Sechs Fragen an Tom Schreiber

Der Treptow-Köpenicker Abgeordnete im Schnellcheck

Im Februar 2023 wird voraussichtlich die missglückte Berlinwahl vom September 2021 wiederholt. Wir haben den amtierenden Abgeordneten, Tom Schreiber, auf nicht mal halber Strecke nach Ihrer Sicht auf die Dinge und ein Mood-Selfie zur Situation gefragt.
© Tom Schreiber

 

Wie sehr von 1 – 10 nervt Dich die Wahlwiederholung und warum?
Eine mögliche Wahlwiederholung nervt mich nicht, aber die offensichtlichen Pannen bei der Wahl vom 26.09.2021 ärgern natürlich gewaltig. Wir sind in der SPD-Fraktion und in der Koalition mittendrin unseren Koalitionsvertrag umzusetzen. Eine Wahlwiederholung bringt daher vor allem große zeitliche Herausforderungen mit sich. Insbesondere, wo es derzeit um die konkreten Entlastungen der Bürgerinnen und Bürger in der Energiekrise wegen des völkerrechtswidrigen Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine geht.

Hast Du noch Wahlmaterial von 2021 übrig oder startest Du mit einem neuen Slogan?
Die Ziele und das Programm der Berlin SPD bleiben selbstverständlich bestehen. Der Koalitionsvertrag im Land Berlin gilt und ist auf eine Legislaturperiode bis 2026 angelegt. Nun haben wir aber natürlich auch schon ein Jahr gearbeitet, haben den Doppelhaushalt 2022/23 auf die Beine gestellt. Aktuell befassen wir uns natürlich sehr viel mit den Auswirkungen des schrecklichen Krieges in der Ukraine. Für mich im Blickpunkt stehen ohne Wenn und Aber die Entlastungspakete des Bundes (mind. 300 Mrd. Euro) und des Landes Berlin (mind. 2,8 Mrd. Euro) für die Bürgerinnen und Bürger. Unabhängig davon werden in einem anstehenden, kurzen Wahlkampf die Positionen der Parteien öffentlich deutlich gemacht und die Menschen informiert werden.

Wie motivierst Du Dich, um zum zweiten Mal in das gleiche Rennen zu gehen?
Es gibt weiterhin genug zu tun. Für meinen Wahlkreis in Köpenick bedeutet das: Schulbau und Schulsanierung voranbringen, Wohnungsneubau und Mobilität und Verkehr für wachsende Kieze bedenken und mein Herzensthema bleibt der Neubau der Feuerwache in Müggelheim ab 2024 sowie die Sanierung der älteren Wachen und Wehren. Meine Motivation ist es, sichere und lebenswerte Kieze für die Menschen in Köpenick mitzugestalten. Dabei kommt es darauf an, bodenständig zu bleiben, an pragmatischen Lösungen orientiert zu sein und auch weiterhin für die Anliegen aus den Kiezen zu kämpfen.

Laut rbb muss Berlin mit 39 Millionen Euro für die Wiederholung rechnen. An welcher Stelle könnte man diese Summe aus deiner Sicht besser einsetzen?
Diese Mittel könnten an vielen Stellen besser eingesetzt werden. Bei der Schulsanierung, beim Wohnungsneubau und den Bürgerämtern. Oder wenn ich an meinen fachpolitischen Schwerpunkt denke: Bei der Ausstattung von Polizei und Feuerwehr. Klar ist aber auch: Die ordnungsgemäße Durchführung einer Wahl ist in einer Demokratie das A und O. Dafür muss das Geld im Land Berlin vorhanden sein.

Welche Energiesparmaßnahmen hast Du für den kommenden Winter bei Dir zu Hause geplant?
Das Energiesparen ist sinnvoll und richtig. Dass derzeit Vertreterinnen und Vertreter aus der Politik mit guten Tipps um die Ecke kommen, empfinde ich aber als etwas wohlfeil. Ja, natürlich tausche ich mich hierzu auch mit der Familie und Freunden aus und hadere damit die Heizung anzustellen. Die derzeitigen Kostensteigerungen und auch Energiesparmaßnahmen mittlerweile sind hinlänglich bekannt und sollten individuell umgesetzt werden.

Bis zum voraussichtlichen Wahltermin aber erst recht danach bin ich hier erreichbar:
Mein Kiezbüro in der Wendenschloßstraße 137 in Köpenick hat sich in den letzten Jahren als Ort des Dialogs für die Menschen in meinem Wahlkreis etabliert. Mein Team und ich sind gut mit den Menschen und Akteuren vor Ort vernetzt und stehen in regem Austausch miteinander. Ich wünsche mir sehr, dass dieses besondere Angebot auch nach einer Wahlwiederholung Bestand haben und der direkte Dialog fortgesetzt wird.


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