videonalegirlsZum dritten Mal im Union nach 10 Jahren im Rabu präsentierte Pfeiffer e.V. auch in diesem Jahr das Friedrichshagener Kurzfilmfestival „Videonale“. Sie lebt trotz zunehmender Konkurrenz also immer noch – dank der hartnäckigen Arbeit vor allem von Frank Lützkendorf und Frank Odening.
In diesem Jahr wurden 17 Beiträge unterschiedlichsten Niveaus der verschiedensten Genres eingereicht. Der Publikumspreis ging an eine Reportage: „Biketrail – Faszination einer Sportart“ von Marcus Gelhard. Ganz unspektakulär, ganz ohne Angeberei und Szene-Getue und dabei handwerklich sicher gemacht hob sich dieser 7-Minuten-Film wohltuend ab von verwandten Kurzfilmen der Biker- und Skater-Szene der letzten Jahre. Der Jurypreis ging an „What`s secret“ von Dagmar Kabus. Eigentlich als eine Art Werbetrailer für ein Hotel in der Innenstadt gedacht, wurde es ein gut, temporeich und sehr filmisch erzähltes Kunststückchen. Eine Putzfrau ist Spannerin an den Flurzimmertüren, und wir bekommen mit ihr eine schön-bizarren Einblick in die unglaubliche Vielfalt menschlicher Existenzen.
Unbedingt erwähnt werden sollte noch die menschlich und filmisch anrührende Hommage an das Union-Kino: „Zwischen Hollywood und Zelluloid“ von dem immer besser werdenden Lukas Nimschek. Außerdem gabs noch viel Ostsee, kleine und witzige Gruseletts, Anti-Mediaspree-Kampffilme und Molotowcoctail-Stummfilm-Piano-Rofl -ei, eine Musikkurzfilm, eine Schleichrittersportanimationsdokusoap, Haiku- und Meditationsfilmlyrik und anderes mehr von Jung wie Alt, von Laie bis Profi. Das Kino war gut gefüllt. Technische Nicklichkeiten gehören wie immer zum Charme der Veranstaltung. Es war kurzweilig und durchaus unterhaltsam. Wünschen wir der Videonale, dass sie weiter Wellen schlägt.