Nahweh…

Alle träumen immer vom Urlaub Auch ich träume oft davon. Ist ja auch die schönste Zeit im Jahr, ganz gleich zu welcher Jahreszeit. Seele baumeln lassen, mal ein Buch lesen, eine andere Sprache hören oder einfach nur in fremder Währung die Sau raus lassen. Reise Reise. Dieses Fernweh mag die hohe Taxidichte an den Bahnhöfen […]

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Punching Ball – Taxifahren mit Kaninchen

Bildquelle: Nick van Dijk Das Schöne am Taxifahren ist, man kommt viel rum und trifft selten zweimal auf die gleichen Leute. Das ist manchmal gut, manchmal schade. Man spürt es gleich nach dem Einsteigen, wer wäre Freund, wem öffnete man lieber nicht die Tür oder ließe sich von der Vorzimmerdame verleugnen. Der werte Leser ahnt […]

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Konnopke hat verschlafen

Taxifahren in Kreuzberg Wenn die Katze im Sack ist und noch Platz auf der Feierabenduhr, dann treibt mich die Lust an der Faulheit auch schon mal an den Taxistand Yorckstraße / Ecke Mehringdamm. Man kommt von dort in alle Richtungen, es ist nicht weit nach Mitte, Tempelhof, Schöneberg und auch Neukölln ist beinahe fußläufig, man […]

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Der Hackesche Markt

Zwischen Eruption und Erektion – Taxifahren am Hackeschen Markt Irgendwo muß man ja stehen und auf Fahrgäste warten. Ich steh am liebsten da, wo mich möglichst viele Leute rumstehen sehen, damit die mich dann auch wirklich fragen können: Sagen Sie, lohnt sich das denn, Taxi-fahren? Nee, antworte ich dann, ich mach das hier nur ehrenamtlich. […]

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Feste Feiern – Nachruf auf das Stadtteilfest

Berlin feiert gern und das auffällig und ausgiebig. So ist das auch in Oberschöneweide. Allerdings weniger auffällig, ausgiebig dafür der Alkoholkonsum: Einmal im Jahr lädt der Ort offiziell zum Feiern. Anfang September findet in Schöneweide mit beständiger Beharrlichkeit das Stadtteilfest statt. Seine Wurzeln hat diese beliebte Kiezsause im noch sozialistisch verordneten und von Einheitspartei und […]

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Der Dritte im Bunde

Um Bundesallee und Bundesplatz Mitte der 90er Jahre hatte ich mal Probleme mit der Verwaltung. Ein Schreiben, vom Postmann persönlich übergeben, forderte mich auf, persönlich vorstellig zu werden und zu irgendetwas Stellung zu nehmen. Sitz der entsprechenden Behörde: in der Bundesallee. Ich war beeindruckt. Bundesallee: Das klang sehr offi ziell, das klang nach Größe, Format. […]

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Der Ostbahnhof

Endstation ApokalypseAn Namenswechsel hat sich der Berliner gewöhnt. In der Wendezeit trennte sich der Berliner Stadtplan einigerorts von sozialistischen Altlasten und so weiter. Und doch setzt ein Ort in Berlin in diesem Spielchen Maßstäbe: der Ostbahnhof. Einst Frankfurter Bahnhof, dann Schlesischer Bahnhof, dann Ostbahnhof, dann alter Ostbahnhof, endlich, zur 750 Jahrfeier – Hurra – Hauptbahnhof. […]

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be berlin

Nun ist es also raus. Der Chef ist eine alte Petze. Und ich bin Taxifahrer. Wenigstens müssen mir skeptische Leser nun Glauben schenken, denn über was ich schrieb, da weiß ich Bescheid. Weil ich schon da war. Aber ganz so einfach ist nun wieder auch nicht. Wer schon einmal bei Dunkelheit in Berlin im Taxi […]

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50 Exemplare und ein bisschen Pustekuchen

Hübsche Zahl, die 50. Und sonst? „Rin“, schrieb schon Ludwig XVI. am 14. Juli in sein Tagebuch. Und ich? Ich erwache wie aus dem Dunstnebel und riskiere einen Blick auf meinen Wecker, das heißt, würde ich, aber ich habe das letzte bimmelnde Exemplar gegen die Wand geworfen, als es begann, seiner Bestimmung nachzugehen. Ich lüfte […]

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Lasst uns froh und nie mehr nüchtern sein

„Weihnachtliches Flair mit spektakulären Erlebnisangeboten“ Sie sind zahlreich. Sie kommen über Nacht. Sie breiten sich aus wie ein Magengeschwür. Sie zehren an der Würde ihrer Umgebung wie ein Aderlass am Wohlbefinden des von der Syphillis geplagten Fürsten und scheinen so unvermeidbar wie ein Hundefurz: die Berliner Weihnachtsmärkte. Natürlich gewachsen aus dem Wintermarkt, bei dem Händler […]

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Dafür hamse Jeld

…das Festival der Lichter Berlin ist Pleite und sexy, aber Pleite. Und der Bürgermeister ist gut so, trotz Pleite. Und die neue Mitte ist der alte Alex. Und hier passieren täglich x- Hunderttausende das Forum Hotel statt Berlin und Berlin ist pleite und sexy. Neulich nachts um 3 war es genauso voll auf den Straßen […]

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Breitscheidplatz

Das andere Zentrum Wenn im beschaulichen Köpenick die Gedanken im Kopf mehr Raum benötigen, dann muss man mal raus. Einfach den Kram liegen lassen, für Zwei-dreißig bei Deutschlands pünktlichsten Reiseveranstalter einchecken und dann mal schauen, was einem die Berliner S-Bahn als Ziel anbietet. In meinem Falle spülte mich der Arbeitercontainer an einem sonnigen Spätsommernachmittag am […]

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Tehjel

An der Stelle noch mal meinen herzlichen Glückwunsch an das Traumpaar aus Köpenick… besonderen Gruß auch an den schwitzenden Trauzeugen im Präsent 20 und all die vielen Gratulanten. Weil ein Großteil der bei der Hochzeit Anwesenden jetzt Müggelseeanwohner sind, die montags statt auf dem Markt zu demonstrieren ihren Geschäfte nachgehen und nach getahener Arbeit erledigt […]

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Hype, no way

Hätte mich einer vor 15 Jahren gefragt: „Wo bitte ist die Simon-Dach-Straße?“, wäre die Antwort gewesen: In Guben gibt‘s eine Plattenbau-Siedlung, da heißen die alle so. Gottfried- Keller-Promenade, Jakob-Vierwand- Gang und Fundament allee Heute fragt keiner mehr nach, der Hipster hackt es in sein I-Phone, bei Twitter 19,763 Mio Aufrufe. I like. Montagabend, Juni 2011, […]

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Länger wie mein Urlaub

Schwer verhängt ein grauer Wolkenteppich den Himmel über Berlin, Blitze zucken, Donner grollen. Trübsalend bläst eisiger Wind und peitscht einen kalten Regen über die ausgetretenen Gehwegplatten. Verhalten ziehen Fahrzeuge in monotonem Tempo ihre Bahnen stadteinwärts, stadtauswärts. Niemand außer mir unterwegs zu dieser Zeit. Herbert, der Orkan, hatte leichtes Spiel mit meinem Schirm und so trabe […]

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Viel Lärm um viel Glück

Bruno Taut war ein großer Mann. Er war seiner Zeit weit voraus, denn er maß schon im zarten Alter von 3 Jahren 1m22x 47cm. Bruno war in seinen Leben nie am Meer, er kannte keine Kleckerburgen. Früh schon spielt das hochbegabte Kind mit hölzernen Bauklötzen und stand oft vor dem Problem, das jeder ordentliche Junge […]

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Vergangenes mit ohne Zukunft

Was, zur Hölle, könnte einem Spaziergänger als Anlass dienen, einen Nachmittag in Adlershof zu verbringen? Die Bummelmeile? Die großzügigen Parkanlagen, die gut erschlossenen Wanderwege oder vielleicht die Sehenswürdigkeiten in Hülle und Fülle. Nein, damit trotzt dieser Kiez einem wahrlich keinen Respekt ab. Die Erinnerung vielleicht; einst saß ich auf einer Parkbank im Schatten des Testbildes, […]

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Grüner als grün

Das Karlshorst des Westens: Berlin Dahlem Warum in die Ferne schweifen, liegt das Gute doch so nahe… Hu?bsch haben wir es hier, so das Fazit und ergo verweilt die Schönheit fremder Orte oft im Verborgenen, denn unsereins frönt im Allgemeinen der Gewohnheit, vor der eigenen Haustu?r zu spazieren und tendiert recht einheitlich zu der Aussage, […]

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Nichts ist die Hölle

Neulich abends, so gegen Viertel vor 2 verspürte ich starken Drang nach Abwechselung vom besinnlichen, drögen Köpenick, entsicherte mein Fahrrad und auf ging es gen Norden, wo der Herr Kultur und Amsement in Hülle und Fülle versprach. Ich peitschte den Drahtigen auf heißen Reifen die Rummelsburger Landstraße hinauf, die Ampel am Blockdammweg zeigte rot und […]

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Ich nix verstehn… ich Karlshorst

Im Viertel nördlich der Wuhlheide war das früher mal eine erhabene Antwort auf eine Vielzahl von Fragen wie zum Beispiel auf die nach der Uhrzeit. Seit Marschall Schukow und seine Kampfgenossen im Siegesrausch im Frühjahr ‘45 dieses Viertel zu ihrem persönlichen Hauptquartier erkoren, prägte der Abdruck des russischen Soldatenstiefels lange Zeit dieses Quartier. Dabei bewiesen […]

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Broken Glass

Auf der Suche nach Köpenicker Spektakularitäten raste ich bei einer Schale heißer chilischarfer Thai-Suppe in der Suppenbar meines Freundes Langelüttich am Rathenauplatz im schönen Weide. Aus einer Plauderei beginnt er eine Erzählung über den Großvater, der bis zum Eintreffen der Russen im April 1945 Generaldirektor der Spindlerschen Wäschereibetriebe war, deren Gründer, Wilhelm Spindler seiner, namensgebend […]

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Bezwingbar

Die Köpenicker Bahnhofstraße Es ist geschafft, der Tag ist gekommen und nun wird es sein. Was ich in jahrelanger, effizienter Vorbereitung plante, wird nun endlich in die Tat umgesetzt. Ich bin es schuldig, meinem inbrünstig verehrten Herrn Chefredakteur, der mir mitteilte, dass es bei der Sache auch um die Bewältigung eines seiner Kindheitstraumata geht, sowie […]

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