Soll ich mit dem Smartphone bezahlen?
Was spricht eigentlich gegen das bargeldlose Bezahlen?

Endlich ist es so weit. Die smarten kleinen Dinger, die ja eigentlich gar nicht mehr so klein sind, sondern immer schwerer und größer werden, können nun auf intelligente Art und Weise unser Geld verwalten. Statt künftig schweres Münzgeld oder zig Kreditkarten dabei zu tragen, reicht einfach unser Smartphone zur Zahlung an der Kasse aus.
Foto:7shifts on Unsplash

Das funktioniert schon seit einiger Zeit. Doch viele Deutsche haben dabei große Skepsis und verweigern sich. Warum? Mit dem smarten Teil ließe sich doch so einfach bezahlen. Ganz ohne Stress. Ganz ohne das gehasste Kleingeld, das uns an der Kasse nur unendlich lange aufhält.

Während die Jungend bereits so affin ist, mit dem Mobiltelefon zu bezahlen, sieht es bei der älteren Generation ganz anders aus. Smartphones werden zur neuen Geldbörse, dachten viele vor zwei, drei Jahren, als es damit auch in den deutschsprachigen Ländern losging. Doch die Entwicklung stagniert. Nur vereinzelt wird in Deutschland oder in Österreich mit dem Smartphone bezahlt.


Große Bedenken in der Bevölkerung

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um an der Kasse mit dem Smartphone zu bezahlen. Apple hat dafür eine App, PayPal und auch die Lebensmittelriesen wie Edeka und Netto ebenfalls. Letztere erscheint besonders einfach. Die App wird auf das Handy geladen und mit dem Konto verbunden.

Dumm nur, das es ein Auswahlverfahren gibt. Denn zuvor erfolgt eine Bonitätsprüfung. Ein Großteil der Antragsteller wird abgelehnt und fällt durch. Doch das sind grundsätzlich nicht die großen Probleme und der Hinderungsgrund, warum die Smartphone-Zahlung nicht vorankommt.

Die Menschen haben viel mehr Angst, noch durchsichtiger zu werden. Und in der Tat, wird über diesen Punkt nur wenig gesprochen. 2016 wurde in Deutschland das Bankgeheimnis komplett gestrichen. Die Medien haben darüber praktisch kaum gesprochen. Zu groß war die Angst der Regierung, dass es einen Aufstand geben könnte. Ähnlich verhält es sich hier. In den Medien gibt es vereinzelte Berichte, die auch immer wieder einmal die negativen Seiten beleuchten, jedoch sehr vorsichtig und beinahe zurückhaltend.


Mit dem Smartphone bezahlen und transparent werden

Das physische Geld soll abgeschafft werden. Das ist ein langfristig erklärtes Ziel der EU. Es wird vielleicht noch 10 – 15 Jahre dauern, bis das Bargeld ganz verschwindet. Ein Horrorszenario für viele. Bis dahin dient das Smartphone mit seiner digitalen Zahlung als ein weiterer Einstieg in die neue Welt.

Was einfach, also besonders bequem ist, hat aber auch seinen Preis. So werden alle Einkäufe sichtbar. Ein Kunde, der auf diese Art und Weise bezahlt, kann problemlos analysiert werden. So ist es ein Einfaches zu erkennen, wann der User krank, schwanger ist oder vielleicht plötzlich arbeitslos wurde.


Der Wert des Geldes wird verlernt

Auch das ist ein Problem der neuen Zeit. Wer den Geldschein nicht mehr in der Hand hat und nur noch digitale Werte nutzt, verlernt den Wert des Geldes. Dazu kommen die ganzen Onlinehändler mit ihren dynamischen Preisanpassungen. Gestern erst hatte ich einen Mantel bei Amazon gekauft. Der Teufel lag im Detail und plötzlich hatte ich 3 einzelne Bestellungen nacheinander aufgegeben, für den jeweils gleichen Artikel. Und siehe da, Amazon dachte, die Nachfrage steigt und plötzlich kostete der Mantel nicht mehr 129 Euro, sondern gleich 239 Euro …