schachDer Wald ist eklig nass. Es nieselt. Graue Nebelschwaden hängen in den tropfenden Baumwipfeln. Es wäre wirklich an der Zeit, diesen tru?ben, ungemu?tlichen Ort zu verlassen, um am heimischen Herd ein Partiechen zu spielen. Aber Ma sagt: „Bevor wir nicht wenigstens eine schöne Pilzmahlzeit zusammen haben, gehts nicht nach Hause!“ Wir sind eifrig. Puh findet einen großen Pilz, der nur schwer rauszudrehen ist, weil seine unsichtbaren Wurzelfäden fest mit dem fetten Moos verbunden sind. Weil er so schön forsch aussieht, nennen wir ihn Westerwelle und bringen ihn stolz zu Ma.

Die lacht nur! Mit den Worten „Dieser ungenießbare Bitterling kommt mir nicht in den Korb!“ raubt sie uns jede Hoffnung auf baldige Heimfahrt. Wir werden hektisch. Und wirklich, Puh findet einen riesigen Pilz, bestimmt so anderthalb Kilo schwer. Wir wissen, dass man ihn essen kann. Es ist eine sogenannte „Krause Klucke“ oder auch „Fette Henne“. Um Ma bloß nicht zu verstimmen, verkneifen wir uns eine naheliegende Namensgebung. Ma sieht sich den Pilz genau an, dann winkt sie ab und sagt: „Seht ihr nicht, dass dieser Pilz schon lange seinen Zenit u?berschritten hat? Fu?r eine gute Mahlzeit ist er einfach zu alt und zu verdorben! Schmeißt ihn zu Westerwelle! Vielleicht können sie noch gemeinsam ans Moos anwachsen.“ Pa kommt aus der Schonung gekrochen. Er zupft sich die Spinnweben vom Kopf und erlöst uns mit einem Korb voller Pfifferlinge. Zu Hause geht es sofort zur Sache. Ich bin mit Schwarz am Zuge. Puh bietet mir Remis an, was ich sofort ablehne. Was glaubt ihr, wie kann ich gewinnen?

Liebe Gru?ße Clarissa