Selbstständigkeit
Herausforderung oder Chance?

Die Anzahl der Unternehmensgründungen in Berlin ist seit Jahren konstant. Für viele Berliner stellt der Schritt in die Selbstständigkeit eine Alternative zum klassischen Fulltimejob dar.
Screenshot der Agenturwebsite von elf62.net

Geschäftsfelder für die Teilselbstständigkeit

Wer ein eigenes Unternehmen führen will, muss Fachwissen und Motivation mitbringen und auf Freizeit verzichten. Eine Karriere kann jedoch nur mit der richtigen Geschäftsidee realisiert werden. Fachleute empfehlen, zunächst mit schrittweiser Selbstständigkeit zu beginnen.

Zu den beliebtesten Geschäftsfeldern für eine Teilselbstständigkeit zählen Webdesign, virtuelle Assistenz sowie Berufe im IT-Bereich. Webdesigner müssen kreative, mathematische sowie technisch-analytische Fähigkeiten besitzen. Der Beruf entstand in den 1990-er Jahren aufgrund des höheren Bedarfs durch die zunehmende kommerzielle Nutzung des Internets.

Nach der Entwicklung neuer Technologien vergrößerten sich die Möglichkeiten, Layout, Design und Bedienung von Websites zu gestalten. Die Aufgaben von Webdesignern beinhalten die funktionale, visuelle und strukturelle Verbesserung einer Website. Eine Ausbildung zum geprüften Webdesigner kann an einer Akademie, in Fernkursen oder in einer Werbeagentur absolviert werden.

Die Selbstständigkeit im Webdesign und in anderen Bereichen erfordert eine geeignete Marketingstrategie, um Auftraggeber zu finden. Backlink Agenturen wie performanceLiebe von Patrick Tomforde haben sich auf die Unterstützung kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in verschiedenen Online-Marketing-Disziplinen spezialisiert.

Auf ihrer Website beschreibt die erfahrene Agentur Marketingstrategien wie Content Marketing, Social Seeding und SEO. Im Mittelpunkt der Tätigkeit eines virtuellen Assistent/in steht die Büroorganisation von Unternehmen und Privatpersonen. Der Arbeitsplatz eines Virtual Assistant befindet sich im Home Office, kommuniziert wird ausschließlich über das Internet. Ein Online-Sekretär/in übernimmt auf selbstständiger Basis unterschiedlichste organisatorische Aufgaben für seine Auftraggeber. Dazu zählen Tätigkeiten wie die Reiseplanung, E-Mailbearbeitung und die Betreuung der Homepage.

Beim Entwickeln von Produkt- und Unternehmensauftritten für Printmedien und digitale Medien helfen auf Kommunikationsdesign spezialisierte Agenturen wie elf62.net. Zu den typischen Aufgaben virtueller Assistenten gehören auch die Erstellung von Präsentationen sowie die Aufbereitung von Grafiken und die Rechnungsstellung.


Aufgaben im IT-Consulting

Die IT-Beratung ist ein vielseitiges Geschäftsfeld, zu dem unterschiedliche IT- und Beraterberufe zählen. Im Wesentlichen bestehen die Aufgaben im IT-Consulting in der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der Informationstechnologie.

Gängige Aufgaben sind Planung und Entwurf von IT-Systemen, Programmiertätigkeiten sowie die Überwachung von Datenverarbeitungsanlagen für Dritte. Selbstständige IT-Berater übernehmen auch Tätigkeiten wie Datenwiederherstellung, Software-Installation und sonstige IT-Dienstleistungen.

Bei IT-Dienstleistern wird zwischen zwei Berufsgruppen unterschieden. Während die eine Gruppe im Wesentlichen auf den Betrieb und die Weiterentwicklung bestehender IT-Infrastrukturen fokussiert ist, beschäftigt sich die andere mit innovativen Technologien wie Cloud, Analytics und Big Data.

Der IT-Sektor lässt sich häufig kaum von der klassischen Unternehmens- und Managementberatung abgrenzen. Allerdings macht der Betrieb von IT-Prozessen rund zwei Drittel des IT-Dienstleistungsmarktes aus. Aufgrund des derzeitigen Wachstumstrends in den Bereichen Cloud-Computing, IT-Sicherheit, Industrie 4.0, Big Data sowie Internet of Things werden die Berufsaussichten für selbstständige IT-Berater als sehr gut eingestuft.

Da viele Unternehmen inzwischen ihre IT-Infrastrukturen in die Cloud auslagern, besteht ein hoher Bedarf an qualifizierten IT-Fachkräften. Die Spezialisierung als IT-Service-Unternehmen zählt nach Einschätzung von Fachleuten zu den erfolgreichsten Geschäftsmodellen.

Bedingt durch den Mangel an geeignetem Personal sind viele Unternehmen gezwungen, auf externe IT-Dienstleister auszuweichen. Selbstständige Unternehmensberater müssen über fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen und eine analytische Arbeitsweise verfügen.

Da die Berufsbezeichnung jedoch nicht geschützt ist, kann sich grundsätzlich jeder als Unternehmensberater bezeichnen. Die formalen Einstiegshürden sind sehr gering, da es keine spezifische Berufsausbildung gibt. Die meisten selbstständigen Unternehmensberater haben diverse Business Schools oder ein Fernstudium absolviert. Zur Unternehmensberatung zählen unterschiedliche beratende Aufgaben zur Unterstützung von Betrieben im Hinblick auf verschiedener Entscheidungsprozesse.