Gerade habe ich mir ein paar Gedanken gemacht, wie ein Leben unter Wasser wohl so wäre. Und um es gleich vorweg zu nehmen: Unterm Strich bin ich froh, dass es nicht so ist. Sicher, es hätte auch Vorteile. Beispielsweise könnte mir nie das Haus abbrennen. Außerdem bräuchte ich mich nicht mehr extra morgens und abends zu waschen, weil ich es ja ohnehin den ganzen Tag tun würde, gewissermaßen. Ich müsste kein Geld mehr für Mineralwasser ausgeben, denn wenn ich Durst habe, mache ich nur den Mund auf. Ich könnte mir einen bezaubernden Garten zulegen, ohne ständig die Blumen gießen zu müssen. Doch auf der anderen Seite wäre es auch schade um so einige tolle Sachen, die unter Wasser nicht funktionieren. Heimlich Pupsen zum Beispiel. Es sei denn, man trägt Gummihosen, um die verräterischen Blasen gefangen zu halten. Okay, das Rauchen habe ich mir bereits abgewöhnt, insofern würden mir die leckeren Havannas nicht mehr fehlen. Und solange ich meinen Whisky aus der Flasche saufe, ist alles okay. Aber schon das Mixen eines leckeren Cocktails wäre ein schier aussichtsloses Unterfangen. Welch eine Sauerei im ganzen Raum! Und damit sind wir schon fast beim größten Problem: dem Klo.Bei extrem hartem Stuhl sind die Auswirkungen noch nicht ganz so katastrophal. Aber grundsätzlich müsste ich mich wohl nach jedem Toilettenbesuch neu ankleiden. Ich meine, es ist ja jetzt schon peinlich, wenn kurz nach mir jemand rauf will. Und nun stellt euch die Situation mal unter Wasser vor – na gut, ich erspare euch lieber die Einzelheiten.


Alf Ator

Ein Beitrag von Alf Ator

im Nebenberuf Vater von Gott, Songschreiber und Keyboardsmasher bei der etwas anderen Boyband Knorkator. Zitat: „Frauen sind Männersache!“