Sechs Fragen an Ellen Haußdörfer

Die direkt gewählte Treptow-Köpenicker Abgeordnete im Schnellcheck
Im Februar 2023 wird voraussichtlich die missglückte Berlinwahl vom September 2021 wiederholt. Wir haben die amtierende und direkt gewählte Abgeordnete Ellen Haußdörfer auf nicht mal halber Strecke nach ihrer Sicht auf die Dinge und ein Mood-Selfie zur Situation gefragt.
Ellen Haußdörfer mit Franziska Giffey
Moodselfie von Ellen Haußdörfer
  Wie sehr von 1 – 10 nervt Dich die Wahlwiederholung und warum? Ich akzeptiere ein rechtmäßiges Urteil des Berliner Verfassungsgerichtes. Viele Bürgerinnen und Bürger, die ich im Wahlkreis treffe, verstehen jedoch nicht, warum auch in Treptow-Köpenick nachgewählt werden sollte, wenn es keine beanstandeten Wahllokale gibt und die Wahl rechtmäßig erfolgt ist. Wir leben in stürmischen Zeiten und müssen gerade jetzt zusammenhalten. Durch die rechtlich unsichere Situation bleiben beispielsweise leider auch wichtige Gesetzesvorhaben, aber auch Arbeiten für den nächsten Landeshaushalt zeitlich liegen. Das ist vielen Menschen nur schwer vermittelbar. Hast Du noch Wahlmaterial von 2021 übrig oder startest Du mit einem neuen Slogan? Es ist meine Aufgabe als Abgeordnete, die Menschen in Berlin sicher durch die Krise zu bringen. Und das geht nur mit sozialer Politik. Ich arbeite für ein soziales, sicheres und demokratisches Berlin, das allen Menschen eine gute Zukunft bietet. Das ist meine #Herzenssache für meinen Wahlkreis in Adlershof und Altglienicke, für meinen Bezirk Treptow-Köpenick und für alle Berlinerinnen und Berliner. Wie motivierst Du Dich, um zum zweiten Mal in das gleiche Rennen zu gehen? Es war und ist mir eine große Ehre und Verpflichtung zugleich, mich für die Bürgerinnen und Bürger in Adlershof und Altglienicke einzusetzen und auch die parlamentarische Arbeit im Berliner Abgeordnetenhaus voran zu treiben. Ich habe noch lange nicht alle meine Ideen und Lösungen für die derzeitigen Herausforderungen einbringen und realisieren können, sodass jeder Tag im Mandat mir ein Anreiz ist, das Beste für alle herauszuholen – völlig unabhängig von einer etwaigen Nachwahl. Laut rbb muss Berlin mit 39 Millionen Euro für die Wiederholung rechnen. An welcher Stelle könnte man diese Summe aus deiner Sicht besser einsetzen? Demokratie muss es uns wert sein, Investitionen zu tätigen und reibungslose Abläufe zu gewährleisten, deshalb stellt sich diese Frage nicht. Jedoch müssen bei einer Winterwahl verstärkte Anreize wie ein erhöhtes Erfrischungsgeld und noch mehr Wahlhelfer*innen (2021 ca. 34.000 für ganz Berlin) erfolgen bei einer deutlich geringeren Vorbereitungszeit, da vor einer planmäßigen Wahl mindestens ein Jahr vorher mit der Planung begonnen wird. Welche Energiesparmaßnahmen hast Du für den kommenden Winter bei Dir zu Hause geplant? Wer die Raumtemperatur um 2 Grad senkt, spart schon einmal ca. 12 Prozent der Heizkosten. Deshalb entlüfte ich regelmäßig die Heizkörper, stelle die Temperatur nach der Raumnutzung (Schlafzimmer Stufe 2 und Wohnzimmer bspw. auf Stufe 3, was ca. 19 Grad sind) und habe Sofa und Kommode von den Heizkörpern weggerückt, sodass die Heizluft frei zirkulieren kann. Eine Schnellberatung durch die Verbraucherzentrale so wie es bspw. in Altglienicke angeboten wird, zeigt weitere Energieeinsparmöglichkeiten auf. Bis zum voraussichtlichen Wahltermin, aber erst recht danach bin ich hier erreichbar: In meinem Wahlkreisbüro Am Falkenberg 117 in 12524 Berlin (Telefon 030-4992 2651), per E-Mail, per Handy: 0172-3876860 sowie bei meinen Terminen in Adlershof und Altglienicke und in den sozialen Medien: Instagram  und Facebook

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