen den aktuellen astrologischen Berichten und Prognosen für die kommenden Jahre.
Fakt ist: Es wird düster und kalt um die Welt bestellt sein, egal ob 3. Weltkrieg, Klimakatastrophe oder gesellschaftlicher Frohes neues Jahr Von Karl-Heinz Kloppisch SuperGAU. Bereits für das Jahr 2010 haben Astrologen erschreckende Sternkonstellationen errechnet (Sonne und Mond als „Lichter“ außer acht gelassen). Dabei hat sich ergeben, dass Saturn, Uranus, Pluto und schließlich auch Mars und Hades sich im Laufe des Jahres auf Kardinalpunkten befinden. Da diese Sterne allesamt – und durchaus historisch belegbar – keine Samariter sind, dräut der Gesellschaft wohl nichts Gutes für die kommenden Jahre. Die Unterzeichnung des Vertrages von Verdun (843) und die Reichsgründung (1871) standen, was Mars angeht, unter einer ähnlich schlechten Sternenkonstellation.

Da sich nun aber 2010 das geballte „Übeltäterpaket“ formiert, wird es wohl nichts mehr mit den sonnigen 7,59 Milliarden Jahren, welche die Wissenschaft noch im Oktober 2007 der Welt prophezeite. Abwägen, was zu tun ist, muss jeder für sich selbst. Ein längerer Urlaub oder die lang geplante Welttournee kann jedenfalls schon mal nicht schaden, das bringt noch ein wenig Treibhausgase, bevor es dann wirklich heißt: Ab ins All.