Maulbeerblatt

Das Köpenicker Magazin für Erlesenes

Berlin, Köpenick, Friedrichshagen, Erkner, Schöneweide, Adlershof, Schöneiche, Hirschgarten, Müggelsee

Spannende Lokalnachrichten bieten Information und Reibung, pointierte Kolumnen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Historische Themen stärken die Identität, Veranstaltungstipps und Erlesenes zum Hören, Sehen und Lesen vermitteln Orientierung. Interviews und Porträts geben interessante Einblicke. Entstanden ist das Magazin Maulbeerblatt in Berlin-Friedrichshagen, einem der glamourösen, liebenswerten Randbezirke der Hauptstadt, Teil Köpenicks, mit über 100 Jahren kreativer Vergangenheit von Wilhelm Bölsche über Johannes Bobrowski bis hin zu aktuellen Künstlern wie dem renommierten Regisseur Leander Haußmann. Das künstlerische Netzwerk um die elf62.net Grafik- und Textagentur strickt mit jeder Print- und Onlineausgabe neue Gewänder für das gar nicht graue Großstadtleben. Aus Berlin.

Alfs Allerlei

Alf Ator

Unser neues Geld

Ein Vorschlag von Alf Ator Ich sag euch mal was: Köpenick braucht eine eigene Währung. Bitte seid auch ihr alle dafür! Keine Angst, eure Euros behalten ihre Gültigkeit. Es soll nur eine Parallelwährung geschaffen werden, die ausschließlich in den Grenzen Köpenicks ihre Gültigkeit hat. Die Vorteile von Regionalgeld sind vielen bereits bekannt: Stärkung der regionalen Betriebe, Verminderung überflüssiger Transporte für Sachen, die es auch hier gibt, ...Gib mir den Rest!


Alf tritt in Sinas Fußstapfen und übernimmt die Rezepte-Rubrik

Wie man Drasch richtig zubereitet

Was vor zehn Jahren noch ein Geheimtipp unter Hipstern, Aussteigern und Philologiedozenten war, ist heute ein Muss auf jeder gehobenen Gartenparty: Drasch. Diese südjautische Köstlichkeit mit dem leichten Dwop-Aroma lässt jeden Gast sofort dahinschmelzen. Augen zu, und man fühlt sich, als läge man faul in der Bumpelbucht oder am Fuße des Kumux. Dazu ein kühler Prauf, und schon gibt es nichts mehr, was den Abend ...Gib mir den Rest!


Mission Impossible

In hohem Bogen sah ich den Golfball durch die Luft fliegen, direkt auf den Kopf eines jungen Mannes zu, der gerade die andere Straßenseite entlanglief. Shit happens. Doch nein! Nicht heute! Nicht, wenn ich in der Nähe bin! Denn ich bin ein Superheld und habe geschworen, meine Kräfte zum Wohle der Menschheit einzusetzen. Blitzschnell sprang ich durch die Luft, ergriff das Geschoss lässig mit der ...Gib mir den Rest!


Kaffee

Kellner: Haben Sie schon gewählt? Alf Ator: Ja, einen Kaffee bitte! Kellner: Schwarz? Weiß? Zucker? Alf Ator: Kommt drauf an. Haben sie kalten Kaffee? Kellner: Sie meinen Eiskaffee? Alf Ator: Nein. Ich meine stehen gelassenen, alten Kaffee von gestern oder so. Kellner: Natürlich nicht. Alf Ator: Dann bitte mit Milch und Zucker. Kellner: Ähm ... und wenn ich kalten Kaffee gehabt hätte? Alf Ator: Dann hätte ich ihn schwarz genommen. Kellner: Darf ich nach den ...Gib mir den Rest!


30 Seconds to Bruno Earth

Ich habe über den Mars nachgedacht. Dass es dort keine Erdbeben gibt, war mir schon länger klar. Höchstens Marsbeben. Jeder weiß auch, dass es dort keine Menschen gibt, sondern Marsmenschen. Bestimmt gibt es auch Kannibalen. Die essen aber kein Menschenfleisch, sondern Marsmenschenfleisch. Andere werden vielleicht Elektriker. Und wenn so jemand Leitungen verlegt, muss er darauf achten, dass immer eine Phase gemarst ist. In der Schule ...Gib mir den Rest!


Alf Ator

Auf der Suche nach der Wahrheit

Wie jedes normale Kind bekam ich abends von meiner Mutter Märchen erzählt. Und wie jedes normale Kind interessierte mich vor allem, in welche historische Epoche ich diese Geschichten einordnen sollte. Das obligatorische „vor vielen hundert Jahren“ war mir einfach zu banal. Zunächst nahm ich Rumpelstilzchen unter die Lupe. Ich wusste, wenn in so kurzer Zeit derartig viel Stroh zu Gold gesponnen wird, muss sich das ...Gib mir den Rest!


alf ator

Für eine friedliche Nutzung von Raum-Zeit-Anomalien

Ich habe die Energieprobleme der Welt gelöst! Naja, nicht ganz. Aber fast. Sagen wir: Ich werde sie lösen. Ich KÖNNTE. Unter bestimmten Umständen quasi. Also man bräuchte dazu ein Wurmloch. Welches wir nicht haben. Noch nicht. Aber WENN wir eins hätten … dann könnte ich daraus einen unerschöpflichen Energielieferanten machen. Ein Perpetuum Mobile! Doch eins nach dem anderen: Wurmlöcher verbinden ja weit entfernte Orte des ...Gib mir den Rest!


Mein größtes Idol

Heute möchte ich das Augenmerk auf einen der außergewöhnlichsten Menschen aller Zeiten richten: Juan Iwanowitsch Yamamoto Earl of Leverkusen. Er lebte von 1866 bis 1944 und war Arzt, Chemiker, Komponist, Astronom, Dichter, Mathematiker und Stabhochspringer. Im Laufe seines Lebens meldete er 38 Patente an, darunter die Dachpappe, den Filzstift und den elektrischen Kronkorken. Er ist der Entdecker des Kometen JIYEL, der alle 88 Jahre unser ...Gib mir den Rest!


Luft

Es ist ein schöner Morgen auf Kwulm. Beide Sonnen sind bereits aufgegangen und lassen die Frotzbäume hinter der Schule feierlich glitzern. Doch die Kinder hängen traurig unter ihren Plätzen und saugen still an den Atemschläuchen. Herr Fnup, der Sportlehrer, ist gestorben. Er hatte keine Luft mehr und ist erstickt. Der Direktor versucht die Klasse zu trösten, aber die Kinder sind aufgebracht und diskutieren wütend über ...Gib mir den Rest!


Von Morallöchern und Arschaposteln

Es war einmal ein Planet, auf dem lebten genau zwei Arten von Lebewesen: Arschlöcher und Moralapostel. Arschlöcher sahen ihre Lebensaufgabe darin, zu gewinnen. Jeder für sich, alle gegen alle. Moralapostel hatten immer auch das Glück der anderen im Sinn und erwarteten dasselbe vom Rest der Welt. Ergo waren Arschlöcher für sie einfach nur unangenehme Individuen, denen man lieber aus dem Weg ging. Die Arschlöcher hingegen ...Gib mir den Rest!


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