maulbeerblatt ausgabe 91

ausgabe_91Wenn das redaktionell vorgegebene Thema für die neue Ausgabe „Frauen“ lautet, dann kann es passieren, dass man vor der Textfindung ganz kurz hintereinander „Au weia“, „Hmm“, „Na gut“ und dann „Hoppla“ murmelt. Mir jedenfalls erging es so.

„Au weia“ nämlich, weil da zunächst der absurde Impuls aufkam, irgendetwas über die Gesamtheit aller Frauen zu schreiben, obwohl man die meisten davon doch aber gar nicht kennt. Ein potentielles Himmelfahrtskommando also. Schnelles Umdenken war angesagt, eine Erkenntnis, die von einem gequälten „Hmm“ begleitet wurde.

Was folgte, war das erwähnte „Na gut“, dessen Begleitgedanken sich darum drehte, dann eben einfach ein Loblied auf die zwei wichtigsten Frauen in meinem Leben zu schreiben. Was sie mir wert sind, was sie für mich leisteten und noch immer leisten, wie sie meine Macken und meinen Schabernack ertragen und all das.

Schließlich dann aber doch das finale und alle Pläne über Bord werfende „Hoppla“, als ich bemerkte, dass ich damit kurz davor war, meine Mutter und meine Liebste in einen Topf zu werfen. Und das würde beiden nicht gerecht werden. Außerdem wird bei sowas ja immer schnell geredet. Das wäre unangenehm.

Beiden hier aber immerhin einen lieben Gruß. Einen Gruß auch an alle anderen Frauen: Sicherlich seid ihr auch ganz toll.

Schönen März,
der Maulbeermeia


Der Märzblatt-Frauenausgabetitel mit einer Illustration von der kosmischen Maria Herreros.


Meia

Ein Beitrag von Meia

Sternzeichen Schreibblock, studiert seit mehr als 75 Semestern Allgemeinbildung, ist verliebt in Friedrichshagen und kam wie die Jungfrau zum Blatt. Zitat: „Vielleicht bin ick nich schlau, aba klug bin ick nu ooch wieda nich."