Kerstin Bergmann-Greinus eröffnete im März 2007 in Friedrichshagen ein Learning Center für Englische Früherziehung für Kinder ab drei Monate bis 14 Jahre nach dem Konzept von Helen Doron. Sie ist zweifache Mutter und lebt seit zweieinhalb Jahren in Friedrichshagen. Das Maulbeerblatt sprach mit ihr im Rahmen der Gründerkopf-Interviews.

Im diesem März eröffneten Sie hier in Friedrichshagen ein Learning Center für Frühenglisch, um Kindern schon ab drei Monate ans Englisch heranzuführen. Wie kam es dazu?
Nachdem ich meinen Kindheitstraum, Lehrerin zu werden, nach drei Semestern Sport- und Englischstudium ins Wasser warf, ging ich in den Tourismus und war lange für eine englische Fluggesellschaft in Berlin tätig. Als meine Kinder kamen, wollte ich mich aus diversen Gründen umorientieren und ließ mich zur Helen Doron Englischlehrerin ausbilden. Ich begann freiberuflich und unterrichte auch noch bis Ende September in zwei Kindergärten in Charlottenburg neben diversen Gruppen hier in Friedrichshagen. Für mein eigenes Learning Center entschied ich mich, da ich großes Potenzial hier im Südosten von Berlin sehe, um nicht zu sagen, fast eine Notwendigkeit, da Englisch für Kinder und auch in der Grundschule oft nicht die Qualität besitzt, die heutzutage gefordert wird.
Wie beschreiben Sie das Verhältnis Ihres Betriebes zu Friedrichshagen?
Durch meinen Mann habe ich Friedrichshagen vor vier Jahren kennen und seit meinem Zuzug vor zweieinhalb Jahren auch sehr lieben gelernt. Für mich ist hier der Ort, wo ich hingehöre, wo ich wohnen, sein und arbeiten will, deshalb kam für mich kein anderer Standort für mein Learning Center in Frage. Außerdem gibt es bereits fünf weitere Learning Center im Nordwesten der Stadt.
Ich möchte durch mein Unternehmen auch Kunden aus dem Umkreis nach Friedrichshagen bringen, teilweise kommen die Eltern aus Hellersdorf, Grünau oder Erkner.
Wie würden Sie Ihren Betrieb auf dem Markt beschreiben? Und was ist das Besondere an ihm?
Helen Doron hat ihr Konzept vor über 20 Jahren, angelehnt an die Ideologie des Dr. Suzuki aus der Musik, konzipiert und seitdem ständig weiter entwickelt. Es gab schon viele Ableger und Imitatoren, aber trotzdem hat sich die Qualität im Material, in der Lehrerausbildung, im ganzen Konzept ausgezahlt und wir sind seit Jahren weltweit die Nr. 1 in englischer Früherziehung. Für mich bedeutet das natürlich auch einen gewissen Standard, den ich aber eigentlich für selbstverständlich halte. Trotz des „Weltunternehmens“ Helen Doron verstehe ich aber mein Learning Center nicht nur als Schule, sondern auch als Treffpunkt und Begegnungsstätte und freue mich darüber, dass ich hier in den Räumen auch Baby- und Kindergruppen wie Pekip, SpielRaum und Krabbelgruppen durch qualifizierte Personen anbieten kann.
Wie sehen Sie Friedrichshagen als Wirtschaftsstandort und wo wird die Entwicklung Ihres Betriebes hinführen?
Ich liebe Friedrichshagen für seine Bölschestraße und die dort und natürlich auch in den Seitenstraßen angesiedelten Geschäfte und Unternehmen. Man findet eigentlich alles, was man braucht, ohne das gleiche Stadtbild wie überall zu haben. Ich hoffe sehr und möchte dazu beitragen, dass Friedrichshagen so einzigartig bleibt und hoffe auch mit meinem Learning Center die Kundschaft hierher zu bringen, die das zu schätzen weiß. Außerdem hoffe ich, dass wir so manchem Kind durch unsere Programme eine gute Chance geben können, die seine Zukunft positiv beeinflusst. Aber das Wichtigste ist erstmal der Spaß an der Sache für Kinder und Lehrer.



Matthias Vorbau

Ein Beitrag von Matthias Vorbau

Matthias Vorbau nennt sich Chefredakteur des Maulbeerblattes. Eigentlich ist er Kommunikationsdesigner mit Diplom. Zitat: "Das Leben zwingt einen zu zahlreichen freiwilligen Entscheidungen."