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Samstag, 16.06. um 19:00 Uhr

Jazz am Kaisersteg

Autochrom
Luise Volkmann – saxes | Athina Kontou – bass | Max Santner – drums

„Autochrome“ war 1904 das erste Verfahren der Farbfotografie. Die Basis bis heute: Rot, Gelb und Blau gemeinsam auf einer Ebene. Das inspirierte damals, noch vor dem ersten Weltkrieg, den Banker und  Mäzen Albert Kahn: Er schickte Fotografen in alle Kontinente, sie sollten die Schönheit der unterschiedlichen Kulturen einfangen, um Rassismus und Intoleranz ein eindrückliches Bild entgegen zu halten.
Im Trio „Autochtom“ klingen die Grundfarben Altsaxophon, Bass und Schlagzeug zusammen. International gemischt aus Paris, Leipzig und Berlin. Ihr Programm: Schnappschüsse, Unschärfen und detailgenaue Kompositionen. Ein Klangbild, das man sich einmal in Ruhe ansehen sollte.

PLEJADEN*SUITE
„Kubi“ Kubach – bass | Denis Stilke – drums | Antonis Anissegos – fender rhodes | Paul Schwingenschlögl – trumpet | Roland Komitow – tenor sax

Sogar Berliner kennen sie: die Plejaden. Ein Haufen Sterne: hell genug, um selbst am niemals dunklen Nachthimmel der Stadt mit dem „großen Wagen“ verwechselt zu werden. Den unverwechselbaren Wiener Produzenten Ronnie Rocket kennt man weniger, obwohl er z.B. mit Mars Bonfire, John Cale, Jack Bruce und Nico arbeitete, aber auch mit Miles Davis und Chet Baker arbeitete. Genauso kennt er den nicht nur in Berlin bekannten Trompeter Paul Schwingenschlögl und hat bei ihm nun die PLEJADEN*SUITE in Auftrag gegeben. Und die knüpft bei Miles Davis´ Space-Grooves von „Bitches Brew“ genauso an, wie bei John Coltranes Spiritualität und dem hymnischen Humor von Lester Bowie – und nicht zuletzt bei den mythologischen Plejaden. Sie waren eine Gruppe von Nymphen, die in Tauben verwandelt wurden und per Luftfracht Zeus die Götterspeise Ambrosia lieferten. So schließt sich hier der Kreis: auch die Musik von Schwingenschlögls Berliner Quintett groovt, erweitert das Bewußtsein und macht durch bloßes Zuhören unsterblich.
 
Generations-Trio
David Friedman – vibraphone | Oli Potratz – bass | Tilo Weber – drums

David Friedman und Tilo Weber: der eine hat die Siebzig überschritten, der andere ist noch keine dreißig. Der Vibrafonist ist abgeklärt und hungrig und blickt auf einen immensen Schatz an Begegnungen und Erfahrungen zurück, der Drummer ist hungrig und abgeklärt, will vielen Menschen begegnen und Erfahrungen sammeln.
Friedman hat den Jazz in den USA beim Spiel mit fast allen Großen der Jazzgeschichte gelernt. Weber hat in Deutschland bei Friedman studiert und ist auf dem Sprung, die Welt zu erobern. Die unterschiedlichen Standpunkte vereinen sie mit Bassist Oliver Potratz zum Trio.
Friedman freut sich über das Treffen der Generationen: „Viele Musiker aus meiner eigenen Generation sind sehr vorsichtig. In unserem Trio ist es egal, was ich schreibe, die beiden fressen es auf – ganz ohne Angst, Vorbehalte und Abwägungen.“ Oder, um es mit Tilo Webers Worten zu sagen: „Das ist Musik ohne Klärungsbedarf.“

Details

Datum:
Samstag, 16.06.
Zeit:
19:00
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

moving poets NOVILLA
Hasselwerderstr. 22
Berlin, Berlin 12439 Deutschland
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Website:
www.movingpoets.org