Brüder und Schwestern
23. Juni um 19:00
Dokumentarfilm von Pavel Schnabel, Deutschland 1991.
Filmvortrag von Irina Vogt.
Den ProtagonistInnen von „Brüder und Schwestern“ begegnete Pavel Schnabel 1988, als er im Auftrag des Südwestfunks im geteilten Deutschland eine Reportage über die Städtepartnerschaft von Trier und Weimar drehte. Das DDR-Fernsehen hatte diese durch „Produktionshelfer“ als linientreue „Musterbürger“ ausgesucht. Nur ein Jahr danach kam der Mauerfall und Schnabel drehte erneut mit denselben ProtagonistInnen. Der Film benutzt altes wie (damals) neues Filmmaterial und erzeugt mittels einer pointierten Parallelmontage ein herausragendes Zeitdokument zwischen Aufschwung und Ohnmacht.
