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AUFGESTANDEN IST ER, WELCHER LANGE SCHLIEF (Der Krieg, 1911, Georg Heym)

06. Februar um 19:30

Eine Spurensuche auf dem Minenfeld der Sprache von und mit Sigrid Grajek & Jens-Karsten Stoll

Krieg als Mittel der Politik erfreut sich in jüngeren Zeit erschreckend wachsenden Zuspruchs. Nach 80 Jahren Frieden in unseren europäischen Breiten scheinen die Erinnerungen an die Schrecken und Folgen von kriegerischen Auseinandersetzungen verblasst zu sein. Kriegsrhetorik wird zur neuen Normalität.

Wird uns der Frieden in der Demokratie zu langweilig? Feiert die Lust auf Blutbad und Weltenbruch fröhliche Urständ? Ist und bleibt der Mensch ein kriegerisches Wesen?

Wir gehen auf literarische Spurensuche zum Beginn des letzten Jahrhunderts, als nach langer Friedenszeit ein Krieg von nicht wenigen lyrisch nahezu herbeigesehnt wurde. Als er dann da war, wurde er von vielen enthusiastisch begrüßt und gefeiert. Jedoch sah die Realität der Schützengräben anders aus als gedacht. Und nach den Jubelgesängen kamen die Totenklagen.

»Nirgendwo glaubt man so inbrünstig wie in Deutschland an den Krieg als vornehmstes politisches Mittel. Nirgendwo ist man eher geneigt, über seine Schrecken hinwegzusehen und seine Folgen zu mißachten. Nirgendwo setzt man Friedensliebe so gedankenlos persönlicher Feigheit gleich.« Karl von Ossietzky

Sigrid Grajek ist singende Schauspielerin, Kabarettistin und Moderatorin. Mit ihren musikalisch-literarischen Programmen u.a.Claire Waldoff: Ich will aber gerade vom Leben singen…und BERLIN: Die 1920er – Eine Stadt im Taumel beleuchtet sie seit vielen Jahren die Weimarer Republik und Berlin mit Liedern und Texten aus den Jahren 1918 bis 1933.

Jens-Karsten Stoll ist Musiker und Komponist. Als musikalischer Leiter und Komponist war er für Theaterproduktionen u.a. am Berliner Ensemble, Deutschen Theater Berlin und am Schauspielhaus Hamburg tätig. Mit dem Kabarettisten und Regisseur Rainald Grebe arbeitet er seit 2008 zusammen, mit der Schauspielerin Nina Petri seit 2011. Seine Kunst führte ihn u.a. nach Mexiko-City, Bangkok, Hongkong, Washington, Abidjan und Taschkent.

Das Theater ist ab 18:30 Uhr geöffnet.

Veranstaltungsort

Theater Ost
Moritz-Seeler-Str. 1
Berlin, 12489
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Telefon
030 23934579
http://theater-ost.de

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