Unter dieses Motto stellen wir ein Konzert am 30. September, mit dem wir einmal mehr an den 100. Geburtstag von Johannes Bobrowski erinnern. Der Titel steht am Schluss seines Romans „Litauische Claviere“, den er in Friedrichshagen schrieb, in seinem Arbeitszimmer, das Gerhard Wolf mit seinem Buch „Beschreibung eines Zimmers“ lebendig erhalten hat. Und so findet das Konzert auch in der Christophorus-Kirche Friedrichshagen statt, wo er im Kirchenchor mitsang. Wir werden Musik hören, die ihn inspirierte, auf die Bobrowski in seinen Gedichten, Erzählungen und Romanen teilweise ausdrücklich Bezug nimmt: Orgelmusik aus der Zeit des Barock. In reizvollem Kontrast dazu stehen Vertonungen seiner Texte durch Zeitgenossen, die sich von Johannes Bobrowski inspirieren ließen.

Passend zum großen Anlass wird – tatsächlich als Uraufführung – die Vertonung von „Die ersten beiden Sätze für ein Deutschlandbuch“ durch Reiner Bredemeyer stehen. Für die heutige Komponistengeneration steht Helmut Oehring mit einer neuen Fassung von „Der Vogel, weiß“. Texte von Johannes Bobrowski werden Dagmar Manzel (angefragt) und Klaus Völker lesen.

Samstag, 30. September 2017, 19.30 Uhr
Christophorus-Kirche Friedrichshagen, Bölschestraße 27, 12587 Berlin
Eintritt frei, Spende erbeten

Reiner Bredemeyer: Die ersten beiden Sätze für ein Deutschlandbuch (1969, UA) für 4 Sprecher, 4 Sänger, Flöte, Klarinette, Horn, Posaune, Viola, Kontrabass, Gitarre, Harfe
Reiner Bredemeyer: Begegnung – Bericht – Sprache (1965) für Alt, Klarinette, Bassklarinette, Gitarre
Volker Bräutigam: Johann Sebastian Bach (1969) für Chor a cappella
Helmut Oehring: Der Vogel, weiß (2017, UA) für Stimme und Bassklarinette
Zafraan Ensemble Berlin, Phønix16 – Dirigent: Miguel Pérez Iñesta
Orgelwerke von Johann Sebastian Bach, Dieterich Buxtehude, Nicolaus Bruhns Gunter Kennel – Orgel

Wir würden uns freuen, Sie bei dem Konzert begrüßen zu dürfen. Bitte beachten Sie auch: Am Nachmittag ist von 15:00 – 17:00 Uhr letztmalig die Ausstellung mit Bildern von Dieter Goltzsche in Johannes Bobrowskis ehemaligem Arbeitszimmer geöffnet, Ahornallee 26.

Gefördert durch die Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie durch die Heinz und Heide Dürr Stiftung.