Unter neuen Menschen

Für den Wirt ist das nichts anderes als „westliche Unkultur“. Es wird ihm zu bunt. Er alarmiert die Genossen der Volkspolizei. Als die Jugendlichen abgeführt werden sollen, umstellen prompt einige hundert Camper die VP-Wache und machen ihrem Unmut Luft: „Kartoffeln könnt ihr nicht liefern, aber die Leute einsperren!“ Die Polizei ist nicht mehr Herr der […]

Weiterlesen…


Nähe und Ferne

Seit Jahren lebt und arbeitet er in Potsdam. Er hat mit Naturmaterialien und Filz experimentiert. Das ist Geschichte. Er hat alles hinter sich gelassen, ein Aussteiger. Und ein Einsteiger, weil ausschließlich Maler und Zeichner, in aller Konsequenz und Strenge – wahrhaftig –ganz das. Als Mensch erscheint er wie seine Bilder, nicht von heute und schon […]

Weiterlesen…


Fallen leaves

Natürlich, der Frühling findet seine Verehrerinnen–ninnen. Alles sprießt, das Straßencafé  öffnet seine Pforten und lädt vor diesen ein zu Morgenlatte Macchiato mit Keks zum Stibben. Frühling, das ist der  Anfang, das ist die Saat, das ist zartgrün.  Frühling ist Hoffnung, das ist in der Mitte des Monats Mai zu sagen: Ja, morgen, morgen endlich wird […]

Weiterlesen…


Liebe Leser,

Aber kein Grund für Wehmut und Gezeter, sondern höchste Zeit, um die Vorsätze vom Neujahrsabend, welche bisher kläglich auf der Strecke blieben, zumindest auf den letzten Drücker doch noch umzusetzen. Statt der gewohnten Prokrastination also vielleicht doch mal ab in die vereinsamten Joggingschuhe, die Glotze mal auslassen und den begonnenen Wälzer auslesen, fein mit der/dem […]

Weiterlesen…


Viva Las Vegas am Baudenkmal

Vor vier Jahren dann änderte sich das Bild: Matthias Große, ein Köpenicker Unternehmer, kaufte das rund 6.000 Quadratmeter große Gelände um den Müggelturm. Er versprach Denkmal und Restaurant wieder zum beliebten Ausflugsort zu machen. Was niemand für möglich gehalten hatte, wurde Realität. Seit dem 1. Mai dieses Jahres kann man am Müggelturm wieder einkehren. Trotz […]

Weiterlesen…


Ich bin dann auch mal weg

DAS IST DOCH EIN SCHERZ! Ich musste laut lachen, als ich zum Taxistand lief. Ich habe den Rucksack von meiner Freundin Mia geliehen. Mia hat mich vorgewarnt: „Lena, der Rucksack verschwindet immer, wenn ich zum Jakobsweg reise. Der ist nie in dem Flieger, in dem er sein sollte“. Gott sei Dank, hab’ ich meine Zahnbürste […]

Weiterlesen…


Leere Wand für leere Worte

Geschenktes Gedicht – verschenkter Raum Wir erinnern uns an das dunkle Kapitel der Alice-Salomon-Hochschule, als wäre es letztes Jahr gewesen. Nach jahrelangem Leid unter dem Sexismus am Bau entledigt sich die hochschulsche Hauswand endlich der barbarischen Worte und bekommt einen Neuanstrich. Lyrikerin Barbara Köhler, deren neues Gedicht die Wand zukünftig zieren soll, fand sieben Jahre […]

Weiterlesen…


Müggula – Das Grauen, das aus der Tiefe kam

Zur gleichen Zeit gönnte sich Zimmermann Mario G. eine Pause. Seit zwei Wochen war er damit beschäftigt, den Landungssteg der Clubgaststätte Rübezahl auszubessern. Viel hatte er noch nicht geschafft, da es vor allem an Brettern und Schrauben mangelte. Er war dennoch guter Dinge, denn sein privates Wochenendhaus hatte nun einen neuen Wintergarten. Ramona S. drehte […]

Weiterlesen…


Mut zum Seepferdchen

Die Mädchen können ihr Glück kaum fassen: Endlich nach Herzenslust die Wasserrutsche runtersausen, ohne von den Halbstarken weggedrängelt zu werden. Im brusttiefen Familienbecken zeigen sie sich und uns mit lauten „Guck mal, Mama“-Rufen ihre neuesten Unterwasserkunststücke. Und weil auch das Schwimmerbecken fast leer ist, trauen sie sich von den Startblöcken ins Tiefe zu springen. Jippie…! […]

Weiterlesen…


Expedition weiterhin verschollen

Immer noch gibt es kein Lebenszeichen von den tapferen Teilnehmern um Expeditionsleiter Ronald Bemundsen, die als letztes Lebenszeichen ein Bild des wilden Wuhlebären sandten, der sich zu jener Zeit in das nur schwer zugängliche Quellgebiet des geheimnisvollen Köpenicker Flusses zurückgezogen hatte. Ortskundige Eingeborene der dortigen Region namens Ahrensfelde wollen just am Tag der Ankunft der […]

Weiterlesen…


Die Sache mit dem Heißhunger

Eigentlich bin ich immer meinem Gefühl gefolgt und habe mir eine Kleinigkeit gegönnt, weil ich nach dem Konsum von Kaffee  auch immer Hunger auf Backwaren o.ä. bekam. Nach erfolgreicher hypnotischer Behandlung meiner Kaffeesucht ist die oben erwähnte Lust zwar nicht weg aber ich kann sie besser lenken. Das folgende Rezept habe ich neulich in Australien […]

Weiterlesen…


Die Wiederkehr der verschwundenen Insel

Sein Fazit zeugt von gehörigem Selbstbewusstsein: „Ein Versäumnis  des Umweltamtes oder des Bezirksamtes kann ich derzeit ausschließen.“ Umweltstadtrat Bernd Geschanowski (AfD) hat sich erstmals öffentlich zum wohl größten Skandal in Treptow-Köpenick  geäußert. Unbemerkt und unbedrängt von allen verantwortlichen Behörden hatte der Eigentümer des Schmöckwitzer Hafens die dortige kleine Insel weggebaggert – einfach so, ohne Genehmigung […]

Weiterlesen…


Da sind wir wieder

Und während der abgehärtete Köpenicker selbst im trüben, algenverhangenen Frauentog planscht und stur seine Bahnen zieht, schauen die geneigten Pilzfreunde sorgenvoll in den anstehenden Herbst. Durch die ungewöhnliche Hitze und den ausbleibenden Regen ist zu befürchten, dass die Erträge dieses Jahr eher mager ausfallen könnten. Aber man soll ja nicht meckern. Über das Wetter sowieso […]

Weiterlesen…


… unterm Kirschenbaum vergraben.

Arbeit: das war der Tagebau. Dort fuhr er den Bagger. Und wenn er den nicht fuhr, dann zog er mit der Klampfe umher und sang. Oder er agitierte die Leute. Ging ihnen auf die Nerven: „ein junger Mann, der ganz putzige Texte schrieb und den sie alle Grigori Kossonossow nannten“, „ … einer, der arrogant […]

Weiterlesen…


Frankreich stinkt

Die Landschaft ist vertrocknet, der Sprit teuer. Die Felder stinken, meilenweit. Sodass man als Autofahrer lieber mit dem Knie das Lenkrad hält, um beide Hände zum Schutz der letzten Geruchsnerven vor die Nase schlagen zu können. Nach dem zwölften Kreisverkehr setzt die Übelkeit ein. Romantik pur. Was wirklich zum Himmel stinkt, sind die französischen Fahrkünste. […]

Weiterlesen…


Köpenickiade 2.0

Natürlich gibt es keine solche Einladung, doch was im Südosten möglich ist, spricht sich ganz offenbar herum. Wie sonst ist zu verstehen, dass es immer wieder Aktionen gibt, die klar an Recht und Gesetz vorbei gehen und bei denen Politik und Verwaltung ganz alt aussehen. Dabei werden ja nur die wirklich spektakulären Fälle bekannt. Der […]

Weiterlesen…