Maulbeerblatt

Das Köpenicker Magazin für Erlesenes

Berlin, Köpenick, Friedrichshagen, Erkner, Schöneweide, Adlershof, Schöneiche, Hirschgarten, Müggelsee

Spannende Lokalnachrichten bieten Information und Reibung, pointierte Kolumnen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Historische Themen stärken die Identität, Veranstaltungstipps und Erlesenes zum Hören, Sehen und Lesen vermitteln Orientierung. Interviews und Porträts geben interessante Einblicke. Entstanden ist das Magazin Maulbeerblatt in Berlin-Friedrichshagen, einem der glamourösen, liebenswerten Randbezirke der Hauptstadt, Teil Köpenicks, mit über 100 Jahren kreativer Vergangenheit von Wilhelm Bölsche über Johannes Bobrowski bis hin zu aktuellen Künstlern wie dem renommierten Regisseur Leander Haußmann. Das künstlerische Netzwerk um die elf62.net Grafik- und Textagentur strickt mit jeder Print- und Onlineausgabe neue Gewänder für das gar nicht graue Großstadtleben. Aus Berlin.

#Maulbeerblatt Archiv

Bachmann Turnover Drive

Sascha Bachmanns Herzensprojekt Wenn Hand sich das erste mal auf dem Plattenteller dreht, die ersten Klänge aus den Lautsprechern drängen, schweben und entweichen, greift eine unglaubliche Emotionalität um sich. Entspannung, Aufregung, Tatendrang. Der Sound von Sascha Bachmanns Platte schafft sich einen dreidimensionalen Raum, im Innersten und um die Lautsprecher herum wird das Gehörte zum greifbaren Erlebnis. Aufgetürmte Klangwelten, fast vergessene Bilder vor dem inneren Auge. Man ...Gib mir den Rest!


Nest & Wärme

Der Frühling, das ist die Zeit, in der die Tage wieder länger und die Ärmel und Hosenbeine wieder kürzer werden, in der an Busch und Baum die Knospen zu sprießen und die Cafébetreiber ihre Außenbestuhlung zu präsentieren beginnen. Und es ist die Zeit der unruhigen Vögel. Überall piept und krächzt es. Das kann man genau so lange ignorieren, bis man das erste Mal darauf achtet. Ab ...Gib mir den Rest!


Holger Claaßen

Schwarz und Rot

Der eine sagt so, der andere so.

Wenn Fahrgäste vom Schöneweider S-Bahnhof nach Rudow wollen, dann bleibt die Qual der Wahl oft an mir hängen. Links oder rechts, Johannisthal oder Baumschulenweg, Kiss oder ACDC, Maiden oder Priest, immer die selben Fragen, ein ganzes Leben. Den Fahrgast zu Rate zu ziehen fällt schon flach, weil die Antwort zu oft lautet: Sie sind doch der Taxifahrer! Ok,

...Gib mir den Rest!


30 Seconds to Bruno Earth

Ich habe über den Mars nachgedacht. Dass es dort keine Erdbeben gibt, war mir schon länger klar. Höchstens Marsbeben. Jeder weiß auch, dass es dort keine Menschen gibt, sondern Marsmenschen. Bestimmt gibt es auch Kannibalen. Die essen aber kein Menschenfleisch, sondern Marsmenschenfleisch. Andere werden vielleicht Elektriker. Und wenn so jemand Leitungen verlegt, muss er darauf achten, dass immer eine Phase gemarst ist. In der Schule ...Gib mir den Rest!


Ich mache was ich will

Ein Maulbeerveteran erzählt vom Gestern und Morgen Ganz unter uns – aber es ist ja ein offenes Geheimnis: Deinen Erfolg hast Du allein dem Maulbeerblatt zu verdanken, das dieser Tage seine 100. Ausgabe feiert. Kais Kleine Köpenickkolumne machte Dich im ganzen Bezirk schlagartig bekannt, Deine Schimpftiraden waren berühmt-berüchtigt und Dein Chefredakteur musste so manchen juristischen Strauß für Dich ausfechten. Wie sind Deine Erinnerungen an die Zeit ...Gib mir den Rest!


Spanische Wurzeln, kosmopolitische Blüte

Aurora Lacasa wurde in einem Krankenhaus mit einer außergewöhnlichen Adresse geboren: Es steht vis à vis der weltberühmten Kathedrale Notre Dame in Paris. Ihre Eltern arbeiteten in Spanien als Journalisten. Die Familie musste flüchten: von Spanien nach Frankreich, von Frankreich nach Ungarn und von Ungarn in die DDR. Seit 1956 ist Aurora Lacasa nun in Berlin/ Brandenburg verankert. Von 1974 bis 1995 lebte sie mit ...Gib mir den Rest!


„In einer Welt ohne Melancholie würden die Nachtigallen anfangen zu rülpsen.“

Die Schauspielerin Dagmar Manzel im Portrait Gojko Mitić oder Pierre Brice? Die Antwort kommt schnell und ohne zu zögern: „Gojko Mitić, natürlich!“ Dabei zwinkert sie so verschmitzt verschwörerisch, als ließe sie die Autorin dieses Textes auch nicht eine Minute daran zweifeln, dass Gojko Mitić der einzig wahre edle Indianer(-Darsteller)auf der ganzen Welt war, den sie als achtjähriges Mädchen im Kino Union bewunderte. Und im Kino Union ...Gib mir den Rest!


Sicher sind nur die falschen Versprechungen

Spätestens seit dem 19. Dezember hat sich etwas geändert in Berlin, seit dem Tag, an dem der Attentäter Anis Amri mit dem LKW über den Weihnachtsmarkt am Breitscheidtplatz raste, zwölf Menschen tötete und 58 verletzte. Der Terror hat die deutsche Hauptstadt erreicht. Die Frage, wie das passieren konnte, konnte erst nach drei Tagen beantwortet werden. Ob und wie solche Attentate künftig verhindert werden können – ...Gib mir den Rest!


Frühlingszauber

„Veronika“, heißt es im bekannten Schlager, und weiter wird verlautbart, der Lenz, also der Frühling sei da. Das reimt sich natürlich sehr schön, trifft allerdings immer nur in einem kurzen Zeitraum eines jeden Jahres zu. Einer eilig initiierten Umfrage zufolge wird der Frühling von 100 Prozent der Befragten sehr gemocht. Aus Zeitgründen kamen nur vier Umfrageteilnehmer zusammen, nämlich ein Gebüsch, zwei Schmetterlinge und ich, aber das ...Gib mir den Rest!


Macht.Licht.

Angeblich leben wir in finsteren und traurigen Zeiten. Seit ein gewisser Herr T. im fernen Amerika einen kostenlosen 140-Zeichen-Nachrichtendienst mit Politik verwechselt und der Betonbauerbranche in den Südstaaten zu neuer Blüte verhelfen will, steht die Welt Kopf. Von „finsteren Zeiten“ ist die Rede. Medien verkünden gar das „Ende der Demokratie“. Alles fake news. Bei uns zu Hause herrschen seit Wochen Licht und Frohsinn. Und das ...Gib mir den Rest!


« Ältere Einträge |

Maulbeerblatt