Der digitale Euro
Zukunftsvisionen

Digitale Währungen – so etwa der Bitcoin – befinden sich seit geraumer Zeit auf der Überholspur. Das steigende Interesse an Kryptowährungen ist der Grund, warum sich immer mehr Regierungen mit der Frage befassen, ob es nicht sinnvoll wäre, mitunter eine staatliche Kryptowährung auf den Markt zu bringen.
analoge 2 Euro
Foto: Michal Jarmoluk

Mit dem Petro Coin soll beispielsweise die Wirtschaft Venezuelas angekurbelt werden. In China wie in Schweden gibt es ebenfalls Pläne einer eigenen Kryptowährung. Selbst innerhalb der Europäischen Union wird bereits laut über eine digitale Währung nachgedacht. Der Bundesverband deutscher Banken fordert beispielsweise einen „digitalen Euro“.


Wie man dem Verbraucher die Angst nehmen will

Wer mit Bitcoin und Co. zu tun hat, der weiß, dass es stets zu starken Kursschwankungen kommen kann. Daher ist es ratsam, im Vorfeld Informationen über Coincierge einzuholen, um letztlich böse Überraschungen zu verhindern. Denn wer weiß, worauf Kryptowährungen reagieren, kann entsprechende Vorkehrungen treffen. Wobei an dieser Stelle zu erwähnen ist, dass es auch nicht vorhersehbare Kursbeben geben kann – das ist auch der Grund, warum Prognosen nicht als Gewinngarantie verstanden werden sollten. Vor allem dann nicht, wenn sie ausgesprochen vielversprechend sind.

Das Bezahlen mit dem zukünftigen digitalen Euro würde wohl auf demselben Prinzip wie das Bezahlen mit Bitcoin und Co. beruhen. Das heißt, man benötigt ein digitales Portemonnaie – im Fachjargon spricht man hier von der Wallet.

Vor allem im Zusammenspiel mit der 5G Technologie mag der digitale Euro eine wesentliche Rolle spielen. Denn hier geht es in weiterer Folge nicht nur um die Mobilität, sondern auch um die Industrie der Zukunft. Noch gibt es zwar keine konkreten Pläne, wie der digitale Euro vom Endverbraucher genutzt werden kann, doch gibt es schon die eine oder andere Vorstellung, wie man vorgehen könnte. Man müsse in erster Linie nur dafür sorgen, dass den Nutzern die Angst genommen wird – digitale Währungen werden noch immer mit äußerster Vorsicht betrachtet. Das liegt natürlich an den nichtvorhersehbaren Kursbeben – und diese soll es nicht geben, wenn von Seiten des Staates eine eigene Kryptowährung auf den Markt gebracht wird.


Das Potential der Blockchain nutzen

 Mit „Cash on Ledger“ hat Serkan Katilmis ein Start up ins Leben gerufen, das bereits den automatischen Zahlungsvorgang mit einem digitalen Euro unterstützen würde. Zudem findet noch eine Übertragung von analogem Geld in die Blockchain statt. Besonders interessant ist diese Strategie für Firmen, die bereits mit Maschinen arbeiten oder in absehbarer Zeit Maschinen in den Arbeitslauf integrieren wollen. Denn nutzt man digitale Währungen, so ist es möglich, damit ausschließlich nur die Maschinenleistung zu bezahlen. So gibt es beispielsweise für jede Umdrehung 8 Cent. Maschinen können so nicht nur die Arbeitsleistung erhöhen, sondern des Weiteren auch für ein Kostenersparnis sorgen. Denn laufen (fast) alle Prozesse automatisch, so reduziert das natürlich die Ausgaben.

Von Deutschland wurde bereits das Potential, das die Blockchain-Technologie mit sich bringt, erkannt. Aus diesem Grund befassen sich immer mehr Unternehmen, ganz gleich, in welcher Branche sie sich befinden, mit den neuen Möglichkeiten, die die Technologie mit sich bringt. Doch bislang befasst sich der Großteil der Unternehmen nur in der Theorie mit der Blockchain – letztlich fehlt es noch an der praktischen Umsetzung.

Experten sehen vor allem mittelständische Unternehmen gefährdet, die mitunter das Potential der Blockchain kennen, aber selbst zögern und sich in weiterer Folge von Unternehmen abhängen lassen, die von Anfang an die Technologie in den Ablauf integriert haben.


Letztlich ist es wohl nur noch eine Frage der Zeit

Der digitale Euro mag zwar noch Zukunftsmusik sein, doch steigt weiterhin das Interesse an Bitcoin und Co. sowie das Interesse der Unternehmen, digitale Währungen als Bezahlmethode akzeptieren zu wollen, so werden sich die EU-Mitgliedsstaaten bald auf eine gemeinsame Strategie einigen müssen, die sodann den E-Euro auf den Markt bringen könnte.

Bis dahin bleiben den Krypto-Fans Bitcoin, Litecoin oder auch Ether – mit all ihren Vorteilen wie Gefahren. Vor allem dann, wenn mit digitalen Währungen spekuliert wird, sollte man besonders vorsichtig sein und immer nur frei zur Verfügung stehendes Geld investieren.