Elvis was here…

„Was soll das heißen: ich weiß nich, wo er is!??! Darin besteht dein verdammter Job! Du solltest nur… ach, Scheisse!!!“ „Ich weiß doch auch nich“, wie das passieren konnte… er is gleich nach dem Konzert in die Limo – wie immer – und is abgerauscht. Im Hilton hab ich gewartet – aber da is er […]

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450 Jahre Treptow (IV)

Im Kur- und Badeort Jalta auf der Krim beraten die alliierten Staatschefs – der Amerikaner Roosevelt, der Brite Churchill und der Generalissimus der Sowjetunion, Josef Stalin – über die Zukunft des in Trümmern liegenden Deutschen Reiches. Es werden Besatzungszonen festgelegt und Teile vom Reichsgebiet getrennt, ein Kontrollrat soll gebildet und die Aburteilung der deutschen Kriegsverbrecher […]

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Mächtig gewaltig!

So ähnlich muss es auch Anfang der 1950er Jahre gewesen sein, als die DDR, die damals kaum international anerkannt war, von der Europäischen Rundfunkkonferenz in Stockholm plötzlich zwei Fernsehfrequenzbereiche zugeteilt bekam. Was tun? Die SED-Führung beschloss: „Wir bauen einen Fernsehturm!“ Und zwar – Überraschung! – in Köpenick, auf den Müggelbergen, der höchsten Erhebung der Stadt. […]

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Sonnenvogel

Von preußisch-altmärkischem Adel Im Zeichen der rechtsgekehrten schwarzen Entenköpfe auf silbernen Grund bewirtschaftete die Familie manche Ländereien im Magdeburgischen und in der Neumark, in Ostpreußen, in Pommern und im Niederbarnim. Die meisten der Söhne wurden Offiziere. Als solche dienten sie dem König von Polen und dem König von Preußen – und wer immer ihrer Dienste […]

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Sich fügen, heißt lügen

Am Ufer des Müggelsees hatten sich um die Jahrhundertwende naturbegeisterte und industriezeitaltermüde Dichter und andere Künstler zusammengefunden, wurden zum Friedrichshagener Dichterkreis. Das anarchistische Völkchen diskutierte leidenschaftlich über Literatur, Politik und Gesellschaft, streifte dabei durch die Wälder, besoff sich zuweilen gerne bis zur Besinnungslosigkeit oder lebte Askese, verfasste sozialkritische Schriften und sinnsuchende Poesie. Der Dramatiker Gerhart […]

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Traumfabrik Johannisthal

Von der Flug- zur Traumfabrik Aber von vorn: Der kleine Ort Johannisthal war 1753 vom preußischen König Friedrich II. als Ansiedlung für Kolonisten aus der Pfalz gegründet worden. Im Jahr 1880 wurde ein Haltepunkt an der Berlin-Görlitzer Eisenbahn, Johannisthal-Neuer Krug, nach Südosten verlegt, zum Bahnhof umgebaut und in Johannisthal-Niederschöneweide umbenannt. 1884 erhielt der Ort der […]

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… unterm Kirschenbaum vergraben.

Arbeit: das war der Tagebau. Dort fuhr er den Bagger. Und wenn er den nicht fuhr, dann zog er mit der Klampfe umher und sang. Oder er agitierte die Leute. Ging ihnen auf die Nerven: „ein junger Mann, der ganz putzige Texte schrieb und den sie alle Grigori Kossonossow nannten“, „ … einer, der arrogant […]

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Sommerszenen vom Untergang einer unheilen Welt

Das Vorspiel Als Dziuba beginnt, sich mit dem Stoff der „Verbotenen Liebe“zu beschäftigen, war sein Gegenwartsfilm „Erscheinen Pflicht“ auf die Leinwände der DDR gelangt. Das war 1984 – und die Irritationen waren erheblich. In der sogenannten „Spielstelle Eins“, dem Kino der abgeschirmten Regierungs-Waldsiedlung in Wandlitz, haderte der Staatsratsvorsitzende und Parteichef, Erich Honecker – und war […]

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Red Dean

Vorspiel Auf einer Hühnerfarm bei Denver wird Dean Reed 1938 geboren. Da ist es noch keine 100 Jahre her, dass in Scharen mexikanische Goldgräber in das Land am Fuße der Rocky Mountains kamen, um im Bett des South Platte River glückbringenes Edelmetall zu finden. Die Eltern des Jungen sind in ihrer Art zu leben einfache […]

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Notizen zu Aljoscha Rompe – Funktionärskind, DDR-Punk und Rammstein-Geburtshelfer

Die Proletarier, die das Land beherrschen sollen, sind müde – und manchmal auch einfach nur betrunken. Anno 1983 singen Aljoscha, Paul und Flake ihre Melodie dazu. Die einen nennen es, wenn sie ihnen wohlgesinnt und gutmütig sind, ein Grölen. Für andere, die einen ernsthaften Rausch bevorzugen und Abstinenz sich sehnen von der heilen Welt der […]

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Unter neuen Menschen

Für den Wirt ist das nichts anderes als „westliche Unkultur“. Es wird ihm zu bunt. Er alarmiert die Genossen der Volkspolizei. Als die Jugendlichen abgeführt werden sollen, umstellen prompt einige hundert Camper die VP-Wache und machen ihrem Unmut Luft: „Kartoffeln könnt ihr nicht liefern, aber die Leute einsperren!“ Die Polizei ist nicht mehr Herr der […]

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Die Berliner Erklärung

  Die vormals vielfach bewunderte Weisheit des Führers konnte wohl kaum noch einen Volksgenossen erfreuen, der sich in diesen Tagen irgendwo zwischen Oder und Berlin befand. Mit infernalischer Gewalt rollten die sowjetischen Armeen heran. Am 12. Januar 1945 begann die Winteroffensive der Roten Armee. Die zweieinhalb Millionen Rotarmisten der Westfront standen da noch hinter Königsberg. […]

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450 Jahre Treptow (Teil III)

Der Berliner Magistrat als Gutsherr in Treptow verfügt im Jahr 1817 die Errichtung eines städtischen Gasthauses „in elegantem Style“. Am 11. Juni 1822 eröffnet das „Gasthaus an der Spree“, gilt fortan als schönstes Wirtshaus in der städtischen Umgebung Berlins und wird später unter Gastwirt Zenner legendär. Die Berliner ziehen mit Gondeln aus Moabit, mit Pferd […]

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450 Jahre Treptow (Teil II)

Die ganze Welt im Treptower Park Am 13. August 1892 verkündet der „Reichsanzeiger“: „Dem Plane einer Weltausstellung in Berlin wird von Reichs wegen nicht näher getreten.“ Damit hatte sich das Thema offensichtlich erledigt. So blieb dem „Verein Berliner Kaufleute und Industrieller“ nur die Ausrichtung einer „Berliner Gewerbeausstellung“. Im Hauptkatalog von 1896 wird das Ziel definiert, […]

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450 Jahre Treptow (I)

Abbildung: Hans Baluschek: Hier können Familien Kaffee kochen, Öl auf Leinwand, 1895   Vorbehaltlos schließe ich mich an dieser Stelle meinem Vorredner an! Allerdings möchte ich bemerken, dass der Blick meines Vorredners, des aller verehrtesten Herrn Tucholsky, Ihre geschätzte Aufmerksamkeit, liebe Leser, etwas zu streng wohl allein auf die unschönen anatomischen Merkwürdigkeiten Deutschlands in Geschichte […]

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Verbrechen lohnt sich

Als der preußische Landgerichtsdirektor Dietz am 30. November 1906 das Verfahren wegen widerrechtlicher Freiheitsberaubung und unbefugten Tragens einer Uniform gegen Friedrich Wilhelm Voigt eröffnet, stehen sich zwei Routiniers gegenüber: Der Landgerichtsdirektor hat im Laufe der Jahre manche gescheiterte Existenz vor Gericht gesehen, er kennt die Fallhöhen des Schicksals. Der Angeklagte ist zum Gewohnheitsverbrecher avanciert, eine […]

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