Hexenjagd (Schwarz am Zuge)

Da ist es wieder, dieses schillernde weiße Gesicht mit den tief liegenden, giftgru?nen Augen und der riesigen, blau schimmernden Hakennase. Die Spinnenarme greifen nach mir, ich reiße mich los und renne so schnell ich kann u?ber den schmierigen Moorboden, immer in Furcht, plötzlich und fu?r immer im Moor zu versinken. Hinter mir keucht die schreckliche Gestalt und versucht mich zu halten. Der Abstand wird immer kleiner, die Kräfte verlassen mich. Sie kommt näher und näher. Ich kann schon den schwefligen Atem an meinem Nacken spu?ren. In meiner grenzenlosen Angst rufe ich die einzige Göttin, die ich kenne, um Hilfe an:

Caissa“, kreische ich mit letzter Kraft, „Caissa, hilf mir!“ und mit ersterbender Stimme: „Ich werde dir immer eine treue Dienerin sein!“ „Dreh dich um, und stell dich der grausamen Hexe!“ klingt es drängend aus den lichten Nebelschwaden. Ich fahre herum, und aus dem modrigem Grund taucht mit einem feuchten Blub ein Schachbrett auf. In der Stellung erkenne ich die Hexe, gefangen in der weißen Dame. „Besiegen musst du sie selbst!“ höre ich noch, und erwache schweißgebadet. Puh findet es komisch, dass ich sogar im Traum von der Göttin des Schachspiels rede, aber was weiß der schon. Ma bringt mir fiebersenkenden Tee und Puh fragt mich, ob ich die Schachaufgabe, die er mir gestern gebracht hat, schon gelöst habe. Ich schaue aufs Brett. Da ist sie wieder, diese Stellung, aber die Dame sieht schon nicht mehr so schrecklich aus. Kann ich die weiße Hexe besiegen? Wer weiß was?