katalin gennburg

Hurra, Berlin ist gar nicht unregierbar! Dies behaupten jedenfalls die Direktkandidaten des Bezirkes, die sich unseren Fragen gestellt haben. Lesen Sie hier in den folgenden Tagen bis zur Wahl exklusiv die ungestanzten Antworten der Bewerber um Ihre Stimme!

Heute: Katalin Gennburg, Die Linke, Wahlkreis 1

Was tun Sie für den Weltfrieden?
Für das bedingungslose Grundeinkommen streiten, Lieben und das Leben lieben, schlaue Papiere schreiben und Antworten auf Fragen geben, die niemand stellt ;-) , darüber diskutieren, was Weltfrieden bedeutet, … Den Kapitalismus kaputtmachen.

Von Berlin wird gesagt, die Stadt sei unregierbar. Sehen Sie das auch so?
Drehen wir den Zusammenhang um: Unregierbarkeit wird hergestellt, wenn Menschen ‚mit aller Macht‘ regieren wollen. Keine Macht für Niemand ist unwahrscheinlich. Alle Macht für alle – das wäre doch ein anzustrebendes Ziel! Wir brauchend dringend eine neue Epoche der Demokratie, denn die Repräsentative Demokratie in ihrer autoritären Form a la CDU & SPD ist am Ende, es braucht umfangreiche Teilhabe für alle und zwar pronto! Das gilt im Bereich Stadtentwicklung in besonderem Maße, als Stadt- und Raumforscherin ist dies mein Themenfeld. Ein Recht auf Stadt für alle zu fordern ist komplex und trivial zugleich; aber grundlegend! Letztlich geht es um die Aneignung von Raum und Zeit und darum, dass jede und jeder teilhaben soll an der Gesellschaft und den Produktionsverhältnissen. Das ist nicht nur der Zeitgeist der Französischen Revolution; wir müssen Zeit und Raum verändern: Arbeits- und Lohnverhältnisse, Ausbildungs- und Bildungsverhältnisse, Geschlechterverhältnisse und Ausbeutungsverhältnisse, dazu gehören Mietsteigerungen genauso wie Integration und Betriebliche Mitbestimmung.

Wenn Sie sich auf ein einziges Thema beschränken müssten: Welches wäre das?
Die Rückübertragung aller Grünflächen (Stadtgrün, Kleingärten, Parks und Grünanlagen) als Gemeingut in BürgerInnenhand.

Mein Wahlplakat trägt den Slogan:
„Mietenwahnsinn stoppen. Stadtgrün schützen.“

Zur Arbeit fahre ich mit…
S- und U-Bahn und Rad

Hertha oder Union?
Sozialismus

Mit den 34 Millionen Euro, die der Nichtbetrieb des BER jeden Monat kostet, würde ich für Treptow-Köpenick lieber …
…die Kinder- und Jugendbildung stärken und die Schulen sanieren, Spielplätze und Jugendclubs, sowie Kinos und die Schwimmhalle in Baume finanzieren. Besser noch: durch den Stopp der A100 kämen noch etliche Millionen dazu und so könnten Radwege& -Parkplätze gebaut, Unterkünfte für Menschen in Wohnnotlagen finanziert und eine Öffi-Flatrate zur entgeldfreien Nutzung des ÖPNV für alle umgesetzt werden.

Außerhalb meines Büros und auch nach der Wahl bin ich für Bürgerinnen und Bürger hier ansprechbar:
katalingennburg@die-linke-berlin.de; Facebook.de/KatalinGennburg


Stefanie Fiebrig

Ein Beitrag von Stefanie Fiebrig

schreibt, fotografiert und designt. Von Zeit zu Zeit hat sie eine Idee. Angeblich war auch schon mal was Gutes dabei! Zitat: „Ich geh jetzt in mein Stadion.“