Impfschaden

Es gibt Themen, die regen mich einfach nur auf. Und einer meiner Lieblingsaufreger ist nun mal das Thema Impfen. Ich verstehe einfach nicht, dass zehn Ärzten, die sich medienwirksam kritisch äußern, mehr geglaubt wird als Zehntausenden Medizinern, die überzeugt davon sind, dass eine Sache gut ist. Darum hier meine Sicht auf den Beitrag „Wem nützt das Impfen?“ aus dem Februarheft:

Erster Kritikpunkt: Impfstoffe werden nach nur drei Tagen als gut verträglich eingestuft.
Ja, aber wie lange soll denn bitte sonst nachbeobachtet werden? Drei Wochen? Drei Jahre? Vielleicht rührt mein Brechdurchfall letzte Woche ja von der Tetanus-Impfung her, die ich 1998 erhielt, nachdem ich mir beim Holzhacken fürs Lagerfeuer den Zeigefinger gespalten hatte?

Zweiter Kritikpunkt: Pharmafirmen sponsern Arzneimittelforschung.
Pharmafirmen finanzieren Arzneimittelforschung. Gäbe es diese Finanzierung nicht, gäbe es kaum Arzneimittel-Studien! Wer sonst sollte denn bitte das Geld dafür geben?!?

Hintergrund: Der Weg einer Therapie-Idee bis zur Zulassung eines Medikaments oder Impfstoffes dauert zehn Jahre und länger. Dazwischen liegen experimentelle Versuche im Reagenzglas, Tests an Tieren und nachfolgende klinische Studien am Menschen – erst an einigen wenigen, danach an größeren Gruppen. Und nur bei überzeugenden Ergebnissen wird ein Wirkstoff von den Arzneimittelbehörden zugelassen.

Es kostet eine Unmenge Geld, ein Medikament zur Marktreife zu bringen. Und eine Vielzahl an Wirkstoffen bleibt unterwegs auf der Strecke. Hat ein Pharmakonzern das Ziel Zulassung erreicht, bleiben ihm nur zehn Jahre, die angefallenen Kosten zu amortisieren. Danach übernehmen Generika-Hersteller, die keinen Cent in Forschung investieren, mit ihren billigen Nachahmer-Produkten den Markt. Daher auch die hohen Preise für moderne Medikamente und Impfstoffe.

Dritter Kritikpunkt: Mitglieder der Ständigen Impfkommission (Stiko) nehmen Geld von der Pharmaindustrie.
In der Tat, denn sie beteiligen sich an Studien, die von der Industrie (mit-)finanziert werden. Sie halten auf Einladung Vorträge auf Kongressen. Sie sind Mitglied in Vereinigungen, die auch von Pharmafirmen gesponsert werden. Und das ist nichts anderes als gang und gäbe im Bereich Arzneimittelforschung. Ohne finanzielle Unterstützung der Industrie könnten die meisten Forschungseinrichtungen nicht überleben. Das bedeutet jedoch noch lange nicht, dass sich Ärzte von einer einzigen Firma als „Werbeträger“ einspannen lassen. Aus meiner Erfahrung von medizinischen Kongressen weiß ich, dass es gar nicht selten vorkommt, dass der „Sponsor“ gar nicht erfreut ist über die Dinge, die der von ihm bestellte Referent erzählt hat.

Vierter Kritikpunkt: Impfbefürworter erzeugen Angst.
Die Angst vor Unfruchtbarkeit, Lähmungen oder Kindstod infolge von Krankheiten gab es lange vor der Erfindung von Impfungen. Seitdem es Impfungen gibt, erzeugen Impfgegner Angst vor Impfschäden. Zwischen diesen beiden Ängsten besteht es jedoch einen Unterschied: Die Erreger der Kinderkrankheiten sind bekannt und ihre Wirkung ist nachgewiesen. Dagegen müssen Impfungen als angeblicher Auslöser für Erkrankungen herhalten, deren Ursache bis heute nicht eindeutig geklärt ist (z. B. Autismus, Multiple Sklerose, plötzlicher Kindstod), ohne dass Impfgegner eine Erklärung zum Wie und Warum liefern. Mich erinnert das ein bisschen an die Zeit, als die Menschen noch an den Donnergott glaubten, weil sie die naturwissenschaftliche Erklärung von Gewittern nicht kannten.

Es gibt noch viele weitere Argumente gegen Impfungen: höhere Belastung durch Kombinationsimpfstoffe, Impfversager, durch Krankheiten geförderte Reifungsprozesse usw. usf. Gegenargumente können Sie u. a. bei Wikipedia und auf www.impfinformationen.de finden.

Zum Schluss noch ein Zitat aus dem im Februarheft vorgestellten Buch: „Die Immunität durch die Wildmasern ehedem war zuverlässiger, nur mit mehr Opfern verbunden.“ Opfer? Nennen Sie es beim Namen, Herr Hirte: tote Kinder!

Ich hab meine Kinder zuverlässig lieb. Sie sollen lieber keine „Opfer“ sein. Darum sind sie auch geimpft.

Informationen zu Impfungen und Argumente gegen Impfgegner:

– Sechsfachimpfung: http://de.wikipedia.org/wiki/Hexavalenter_Impfstoff

– Masern-Mumps-Röteln-Impfung: http://de.wikipedia.org/wiki/MMR-Impfstoff

 http://www.impfinformationen.de/startseite/impfgegner.html

10 thoughts on “Impfschaden

  1. Mag sein das Impfen sein für und wieder hat.Ich finde es wichtig, auch Argumente gegen eine Sache zu finden, denn ohne Kontroversen führen viele Dinge nur in einen Richtung. Nicht jeder hat die Möglichkeit zu tiefgehenden Nachforschung, sei es aus Zweitgründen oder weil einem primäre Quellen nicht zugänglich sind und deswegen wird Wissen oft auch aus Sekundärliteratur für eine Meinungsbildung verwendet. Ich gebe auch zu, das ich Platon noch nicht in altgriechisch gelesen habe und doch ,so glaube ich zumindestens, habe ich einiges aus seinen Schriften mitbekommen. So finde ich es nicht verwerflich und bin auch nicht der meinung, das die Autorin bewußt die Gesundheit Ihrer Kinder auf´s Spiel setzt, wenn sie der Pharmaindustrie, die ja oft auch nicht ganz profitunorientiert arbeitet, trotz der Millarden an Forschungsgeldern, die sie immer wieder aus den europäischen Staatskassen erhält, auch Verallgemeinerungen in der Gesundheitspolitik forciert, um den Kostenpunkt Forschung wieder in ein wirtschaftliches Verhältnis zu stellen.
    Und ich lasse meinen Sohn impfen, aber nicht mehr ganz so bedenkenlos wie vor dem Lesen des Beitrages.
    m.f.g Schmierfink

  2. Hallo erstmal,
    ich finde die Ausführungen von Peggy Prien sehr plausibel. Ich finde es darüber hinaus wichtig, dass alle Eltern sich auch bewußt sind, dass sie nicht nur gegenüber ihren eigenen Kindern Verantwortung tragen, sondern auch anderen kleineren Kindern gegenüber, die noch nicht geimpft werden können. Ich versuche das mach am Beispiel Masern anschaulich zu machen: für sehr kleine Kinder unter einem Jahr ist eine Masern-Impfung noch nicht empfohlen. Was viele aber nicht wissen: gerade für diese kleinen Wesen kann eine Masernkrankheit sehr gefährlich werden. Wenn nun ein älteres Kind, das geimpft werden könnte, aufgrund von Überzeugung nicht geimpft wird und sich irgendwo die Krankheit wegholt (weil ja immer mehr Leute aus Überzeugung nicht impfen, den Eindruck habe ich zumindest, könnte dieses kleine Würmchen also angesteckt werden (oft sind Krankheiten schon weit vor den Symptomen ansteckend) und wäre so ganz unfreiwillig einer Gefahr ausgesetzt, die vermeidbar gewesen wäre. Trotz des langen Schachtelsatzes: Muß das wirklich so sein?
    Und noch eine andere Sache: Kinderkrankheiten heißen sie übrigens nicht, weil sie vermeindlich harmlos sind, sondern weil sie tatsächlich fast ausschließlich Kinder hatten. Denn die, die es überlebt haben, konnten als Erwachsene aufgrund erworbener Immunität nicht mehr daran erkranken. Der Rest ist gestorben. Nichts desto trotz ist es sicher nie verkehrt, wenn man gegenüber der Pharmaindustrie ein wachsames Auge hat. Freundliche Grüße! Conny

  3. Man kann der Pharma-Industrie sicher nicht vorwerfen, nicht an Gewinn interessiert zu sein. Zupft andererseits die Homöopathie-Ecke nur Gräslein am Bach und wirkt für Gotteslohn? Aber sicher nicht. Auch hier kann man von gewinnorientierter und florierender Industrie sprechen. Auch der sattsam bekannte Herr Hirte ist sicher nicht traurig über die reichlichen Tantiemen, die ihm über seine Publikationen zufließen. Also betrachte man beide Seiten und hacke nicht einseitig auf der Pharmaindustrie herum.

    Was sagen wohl Mütter der Dritten Welt, die mit ihren Kindern auf dem Rücken vier Stunden durch den Busch gelaufen sind um an einer der raren Impfaktionen des Flying Doctor teilnehmen zu können, zu jemandem, der ihnen erzählt, eine Kinderseuche sei wichtig, erfreulich und nützlich, um die Persönlichkeit ihrer Kinder zu stärken? Sie würden sich mit Sicherheit an die Stirn tippen. Nur eine Gesellschaft, in der die meisten Krankheiten (Gottseidank) ihren Schrecken verloren haben, kann dazu übergehen, auf pseudowissenschaftlich-esoterischer Basis mit dem Leben ihrer Kinder zu spielen.

  4. Denk doch an die Kinder in der dritten welt mal wieder beim Genuss der nächsten Tasse kaffee und dann mach dich noch mal stark für die Kinder der dritten Welt und prüfe doch gleich deine Heimelektronik auf ihr herkunftsland, bevor du die Länder der dritten Welt zum Vergleich mißbrauchst. Es ging hier wohl doch um Kinder in Köpenick

  5. Liebe Peggy,

    es gibt viele Hinweise, dass sich Impfschäden erst im Laufe des Lebens bemerkbar machen, man kann bei Babys gewisse Entwicklungen nicht vorhersehen, daher ist es schwierig, diese in einer Doppelblindstudie wissenschaftlich zu belegen. Aber es gibt unbestritten mehr Allergiker unter vollgeimpften Kindern als und nicht geimpften Kindern. Das ist eine Tatsache, ob es allerdings allein am Impfen liegt, ist nicht bewiesen.
    Und, genau, wie viele andere Medikamente und Gifte, benötigen auch Impfstoffe eine gewisse Zeit, um sich körperlich bemerkbar zu machen.
    Mich nervt am meisten an den “Impfbefürwortern” das der Nutzen der einzelnen Impfungen nicht hinterfragt wird und sich einfach der Meinung der Stiko angeschlossen wird. Allein die letzten beiden Impfempfehlungen der Stiko sind so dermaßen übertrieben.
    Einerseits die neue 6-fach Impfung für Babys mit Hepatitis B. HALLO???? Hepatitis B kann nur parenteral (d.h. sexuell und auf dem Blutweg) übertragen werden? Wozu soll ich das meinem Baby antun? Wenn überhaupt, dann kann man das doch kurz vor dem Eintritt der Geschlechtsreife machen…
    Tetanus, ähnlich witzig…. wird durch dreckige Wunden übertragen… habe ebenfalls nicht vor, mein Baby in den ersten Jahren Holzhacken zu lassen und selbst wenn, gibt es die Möglichkeit einer nachträglichen Impfung, d.h. nur eine Belastung für den kleinen Körper, wenn wirklich etwas passiert ist.
    Meine Lieblingsimpfung: HPV!!!! Was für ein Wahnsinn. Die Durchseuchung liegt in Deutschland bei ca. 20%, davon entwickeln max. 1% der Frauen langfristig ein Cervixkarzinom.
    Die Impfung selbst ist schlecht verträglich, es gibt bereits viele junge Frauen mit neurologischen Schäden und in Deutschland sogar 2 Todesfälle… Das empfinde ich fast als eine Art Opferung, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die beiden Mädchen an einem Cervixkarzinom erkrankt wären ist äußerst gering, noch geringer die Chance, dass sie daran auch gestorben wären und selbst wenn, sicher nicht im Alter von 14 / 15 Jahren. In den USA gibt es zu diesem Impfstoff übrigens bereits 300 diskutierte schwere Impfschäden (auch welche mit Todesfolge). Aber, das wird den Hersteller der Impfung wenig stören, eine Spritze kostet heute 159,06 EUR, man benötigt mehrere und der Impfstoff ist das Arzneimittel mit der höchsten Absatzsteigerung seit 2007 in den USA. Herzlichen Glückwunsch.

    Zur Vermischung von Stiko und Pharma. Es gibt so einfache Möglichkeiten, der Pharmaindustrie mit einem gewissen Betrag für Impfstudien zu verpflichten, ohne dass der Stiko berichtet wird, wer wieviel zahlt. Oder alle zahlen einen Betrag x und gut ist. Stiftung Warentest macht es vor und sogar die GEZ bucht bei mir monatlich ab, obwohl mich das Musikantenstadl im ZDF nicht interessiert. Sowas geht auch ohne Korruption.

    Deinen Vergleich mit dem Donnergott finde ich ziemlich überheblich, die menschliche Wissenschaft ist weit davon entfernt, alles zu wissen und begründen zu können und so hat z.B. auch der Magnetismus schon lange funktioniert, ehe die Menschen physikalisch verstanden haben, wie!

    Zum Schluss möchte ich noch anmerken, dass ich keineswegs eine Impfgegnerin bin, lediglich einigen Impfungen sehr kritisch gegenüber stehe. So habe ich erhebliche Bedenken bei HPV, Tetanus im Babyalter, Windpocken (verlaufen fast ausschließlich harmlos), Hepatitis B… empfehle hier wirklich, sich detailliert zu informieren…

    Viele Grüße, auch an Ilka für Ihren Artikel
    Wiebke

  6. Liebe Leserinnen und Leser,

    vielen Dank für die Reaktionen auf meinen Artikel. Dem sehr aufschlussreichen Beitrag von Wiebke möchte ich nur noch ein paar Dinge hinzufügen.

    Impfprogramme in Entwicklungsländern sind sicher zu begrüßen, viel besser wäre allerdings eine Ernährungslage, die Kinder vor Komplikationen von Infektionskrankheiten schützt. Vergleichbar mit Impfprogrammen in Industrieländern sind sie jedenfalls nicht.

    Das Argument, nicht geimpfte Kinder würden die Allgemeinheit gefährden oder von der Impfung anderer profitieren, greift gerade bei den Masern nicht. Die Massenimpfung gegen Masern hat dazu geführt, dass Kinder im ersten Lebensjahr keinen Nestschutz mehr haben. Mit zunehmender Durchimpfung steigt prozentual der Anteil von Säuglingen, die sich mit Masern infizieren. Durch die Impfung wird zwar bei den meisten Impflingen zunächst ein individueller Schutz erreicht, für die Bevölkerung als Ganzes entsteht eine gefährliche Situation: die natürliche Durchseuchung der Bevölkerung wird untergraben. Eine Grundlage für gefährliche Epidemien, gerade unter Risikogruppen ist geschaffen.

    Zu dem kommt, dass von Impfbefürwortern völlig ignoriert wird, dass jede Erkrankung einen Sinn hat. Es wurde nachgewiesen, dass z.B. die Masern zu vermehrter Widerstandskraft gegen Infekte, Allergien, und Krebs führen. Zudem kommt eine lebenslange Immunität gegen Masern und die automatische Weitergabe der Antigene an den Säugling. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind an einer Maserninfektion stirbt ist vergleichbar mit dem Risiko an einem Autounfall zu sterben. Die Masernimpfung kann schwere allergische und neurologische Nebenwirkungen hervorrufen, Todesfälle werden immer wieder beschrieben.

    Ich bin der Meinung, man sollte bei jeder Erkrankung die Vor- und Nachteile genau überdenken. Die Windpocken z.B. sind eine völlig harmlose Kinderkrankheit und laufen in über 99,99 % komplikationslos aus (bei Kindern!). Die Impfung hat eine bescheidene Wirksamkeit und zahlreiche Nebenwirkungen. Wenn das Kind bis zum 10. LJ die Windpocken noch nicht hatte, ist eine Impfung sinnvoll.

    Entscheidet man sich gegen diesen Impfirrsinn hin zu einer überlegten und individuellen Impfentscheidung muss man sich jedoch genau informieren und genau dazu eignet sich das vorgestellte Buch in meinem Artikel.

    Liebe Grüße
    Ilka Schütte

  7. Liebe Ilka,

    vielleicht können die folgenden Informationen Deine Einstellung doch noch einmal ins Wanken bringen… Nochmal zum Beispiel Masern: Bei sehr kleinen Kindern ist die Blut-Hirn-Schranke, die natürliche Schutzbarriere zwischen Gehirn und Blutkreislauf, noch nicht ausgereift und so kann es leicht passieren, dass die gefährlichen Masernviren ins Gehirn vordringen. Dort führen sie zu einer schweren Entzündung, die bei Babys häufig tödlich verläuft. Das sind leider die traurigen Fakten. Die Gefahr an einer Masernimpfung zu sterben ist übrigens deutlich geringer als an den Komplikationen der Krankheit. Und noch ein Beispiel zu dem Thema Windpocken. Entschuldige, aber das regt mich einfach auf! :o) Was ist denn bitteschön mit der Tatsache, dass einige Schwangere noch nie Windpocken hatten und nicht immun gegen die Krankheit sind??? Besonders gefährdet sind doch wohl alle ungeschützten Patienten, erst recht die, deren Immunsystem nicht richtig arbeitet, entweder durch eine angeborene, erworbene oder eine durch Medikamente bedingte Störung. Dürfen die dann nicht mehr aus dem Haus gehen, weil andere die angeblich so schwer verträgliche Windpockenimpfung scheuen? Nur zur Info: Der Erkrankte ist üblicherweise zwei Tage vor Auftreten des Ausschlages bis fünf Tage nach Auftreten der letzten frischen Bläschen ansteckend. Im übrigen werden bei der Windpockenimpfung doch wohl die abgeschwächten Erreger (Der Impfstoff besteht aus abgeschwächten, lebenden Viren (Varizella-Zoster-Viren))geimpft, soweit ich weiss. wenn du die Impfung schon fürchtest, weil sie so schwer verträglich ist, wie kannst du dann für das durchmachen der krankheit plädieren, wo die Viren in all ihrer Pracht auf den Organismus einstürmen?

    Nebenbei bemerkt: Eine Hepatitis B -Impfung finde ich im Kindesalter übrigens auch völligen Blödsinn!
    Überhaupt geht es bei den Impfgegnern und Impfbefürwortern doch wohl immer um ein Abwägen zum Wohle des eigenen Kindes. Nur, dass die Impfbefürworter wenigstens nicht die Gesundheit anderer aufs Spiel setzen!

    Viele Grüße!
    Conny

  8. Liebe Conny,

    Die Tatsache, dass Schwangere noch nie Windpocken hatten und nicht immun dagegen sind kann heut zu Tage stimmen, aber das liegt ja gerade an den Massenimpfungen! Bis in die jüngste Zeit wurden fast alle Kinder irgendwann natürlicherweise angesteckt und hatten nach der Erkrankung eine lebenslange Immunität (+Der Säugling erhält Nestschutz)
    Wenn sich eine Schwangere nicht an eine Windpockenerkrankung erinnert, so kann sie in der ersten Schwangerschaftsvorsorge ihre Antikörper überprüfen lassen. Zurzeit haben noch mehr als 95 % aller gebärfähigen Frauen Antikörper gegen das Windpockenvirus und sind vor Infektionen geschützt. Sind die Antikörper negativ kann das Risiko durch die Gabe von Medikamenten deutlich verringert werden.

    Durch die Massenimpfung kommt es zu vielen Komplikationen. Wird die Mehrzahl aller Kinder geimpft, verschiebt sich das Erkrankungsalter in Altersgruppen, in denen häufiger Komplikationen auftreten. 1995 erkrankten die meisten Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren, 2004 schon bei sechs bis neun Jahren, bei ungeimpften Kindern sogar bei elf Jahren. Vor dieser Entwicklung haben die Impfkritiker gewarnt: Windpockenerkrankungen nehmen zwar zunächst ab aber die Komplikationen nehmen zu- was für ein medizinischer Fortschritt!

    Für mich grenzt es fast an ein Verbrechen, dass für diese Massenimpfung in erster Linie wirtschaftliche Argumente herangezogen werden. Das muss man sich mal vorstellen: diese Impfung wurde empfohlen damit die Kosten für zwei Krankenpflegetage vermieden werden sollen! Natürlich steht davon nichts in diesen tollen Info Broschüren. Ist es ein Zufall, dass seit der allgemeinen Empfehlung zur Windpockenimpfung die offiziellen Zahlen zu ernsthaften Komplikationen höher angesiedelt sind als zuvor? (1997 kein einziger Windpockentodesfall und unter 100000 erkrankten Kindern wurde statistisch nicht einmal eines wegen Komplikationen im Krankenhaus aufgenommen, in den Jahren 2003 und 2004 sollen dagegen in Deutschland mehr als tausend Kinder in Krankenhäuser aufgenommen worden sein und zehn daran gestorben sein) Oder will man hier im Nachhinein eine sinnlose Impfempfehlung rechtfertigen?

    Zu Impfstoffzusammensetzung, Nebenwirkungen u.s.w. bitte im Buch nachlesen.

    Lieben Gruß
    Ilka

  9. Zitat: “es gibt viele Hinweise, dass sich Impfschäden erst im Laufe des Lebens bemerkbar machen, man kann bei Babys gewisse Entwicklungen nicht vorhersehen, daher ist es schwierig, diese in einer Doppelblindstudie wissenschaftlich zu belegen.”
    Eben. Man kann es nicht wissenschaftlich belegen, man behauptet es aber dennoch.

    Zitat: “Aber es gibt unbestritten mehr Allergiker unter vollgeimpften Kindern als und nicht geimpften Kindern. Das ist eine Tatsache, ob es allerdings allein am Impfen liegt, ist nicht bewiesen.”
    Nochmal: eben. Es ist nicht bewiesen. Vielleicht liegt es daran, dass vollgeimpfte Kinder in der Regel in modernen Industrienationen leben?

    Zitat: “Einerseits die neue 6-fach Impfung für Babys mit Hepatitis B. HALLO???? Hepatitis B kann nur parenteral (d.h. sexuell und auf dem Blutweg) übertragen werden? Wozu soll ich das meinem Baby antun? Wenn überhaupt, dann kann man das doch kurz vor dem Eintritt der Geschlechtsreife machen…”
    Antwort dazu siehe bei Wikipedia unter http://de.wikipedia.org/wiki/Hexavalenter_Impfstoff

    Zitat: “Zu dem kommt, dass von Impfbefürwortern völlig ignoriert wird, dass jede Erkrankung einen Sinn hat. ”
    Richtig, diese Behauptung kann ich nur ignorieren, denn wie soll man gegen Glauben sachlich argumentieren?

    Zitat: “Es wurde nachgewiesen, dass z.B. die Masern zu vermehrter Widerstandskraft gegen Infekte, Allergien, und Krebs führen.”
    Falsch. Richtig ist, dass experimentell Masernviren gegen Krebs ausprobiert werden. http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,140567,00.html

    Richtig ist aber auch, dass Masern als Auslöser für Krebs im Verdacht stehen. http://www.welt.de/print-wams/article612019/Masern_Viren_als_Krebs_Verursacher.html

    Zitat: “Zudem kommt eine lebenslange Immunität gegen Masern und die automatische Weitergabe der Antigene an den Säugling.”
    Wenn die Mutter Antigene an den Säugling weitergibt, warum sind dann früher so viele Kinder, deren Mütter die Masern hatten, weil die Bevölkerung noch so richtig „schön“ durchseucht war, an Masern gestorben?

    Zitat: “Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind an einer Maserninfektion stirbt ist vergleichbar mit dem Risiko an einem Autounfall zu sterben.”
    Wenn ich gegen Autounfälle impfen könnte, würde ich das sofort tun. Da ich das nicht kann, versuche ich wenigstens eine kleine Zahl von Risiken auszuschalten. Im Übrigen ist die Wahrscheinlichkeit eines ernsthaften Impfschadens noch viel unwahrscheinlicher als eine seltene Komplikation durch die Erkrankung selbst.

    Zitat: “Die Masernimpfung kann schwere allergische und neurologische Nebenwirkungen hervorrufen, Todesfälle werden immer wieder beschrieben.”
    Von wem und wo? Ich empfehle auch hier wieder – als wohl pharma-unabhängige Quelle – den “MMR-Impfstoff”-Artikel bei Wikipedia. Hier findet man im Übrigen im Abschnitt “Der Fall Wakefield” auch eine äußerst interessante Story zum Thema Korruption von Seiten der Impfgegner …

    Zitat: “Ich bin der Meinung, man sollte bei jeder Erkrankung die Vor- und Nachteile genau überdenken.”
    Da stimme ich absolut zu.

    Zitat: “Die Windpocken z.B. sind eine völlig harmlose Kinderkrankheit und laufen in über 99,99 % komplikationslos aus (bei Kindern!). Die Impfung hat eine bescheidene Wirksamkeit und zahlreiche Nebenwirkungen. Wenn das Kind bis zum 10. LJ die Windpocken noch nicht hatte, ist eine Impfung sinnvoll.”
    Das ist nicht falsch, aber eine persönliche Empfehlung habe ich – aus eigener Erfahrung – dennoch: Wenn sich noch ein Baby in der Familie einstellt, ist es ratsam, das ältere Geschwisterkind impfen zu lassen, denn Windpocken beim Säugling sind definitiv nicht harmlos, auch wenn es keine ernsthaften Komplikationen gibt, sondern das Kind “nur” von Hunderten juckenden Pusteln übersäht ist und tagelang vor Schmerz schreit und über 40 fiebert und im Anschluss daran das Immunsystem so geschwächt ist, dass sich Mittelohrentzündungen und Harnwegsinfekte anschließe …

    Zitat: “Entscheidet man sich gegen diesen Impfirrsinn hin zu einer überlegten und individuellen Impfentscheidung muss man sich jedoch genau informieren und genau dazu eignet sich das vorgestellte Buch in meinem Artikel.”
    Das Buch stellt aber nur die Meinung eines einzigen Mannes (bzw. einer Gruppe) dar und entlässt Eltern nicht aus der Verantwortung, sich aus mehreren, möglichst kontradiktorischen Quellen zu informieren. Letztlich ärgert mich an diesem Buch, dass es den Eindruck erweckt, es sei unparteiisch und ausgewogen, sich in Wirklichkeit aber wesentlich mehr “contra” Impfen ausspricht.

    Was ich absolut unterschreiben kann ist die Forderung nach Vorhaltung moderner Einzelimpfstoffe, damit die Entscheidung je Kind individuell getroffen werden kann und man nicht zwischen Mehrfachimpfung und Gar-nicht-Impfung zu entscheiden gezwungen ist.

    PS: Das, was ich hier schreibe, ist übrigens nicht von Roche und Co. gesponsert. Beruflich habe ich aber viel mit medizinischer Forschung und darum auch mit der Pharmaindustrie zu tun. Ja, es stimmt: Sie sind keine uneigennützigen Gönner, ja, sie legen Studiendaten zu ihren Gunsten aus, ja, sie formulieren Nebenwirkungen möglichst positiv. Aber noch einmal: Sie bezahlen ja auch die Entwicklung der Medikamente! Und alle Ärzte, die ich bislang kennengelernt habe, die auf Industrie-Symposien o. Ä. referierten – keiner von ihnen ließ sich vor den Karren der jeweiligen Firma spannen, auch wenn sie dreimal von ihnen die Anreise und das Hotel bezahlt bekommen und noch ein sattes Honorar dazu! Ich finde, so viel Vertrauen darf man in die Forscher schon haben!

    Und weil ich nicht immer nur sachlich, sondern auch mal polemisch antworten will: Die nächste Lungenentzündung kommt bestimmt. Ob die Impfgegner dann auch noch auf die Globuli vom Homöopathen vertrauen oder nicht doch lieber ihr Kind den bösen Schulmedizinern und den gefährlichen Medikamenten der profitsüchtigen Pharmaindustrie überlassen?

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