Wenn ich zum Augenblicke sage …

schachMa meint, es wäre an der Zeit, mal wieder die Omi in Vitte zu besuchen. Ich stimme begeistert zu. Die Omi ist erstens die Allerbeste und Allerliebste – sie ist noch dazu die einzige aus unserer Familie, die gegen Pa im Schach gewinnen kann, und das nicht etwa, weil er sie lässt, sondern weil sie so gut ist. Omi wird übermorgen immerhin 82. Wir können sie nach unserer Ankunft gerade noch davon abhalten, Lilo, eines ihrer geliebten Hühner, zu schlachten. Dabei haben wir Verpflegung für halb Hiddensee eingepackt! Omi ist froh – aber erst recht Lilo, die legt aufgeregt ein Ei und versucht sich dann mit Piepsi, unserem Kater, anzufreunden. Der reagiert ziemlich genervt und verschwindet heftig fauchend im Sanddorn. Puh und ich bestehen auf eine Partie mit Omi. „Kommt doch erst mal an!“, meint Omi, packt den Picknickkorb, nötigt uns auf die Fahrräder, und bald sind wir direkt auf der Wiese unter dem Leuchtturm. Ma und Pa schwafeln etwas von „Augenblicke, die man nie vergisst …“, während Omi endlich mit ihren sogenannten Lieblingsenkeln Schach spielt. Wir fühlen uns geehrt. Natürlich wissen wir, ihre einzigen Enkel, dass wir gegen die ehemalige Melbourner Meisterin einen schweren Stand haben werden. Aber wir halten uns gut und glauben in der Diagrammstellung mit der Dame gegen ihre zwei Türme bestehen zu können! Omi schmunzelt nur, als wir ihr Remis anbieten, sagt dann aber: „Wenn ihr rauskriegt, wie Weiß am Zuge gewinnt, habt ihr euch Remis verdient.“ Dann trinkt sie mit Ma und Pa einen selbst gebrannten Sanddorn-Likör, während wir – und jetzt auch ihr – schwitzend nach der Lösung des Problems suchen. Liebe Grüße Clarissa
Schachecke

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