Traumfabrik Johannisthal

Von der Flug- zur Traumfabrik Aber von vorn: Der kleine Ort Johannisthal war 1753 vom preußischen König Friedrich II. als Ansiedlung für Kolonisten aus der Pfalz gegründet worden. Im Jahr 1880 wurde ein Haltepunkt an der Berlin-Görlitzer Eisenbahn, Johannisthal-Neuer Krug, nach Südosten verlegt, zum Bahnhof umgebaut und in Johannisthal-Niederschöneweide umbenannt. 1884 erhielt der Ort der […]

Weiterlesen…


Der doofe Bruno

Bruno Lüdke war im April 1908 in Köpenick geboren worden. Seine Eltern betrieben einen kleinen Wäschereibetrieb in der Grünen Trift. Es war wohl ein Unfall in seiner Kindheit, der ihn sein weiteres Leben lang geistig behinderte. Er galt als gutmütig und harmlos und wurde von Kindern als der „doofe Bruno“ gehänselt. Bruno wurde Kutscher und […]

Weiterlesen…


Ein Drache mit Bierbauch

Wilhelm Bölsche war Mitinitiator der “Freien Hochschule Berlins“, einem Vorläufer der Volkshochschulen, und maßgeblicher Ideengeber der Lebensreform-Bewegung und stand den Ideen des Sozialismus nahe. Außerdem wurde Bölsche Mitglied einer Freireligiösen Gemeinde und des Monistenbundes, einer freidenkerischen Organisation mit naturphilosophischer Weltanschauung, die alle Dinge als Manifestation des Göttlichen ansieht. Bölsche suchte nach den Verbindungen von „Sozialismus und […]

Weiterlesen…


Ein Drache mit Bierbauch

Die Phantasie führte Bölsche „in fremde Zonen und Meere, zu geheimnisvollen Wäldern und seltsamster Tierwelt, kaum dass wir unsere engste Heimat dafür zu verlassen brauchen – nur mit etwas Zeitvertauschung und etwas Zauberstab der Phantasie, der viele kleine graue Tatsachen der Forschung wieder zu wirklichem Licht, zu Farbe und Gestalt zu beleben weiß.“ Eiszeit, Klimawandel […]

Weiterlesen…


Mächtig gewaltig!

So ähnlich muss es auch Anfang der 1950er Jahre gewesen sein, als die DDR, die damals kaum international anerkannt war, von der Europäischen Rundfunkkonferenz in Stockholm plötzlich zwei Fernsehfrequenzbereiche zugeteilt bekam. Was tun? Die SED-Führung beschloss: „Wir bauen einen Fernsehturm!“ Und zwar – Überraschung! – in Köpenick, auf den Müggelbergen, der höchsten Erhebung der Stadt. […]

Weiterlesen…


Osterstimmung trompetender Wildgänse

Hier hat Preußens „Großer König“, Friedrich II., um das Jahr 1750 eine „Spinnerkolonie bei Cöpenick“ und 200 Maulbeerbäume in den Sand gesetzt, schlesische und böhmische Baumwollspinner in niedrigen Lehmfachwerkhäusern beheimatet; Baumwolle für das Kostüm der Landesarmee sollte hier geerntet werden. Später, 1842, wurde die Haltestelle Friedrichshagen auf der Strecke der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn von Berlin in Richtung Frankfurt (Oder) eröffnet. […]

Weiterlesen…


Lehren für die Pandemiebekämpfung

Mit dem „Gesetz zur Verhütung und Bekämpfung übertragbarer Krankheiten beim Menschen“ vom 20. Dezember 1965 trat eine einheitliche Regelung zum Schutz vor Epidemien in der DDR in Kraft. Hierin wurden unter anderem die Erfahrungen mit dem Ausbruch der vermutlich aus China stammenden „Asiatischen Grippe“ in den Jahren 1957–1958 verarbeitet, an der weltweit etwa 2 Millionen […]

Weiterlesen…


Polio, Masern und AIDS

Im Jahre 1840 beschrieb der Mediziner Jakob von Heine mit wissenschaftlicher Genauigkeit – aber noch ohne genaue Kenntnis über den infektiösen Charakter – die Poliomyelitis. Der Begriff „Kinderlähmung“ ist irreführend, denn diese Infektionskrankheit beschränkt sich keinesfalls auf bestimmte Altersgruppen, sondern befällt Menschen auch im Erwachsenenalter. Eines der bekanntesten Opfer war der amerikanische Präsident Theodor Roosevelt, […]

Weiterlesen…


Seuchenschutz und Impfen in der DDR

Auf dem Gebiet der Seuchenbekämpfung wies sie früh gute Ergebnisse auf. Dr. med. Heinrich Niemann sieht eine der Ursachen darin, dass die Reaktion auf eine Epidemie in der DDR gesetzlich geregelt und damit im Gegensatz zur Bundesrepublik Deutschland und den meisten anderen Staaten auf der Höhe der Zeit war: „Der Gesundheitsminister der DDR leitete eine […]

Weiterlesen…


Für fünf Tage König von Albanien

Die Geschichte der Schaustellersippe Witte ist eine spannende Abenteuergeschichte; sie tickten immer ein wenig anders, hatten immer ein wenig andere Träume und suchten immer etwas mehr Freiheit, fielen aber dafür auch immer etwas heftiger auf die Schnauze. Allerdings: Die Kunst beim Auf-die-Schnauze-Fallen ist das Wiederaufstehen. Und darin bestand schon das wesentlichste Talent des Großvaters des […]

Weiterlesen…


300 Jahre Baumschulen Späth

Dr. Hellmut Späth, Firmeninhaber in sechster Generation, wurde in den letzten Wochen des zweiten Weltkriegs, am 15. Februar 1945, im KZ Sachsenhausen  auf persönlichen Befehl Ernst Kaltenbrunners, Leiter des Reichssicherheitshauptamtes, erschossen. Das Unrecht setzte sich nach dem zweiten Weltkrieg fort, als seine beiden Kinder, die erwachsene Tochter Dagmar aus erster Ehe und sein vierjähriger Sohn […]

Weiterlesen…


450 Jahre Treptow (IV)

Im Kur- und Badeort Jalta auf der Krim beraten die alliierten Staatschefs – der Amerikaner Roosevelt, der Brite Churchill und der Generalissimus der Sowjetunion, Josef Stalin – über die Zukunft des in Trümmern liegenden Deutschen Reiches. Es werden Besatzungszonen festgelegt und Teile vom Reichsgebiet getrennt, ein Kontrollrat soll gebildet und die Aburteilung der deutschen Kriegsverbrecher […]

Weiterlesen…


Frauen mit Flügeln

Noch im Jahr 1925 verabschiedete die deutsche Regierung eine Resolution der Internationalen Kommission für Flugnavigation, die bestimmte, dass die Betätigung in der kommerziellen Luftfahrt ausschließlich Männern erlaubt war. Ungeachtet dessen erwarben nach 1920 dutzende junger Frauen in den Flugschulen der Deutschen Luftfahrt GmbH einen Flugschein und hunderte Frauen waren als Segelfliegerinnen aktiv. Am Himmel über […]

Weiterlesen…


Leben und Werk der Fotografin Helga Paris

Ost-Berlin, November 1989. Wendezeit. Helga Paris gewährt Einblick in ihr Leben, ihren Alltag, ihr Zuhause. Für eine Reportage öffnet die Fotografin ihre Wohnung, entschuldigt die Unordnung: „Ich räume auf.“ Im Flur türmen sich aussortierte alte Kleider; im Wohnzimmer stapelweise Bücher auf dem Boden. Tische und Regale quellen über: Zeitungen, Papiere, Resolutionen. Daneben die Verfassung der […]

Weiterlesen…


Sommerszenen vom Untergang einer unheilen Welt

Das Vorspiel Als Dziuba beginnt, sich mit dem Stoff der „Verbotenen Liebe“zu beschäftigen, war sein Gegenwartsfilm „Erscheinen Pflicht“ auf die Leinwände der DDR gelangt. Das war 1984 – und die Irritationen waren erheblich. In der sogenannten „Spielstelle Eins“, dem Kino der abgeschirmten Regierungs-Waldsiedlung in Wandlitz, haderte der Staatsratsvorsitzende und Parteichef, Erich Honecker – und war […]

Weiterlesen…


Sonnenvogel

Von preußisch-altmärkischem Adel Im Zeichen der rechtsgekehrten schwarzen Entenköpfe auf silbernen Grund bewirtschaftete die Familie manche Ländereien im Magdeburgischen und in der Neumark, in Ostpreußen, in Pommern und im Niederbarnim. Die meisten der Söhne wurden Offiziere. Als solche dienten sie dem König von Polen und dem König von Preußen – und wer immer ihrer Dienste […]

Weiterlesen…