musix-pressefoto-1Die Vokalpopper muSix bringen Ostrock in frischen

A Cappella-Versionen ins Friedrichshagener Bräustübl

Obwohl die fünf jungen Sänger von muSix alle erst twenty something sind, blickt der Fünfer bereits auf zehn Jahre Bandbestehen zurück. Dabei fingen die Stimmakrobaten nicht nur zeitig als Schülerband an, sondern nutzten die Zeit auch intensiv: Unzählige Konzerte zwischen Bayern und Ostsee, Firmenevents von Deutsche Bahn bis Mercedes-Benz, Wettbewerbsgewinne von Südkorea bis Österreich, TV-Auftritte von MDR bis Bayerischer Rundfunk sowie zwei Alben prägen die erste Musix-Dekade.

Doch vor allem war und ist 2008 ihr Jahr: muSix wurden Bundessieger beim A Cappella-Contest in Nordrheinwestfalen, Zweitplazierter beim A Cappella-Festival im Leipziger Gewandhaus sowie Preisträger der Hanns-Seidel-Stiftung, über deren Gewinn sich schon Rosenstolz und Rainald Grebe freuten. 2008 ist auch das Jahr, in dem sie erstmals ihr neues Programm „Heute wie neu“ auf die Bühne brachten, mit dem sie zweifelsohne A Cappella-Neuland betreten. Denn die Musiker haben in den Plattensammlungen ihrer Eltern gekramt und katapultieren Perlen des Ostrocks mit nur vier glasklaren und einer Bassstimme ins Hier und Jetzt. Und weil die fünf jungen Sänger aus Berlin den Osten nicht mehr aktiv rocken hören konnten, nähern sie sich dieser Klangwelt mit frischen Ideen.

Ob Puhdys oder Pankow, City oder Silly, Lift oder Stern Combo Meißen; ob Hansi Biebls „Es gibt Momente“, ob Manfred Krugs „Du bist heute wie neu“ oder Karats „Blauer Planet“ – so unterschiedlich die gehobenen Schätze auch sind, in den Versionen von muSix klingen sie unverbraucht, frisch und zeitlos. „Alt wie ein Baum“ aber „Heute wie neu“ – so kann man das neueste Programm der Vocal-Popper wohl am besten beschreiben. Anders: eine fantastische Zeitreise, aber auch ein Abend voller Entdeckungen. Und weil muSix nicht nur singen können, sondern ihre Songs herrlich anmoderieren und wunderbar choreografieren und selbst ein Schlagzeugsolo (ja, auch mit dem Mund) bringen, handelt es sich bei muSix um sehr kurzweilige Konzerte. Kürzlich erschien im Vertrieb von edel Kultur das dazugehörige Album: „Heute wie neu“. Produziert von Mastermind André Kuntze – bekannt durch seine Produktionen für Catterfeld bis City – entstand ein entspanntes Album, dem man kaum glauben möchte, dass es ohne Instrumente auskam. Ihre natürliche und mitreißende Liebe zur Musik macht’s möglich. Zum Nikolaus folgen die klassisch ausgebildeten Sänger dem Angebot des Bräustübls in den Alten Ballsaal zu kommen. Ein Beinahe-Heimspiel, zwar wohnen die Sänger mehr in der Mitte der Stadt, doch ihre Plattenfirma „dunefish“, bei der auch Kollegen wie Zöllner und Keimzeit sind, hat ihren Sitz in Friedrichshagen.