Maulbeerblatt

Das Köpenicker Magazin für Erlesenes

Berlin, Köpenick, Friedrichshagen, Erkner, Schöneweide, Adlershof, Schöneiche, Hirschgarten, Müggelsee

Spannende Lokalnachrichten bieten Information und Reibung, pointierte Kolumnen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Historische Themen stärken die Identität, Veranstaltungstipps und Erlesenes zum Hören, Sehen und Lesen vermitteln Orientierung. Interviews und Porträts geben interessante Einblicke. Entstanden ist das Magazin Maulbeerblatt in Berlin-Friedrichshagen, einem der glamourösen, liebenswerten Randbezirke der Hauptstadt, Teil Köpenicks, mit über 100 Jahren kreativer Vergangenheit von Wilhelm Bölsche über Johannes Bobrowski bis hin zu aktuellen Künstlern wie dem renommierten Regisseur Leander Haußmann. Das künstlerische Netzwerk um die elf62.net Grafik- und Textagentur strickt mit jeder Print- und Onlineausgabe neue Gewänder für das gar nicht graue Großstadtleben. Aus Berlin.

Zeitreisen

Friedrich der Große und Montezuma in der Oper

Friedrich der Große und Montezuma

Ein nicht ganz kultivierter Mexikaner und Friedrich II als Librettist Es gehört zum landläufigen Bild des Preußenkönigs, Friedrich II., er sei ein feinsinniger Monarch gewesen: Flöte spielend im Kreise erlesener Gesellschaft, Gedichte schreibend – und auch das „Flötenkonzert Friedrichs des Großen in Sanssouci“, festgehalten von Adolf Menzel, 1852, ein Erinnerungsort, nationales Gedächtnis. Bis in unsere Tage leitet es uns auf die Fährte dieses vorgeblich kulturhistorischen und ...Gib mir den Rest!


Jan van Leiden

Ein Heilsversprechen

„ … mit glühenden Zangen von den Knochen abgerissen.“ Bis zu jenem Tag, als Franz-Peter Tebartz van Elst den grandiosen Gedanken entwickelte, sich einen nicht ganz preiswerten Diözesanepalast errichten zu lassen, hatte im Münsterland auch die katholische Kirche noch festen Boden unter den Füßen. Die Gotteshäuser waren – vergleichsweise und nicht nur an Weihnachten – gut gefüllt, es wurde unter den Menschen im Westfälischen mehrheitlich katholisch ...Gib mir den Rest!


wolf biermann

Ich bin ein Wolf

Es sei beinahe infam, ihn nicht zu kennen, mögen einige sagen. Es ist der Ausweis von gutem Geschmack, ihn nicht zu mögen, werden andere meinen. Er sei ein personifizierter Augenblick der Geschichte unseres vorigen Jahrhunderts, verkünden Elogen. Er selbst betrachtet sich und sagt: „Ich bin ein Wolf – und bin bis jetzt nie Hund geworden.“ Biermann, 80 Jahre alt, war nicht lautlos, war sogar zu ...Gib mir den Rest!


bobrowski

Von der Beförderung der schönen Literatur und des schönen Trinkens

Der Dichter Johannes Bobrowski. Notiz zur Biographie. (Teil 2) Bobrowski war „nicht besonders groß, aber breit und gewichtig – 196 Pfund; ich erinnere mich daran, weil er einmal ausführlich erörterte, wie die vier auf die zwei Zentner ausstehenden Pfunde wohl zu erwerben seien. Dabei war er beweglich, ging schnell, bevorzugte Anzüge von väterlich bequemem Schnitt, in denen er förmlich turnen konnte“, erinnerte sich der Verleger Klaus ...Gib mir den Rest!


bobrowski

…Küsten der Finsternis… darüber die Feuer der Sterne

Der Dichter Johannes Bobrowski. Notizen zur Biographie. (Teil 1) Bobrowski: „Zu schreiben habe ich begonnen am Ilmensee 1941, über russische Landschaft, aber als Fremder, als Deutscher … Ich stamme aus einer Gegend, in der die Deutschen mit ihren Nachbarn durcheinander und miteinander gelebt haben … Ich habe dort das noch vor Augen geführt bekommen, was ich historisch von der Auseinandersetzung des Deutschen Ritterordens mit den Völkern ...Gib mir den Rest!


Sonnenvogel

Eine Passage zu Henning Hermann Robert Karl von Tresckow Der Legende nach kamen sie aus Sachsen, das Burglehn Tresckow bei Belgern war ihr erstes Eigen. Im November 1336: Hinricus Treskowe auf Buckow, die erste urkundliche Erwähnung der Familie im Brandenburgischen. Das Stammhaus der von Tresckow im Ruppiner Land ist heute ein Ortsteil der Stadt Neuruppin. Als Herren saßen sie viele hundert Jahre auf Schlagenthin und Wusterwitz, ...Gib mir den Rest!


Wem gehört die Welt?

An der Großen Krampe liegt Kuhle Wampe. Die Große Krampe ist eine lang gezogene Bucht der Dahme nahe Müggelheim. Der Zeltplatz am Ufer der Großen Krampe trägt den Namen Kuhle Wampe. Einen Zeltplatz gibt es dort seit beinahe 100 Jahren. Bereits um 1920 übernahmen Köpenicker Naturfreunde zwei ausgediente und noch heute erhaltene Fischerhütten an der Großen Krampe, bauten diese zu einem beliebten Wanderstützpunkt aus, so ...Gib mir den Rest!


Picknick am Wegesrand

Dass der Berliner Südosten eine beliebte Ausflugsgegend ist, wussten offenbar schon die alten Germanen. Jedenfalls, wenn man dem Landschaftsmaler Carl Blechen Glauben schenken darf. Der verkannte Malerfürst ließ bereits den Stamm der Semnonen (die späteren Schwaben!) am Müggelgestade Rast einlegen… „Eine an sich unerfreuliche Gegend in das Gebiet schauerlicher Romantik“ erhoben zu haben, lobte der Kommentartor der Vossischen Zeitung, was sein späterer Kollege mit den Worten ...Gib mir den Rest!


Her die Hände! – Zur Gründung der SED vor 70 Jahren.

Wer im momentanen Zustand der SPD ein Desaster erkennt, wer die Befürchtung trägt, die Partei im Taumel von einer Wahlniederlage zur nächsten im Chaos versinken zu sehen, dessen Hoffnung könnte ein Blick in die Geschichte sein. Denn vor 70 Jahren wurde die Partei schon einmal beinahe abgeschafft. Und das Ende vom beinahe Ende endete im Chaos - und in der Auferstehung der alten Volkspartei SPD. Die ...Gib mir den Rest!


Villa Charlotte. Das Gutshaus in Mahlsdorf.

Kurfürstlicher Herrensitz und Hurenstube. Es fehlen die großen Namen. Kein von Itzenplitz und kein von Bredow, hier saß kein Barfus, kein Putlitz und kein Zieten. Es mag gegen Anfang des Jahres 1345 gewesen sein, dass der Ritter Thyle Ryteling den Ort Malterstorp auf dem Barnim an den Ritter Otto von Kethelitz verkauft hat. Am 25. Januar 1345 bestätigte der damalige brandenburgische Markgraf Ludwig diesen Handel in ...Gib mir den Rest!


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