Maulbeerblatt

Das Köpenicker Magazin für Erlesenes

Berlin, Köpenick, Friedrichshagen, Erkner, Schöneweide, Adlershof, Schöneiche, Hirschgarten, Müggelsee

Spannende Lokalnachrichten bieten Information und Reibung, pointierte Kolumnen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Historische Themen stärken die Identität, Veranstaltungstipps und Erlesenes zum Hören, Sehen und Lesen vermitteln Orientierung. Interviews und Porträts geben interessante Einblicke. Entstanden ist das Magazin Maulbeerblatt in Berlin-Friedrichshagen, einem der glamourösen, liebenswerten Randbezirke der Hauptstadt, Teil Köpenicks, mit über 100 Jahren kreativer Vergangenheit von Wilhelm Bölsche über Johannes Bobrowski bis hin zu aktuellen Künstlern wie dem renommierten Regisseur Leander Haußmann. Das künstlerische Netzwerk um die elf62.net Grafik- und Textagentur strickt mit jeder Print- und Onlineausgabe neue Gewänder für das gar nicht graue Großstadtleben. Aus Berlin.

Schachecke

Vorm Matt gibt´s Müsli

Stellen Sie sich vor, Sie rätseln heute über die Züge eines Großmeisters und sitzen morgen am Frühstückstisch neben ihm! Mit dieser Werbebotschaft sorgen Schach-Funktionäre gerade für volle Hütte im Maritim Hotel (Tiergarten). Dort finden vom 29. April bis 1. Mai die letzten drei Runden der 1. Schach-Bundesligen (Männer und Frauen) statt. Insgesamt 28 Teams, mehr als 70 Großmeister, darunter auch Top-Ten-Spieler, fast allesamt einquartiert im ...Gib mir den Rest!


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Nicht um jeden Preis

Wer aus Köpenick kommt, Schachspieler und gleichzeitig Fußballfan ist, für den standen und stehen atemberaubende Trips an. Eigentlich sollte es hier nur um die Schach-WM gehen. Die beginnt am 11. November in New York. Doch zurück zum Auswärtsspiel der Unioner in Dortmund und die Hotelsuche dort. 14 Tage vorm Pokalhit im Reisebüro kein einziges Zimmer mehr und im Internet frech-dreiste Angebote. 255 Euro pro Nacht ...Gib mir den Rest!


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Schach statt Schäuble

Manchmal gibt es eben doch noch bessere Dinge zu erledigen, als über den Euro zu streiten oder beim Thema Griechenland zu verzweifeln. Dana Reizniece-Ozola (34) hätte im September eigentlich ein Date mit Wolfgang Schäuble (74) gehabt, doch die Dame ließ das Treffen einfach sausen. Stattdessen blieb die lettische Finanzministerin lieber in Baku (Aserbaidschan), kümmerte sich dort um ganz andere Gefechte. Dana ist neben ihrer Arbeit ...Gib mir den Rest!


Leben fürs Schach

Er war der stärkste Schachspieler der Welt, der niemals Champion wurde, und hat fast alle Weltmeister mindestens einmal geschlagen. Seine Gegner gaben Viktor Kortschnoi  den Spitznamen „Der Schreckliche“, weil es kein Vergnügen war, gegen ihn zu spielen. „Bereiten Sie sich das nächste Mal besser vor, wenn Sie gegen einen Großmeister antreten“, pflegte Kortschnoi unterlegenen Amateuren zu sagen. Wenn er verlor, krachte es richtig. Eine Frauengroßmeisterin ...Gib mir den Rest!


Gib mir deine Daten!

Während dieser Text entsteht, findet gerade in Moskau das Kandidatenturnier für die WM 2016 in New York statt. Acht Spieler kämpfen darum, im November Herausforderer von Champion Magnus Carlsen zu werden. Zwei US-Amerikaner, zwei Russen, jeweils ein Armenier, Inder, Bulgare und Niederländer. Schach-Freaks rund um den Globus sitzen bei solchen Ereignissen normalerweise am Computer, verfolgen die Partien samt Kommentierung live im Internet. Doch diesmal ist ...Gib mir den Rest!


Keine Dame auf dem Thron

Es war eine Ente der britischen Boulevard-Presse, die es letztes Jahr bis in die Online-Ausgaben deutscher Nachrichtenmagazine schaffte: Frauen hätten kleinere Gehirne, deshalb wären sie im Schach schlechter als Männer. Großmeister Nigel Short (50) aus England soll diese These in einem Essay vertreten haben. Sein Wort hat durchaus Gewicht. Short galt früher als Wunderkind, war Vize- Weltmeister, heute ist er Olivenbauer in Griechenland und Schach-Weltreisender. ...Gib mir den Rest!


Schach und Politik

Es bleibt dabei, die schillerndste Figur der gesamten Schachwelt ist der Chef selbst. Auf 50 Milliarden Dollar (!) will Kirsan Ilyumzhinov (53), der Präsident des Weltschachverbandes Fide, die USA verklagen, weil die angeblich seinen Ruf beschädigt habe. Drei Monate ist es her, da landete der umtriebige Kalmücke (hundertfacher Millionär) auf der US-Sanktionsliste. Die Finanzierung schmutziger Öl-Geschäfte mit dem Assad-Regime werden Ilyumzhinov vorgeworfen. Was der ebenso ...Gib mir den Rest!


Turm oder Tanne

Liebe Damen, Weihnachten naht in großen Schritten und da kann ja jeder einen guten Geschenk-Tipp gebrauchen. Kaufen Sie ihrem Göttergatten oder all den anderen Lieben bloß keinen Schach-Computer! Die gibt’s schon länger in vielerlei Variationen, einige geben sogar hämische Kommentare. Laut Umfragen glauben 98 Prozent der deutschen Männer, dass sie Schach können, aber das ist ein Irrtum. Keine Chance haben selbst geübte Vereinsspieler gegen Rechner. ...Gib mir den Rest!


Schmutziger Sex

Drei Minuten Bedenkzeit für die gesamte Partie. Dazu zwei Sekunden Gutschrift pro Zug. Rapper Smudo (47), der von den Fantastischen Vier, brachte es mal ganz gut auf den Punkt: „Blitz-Schach ist wie schneller, schmutziger Sex!“ Passt ja irgendwie zu Berlin und tatsächlich flutschte es bei der Blitz-Schach-WM in der Bolle-Meierei (Moabit) für die Herren vom Weltschachverband Fide so toll, dass sie fast in Ekstase gerieten, ...Gib mir den Rest!


Von Bond bis Baku

Ausgetüftelt von „Q“, was konnten sie nicht alles, die Uhren von James Bond. Radioaktivität messen („Feuerball“, 1965), Pistolenkugeln abwehren („Leben und Sterben lassen“, 1973) , Bomben fernzünden („Goldeneye“, 1995) und natürlich anzeigen, wem, welche Stunde geschlagen hat. Einer, der die Zeit am liebsten zurückdrehen würde, ist ausgerechnet Swatch-Chef Nick Hayek (60), zu dessen Imperium auch die 007-Marke Omega gehört. Hayek geht die Entwicklung bei den ...Gib mir den Rest!


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