Wir sind wieder da!
Der Kulturkalender für den kreativsten Bezirk der Kapitale

Die Cafés in der Bölsche füllen sich, wohlvertraut wogt die beige Welle den Ku'damm des Ostens wieder auf und ab und vor den Konditoreien und Feinbäckereien tummeln sich die Fans der Hefekunst. War was?
Ein Riesenchamäleon schnappt sich einen Eurofighter
Illustration: HOLOB

Doch lebt der Mensch nicht nur vom Hefeteig allein. Auch die Seele braucht kulturelle Nahrung. Das wusste schon der alte … ach, nicht so wichtig, aber er hatte recht. Umso schöner, dass sich auch die Kulturschaffenden ganz vorsichtig aus ihren kreativen Lockdowns trauen. So vorsichtig, dass niemand es merken würde, gäbe es nicht diesen fulminanten Kulturkalender für den kreativsten Bezirk der Kapitale!

So startet unter anderem im August das „Submerge“, ein Dance Workshop und Performing Festival in den Friedrichshagener Lake Studios. Eine kleine, aber sehr internationale Szene für zeitgenössischen Tanz hat sich hier seit 2013 etabliert und zieht mittlerweile Tänzer:innen aus aller Welt in den letzten Winkel Berlins.

Tja und während die einen die Pandemie einfach wegperformen oder der zweiten Welle fröhlich entgegen tanzen (alles eine Frage der Perspektive), zwickt es an anderen Orten des kulturellen Lebens in Treptow-Köpenick noch. In Adlershof zum Beispiel: Eventuell soll eine Stelle der kommunalen Galerieleitung in der Alten Schule besetzt werden, eventuell aber auch zugunsten der Fachbereichsleitung Kunst und Kultur im Bezirksamt wegfallen. Die Aufregung ist groß. Das Dementi ist größer. Wer hat denn jetzt wieder was gesagt? Nichts Genaues weiß man nicht.

In diesen unsicheren Zeiten ist nur eines sicher: dieser Maulbär-Kulturkalender. Ein rares Dokument der Zeitgeschichte flackert gerade auf Euren Displays. Es protokolliert das kulturelle Leben Treptow-Köpenicks in Zeiten von Corona. Speichert Euch den Screenshot in der Cloud Eurer Wahl. Diese Daten werden einst auf diversen Märkten heiß gehandelt!

In diesem Sinne einen handfesten Sommer wünscht
Team Maulbär


Therese Reinke
Ein Beitrag von

Wirkt auf den ersten Blick ganz harmlos, aber ein Tier an der Tastatur. Nach langer Zeit im Exil wieder zurück und eine neue Heimat im Schreiben gefunden. Spezialisiert auf einfach Alles. Markenzeichen: peinliche Spotify-Playlists. Zitat: „Nordkind bleibt Nordkind und Windsbraut bleibt Windsbraut.“