Der Künstler Knut Winzker

Gingen andere Fußball spielen oder zum Eishockey, so fand man mich eher im Kinderzimmer damals in Weißwasser. Ich zeichnete, klebte aus penibel in Kästen gesammelten Papierschnipseln von Illustrierten Bilder und Geschichten zusammen. Es entstanden Kulissen für kleine Super 8-Filme mit Haupthelden aus Knete geformt.“ Alles andere, was Knut Winzker – Jahrgang 1970 – weiter berichtet, deutet auf einen Menschen, der Zufriedenheit findet, wenn etwas entsteht, an dem er maßgeblich beteiligt ist. So richtete er damals bei der HO Werbeabteilung leidenschaftlich gern Fenster ein. „War das Aussehen der Produkte noch so blass und uninteressant, entstand in der Masse, in der Anordnung eine neue Qualität, die mich faszinierte.

Als Art Director arbeitete er später in einer Münchner Agentur, die sich in Berlin eine Depandance leisten wollte und nie dort ankam. Er und seine Familie schon – als home-office dieser Agentur arbeitete er hier noch 3 Jahre, bis wieder mal eine Krise (IT) schuld dran war, den Weg in die Selbstständigkeit zu wagen. SELBST und STÄNDIG und das alles von zu Hause aus. Mit Kind 3 und 4 erreichte die Kunst der Selbstdisziplin ihren Höhepunkt. Leben und Arbeit vermischen sich so, dass immer alles möglich sein muss. Diese Holzschnitte entstanden als Kalenderprojekte unter ehemaligen Studenten zwischen Werbeaufträgen, Kinder wegbringen mit anschließendem Wocheneinkauf.
Das Maulbeerblatt sagt „Chapeau – so weitermachen!