Lesung mit Oliver Igel
31. Mai um 17:00
Die SPD befindet sich in einer schwierigen Phase ihrer langen Parteigeschichte. Da tut es der Partei gut, sich einer ihrer vielen, oft in Vergessenheit geratenen Persönlichkeiten zu vergewissern. Eine davon ist Clara Bohm-Schuch, die 1933 im Berliner Reichstag den Nationalsozialisten die Stirn bot und dafür mit dem Leben bezahlte.
Treptow-Köpenicks Bürgermeister Oliver Igel, SPD-Mitglied, liest am 31. Mai aus seinem Buch über Clara Bohm-Schuch, die zuletzt in Johannisthal lebte. Sie starb im Mai 1936 an den Folgen von Drangsalierungen und Haft. Die Tochter einer kinderreichen Bauernfamilie aus Stechow in Brandenburg war zunächst als Dienstmädchen tätig, besuchte die Handelsschule in Berlin, arbeitete als Sekretärin und engagierte sich in der Gewerkschafts- und Frauenbewegung. 1919 zog sie für die SPD in den Reichstag. Neben ihrer politischen Arbeit schrieb sie Gedichte und kurze Prosatexte.
