Maulbeerblatt

Das Köpenicker Magazin für Erlesenes

Berlin, Köpenick, Friedrichshagen, Erkner, Schöneweide, Adlershof, Schöneiche, Hirschgarten, Müggelsee

Spannende Lokalnachrichten bieten Information und Reibung, pointierte Kolumnen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Historische Themen stärken die Identität, Veranstaltungstipps und Erlesenes zum Hören, Sehen und Lesen vermitteln Orientierung. Interviews und Porträts geben interessante Einblicke. Entstanden ist das Magazin Maulbeerblatt in Berlin-Friedrichshagen, einem der glamourösen, liebenswerten Randbezirke der Hauptstadt, Teil Köpenicks, mit über 100 Jahren kreativer Vergangenheit von Wilhelm Bölsche über Johannes Bobrowski bis hin zu aktuellen Künstlern wie dem renommierten Regisseur Leander Haußmann. Das künstlerische Netzwerk um die elf62.net Grafik- und Textagentur strickt mit jeder Print- und Onlineausgabe neue Gewänder für das gar nicht graue Großstadtleben. Aus Berlin.

Editorial

Auf Wiedersehen!

Da fliegt mir doch das Blatt weg

Bitte machen Sie es sich bequem und nehmen Sie sich Zeit. Lesen Sie langsam, so langsam Sie nur können. Lassen Sie sich jeden einzelnen im vorliegenden Heft abgedruckten Buchstaben wohl auf der Netzhaut zergehen, denn danach kommt erstmal nichts. Traditionell muss die Dezemberausgabe des Maulbeerblatts immer ein wenig länger vorhalten, da es im Januar keine gibt. Auch in diesem Jahr wird mit dieser Tradition nicht gebrochen, ...Gib mir den Rest!


Michael Hacker

8:43 Uhr

Der Sommerurlaub ist noch gar nicht so lang her, die mit seiner Hilfe erlangte Erholung jedoch beinahe schon hinüber. Es geht halt immer furchtbar schnell, dass der mit Aufgaben vollgestopfte Alltag den kürzlich noch so herrlich aufgefüllten Akku wieder leersaugt. Und schneller als angenommen ist er da: der Wunsch nach einer Auszeit. Wohl dem, der eine solche solide zu planen imstande ist. Nicht jedem allerdings gelingt ...Gib mir den Rest!


Das Cover der Ausgabe #107 gestaltet von Maria Picassó i Piquer

Spuk und Trug

Es sei ja jedem Menschen freigestellt, an paranormale Phänomene zu glauben oder nicht. Ich für meinen Teil glaube: manchmal spukt’s. Vorab: Wenn in den nächsten Wochen Geister, Hexen und fratzengesichtige Kürbisköpfe aus Schaufenstern und Supermarktregalen grinsen und Ende Oktober kleine, gruselig verkleidete Menschen an den Haustüren Süßigkeiten erpressen, handelt es sich zwar schon um einen Spuk, allerdings um einen erwartbaren. Viel schauderhafter sind dagegen Alltagsspuke, die einen ...Gib mir den Rest!


Zwei Hasen fahren mit dem Schneckenauto

Wildes Gewechsel

Diese Assoziation ist aber längst nicht immer korrekt, zumindest nicht im Wortsinn. So ändert sich beim Wildwechsel am Wild selbst nämlich grundsätzlich gar nichts. Ein Reh zum Beispiel, das erfolgreich die Straße überquert, ist auf der anderen Straßenseite niemals plötzlich eine Bache, sondern immer noch ein Reh. Von einer Veränderung am Tier kann man höchstens dann sprechen, wenn es einen schlechten Tag erwischt hat und ...Gib mir den Rest!


Das Cover der 105. Ausgabe Maulbeerblatt mit einer Illustration von Roman Klonek.

Bis zum Horizont

„Wie weit ist es bis zum Horizont?“, fragte einst Knorkator, Deutschlands meiste Band der Welt. Da sie auch Deutschlands schlaueste und serviceorientierteste Band der Welt sind, lieferten sie sowohl den Rechenweg als auch die Antwort gleich mit, und das Ergebnis lautete 4650 m. Kürzlich war ich übermütig und plante, mich nach einer Ewigkeit der Bewegungsabstinenz mal wieder im Laufsport zu üben. Wenigstens einmal bis zum Horizont, ...Gib mir den Rest!


Auf der dunklen Seite des Mondes

Über den Mond

Der Mensch kann ja schon ziemlich unfair sein. Zum Beispiel dem Mond gegenüber, wenn aus dem Frühling der Sommer wird und nur noch über die Sonne geredet wird. Rio Reiser bildete hier 1986 mit seinem Titel „Junimond“ eine rühmliche Ausnahme, vielleicht aber auch nur deshalb, weil „Junisonne“ nicht so recht ins Versmaß passen wollte. So oder so, lang ist’s her. Nicht verwunderlich, dass den Mond das ...Gib mir den Rest!


Der Titel der Maiausgabe #103

Do you wanna Wonnemonat?

Eine alte Bauernregel besagt: „Kaum ist der April vorbei, startet meist der Monat Mai“. Auch in diesem Jahr trifft dies zu. Wenn man also schon Bauernregeln Glauben schenkt, kann man das getrost auch mit dem Volksmund so halten. Und dieser ordnet dem Mai nun mal eine ordentliche Portion an Wonne zu. Der Wonnemonat Mai - was für ein Geschenk. Gäbe es ihn nicht, müssten wir Wonne ...Gib mir den Rest!


Maulbeerblatt 102

Nest & Wärme

Der Frühling, das ist die Zeit, in der die Tage wieder länger und die Ärmel und Hosenbeine wieder kürzer werden, in der an Busch und Baum die Knospen zu sprießen und die Cafébetreiber ihre Außenbestuhlung zu präsentieren beginnen. Und es ist die Zeit der unruhigen Vögel. Überall piept und krächzt es. Das kann man genau so lange ignorieren, bis man das erste Mal darauf achtet. Ab ...Gib mir den Rest!


Ausgabe 101 des Maulbeerblatts

Frühlingszauber

„Veronika“, heißt es im bekannten Schlager, und weiter wird verlautbart, der Lenz, also der Frühling sei da. Das reimt sich natürlich sehr schön, trifft allerdings immer nur in einem kurzen Zeitraum eines jeden Jahres zu. Einer eilig initiierten Umfrage zufolge wird der Frühling von 100 Prozent der Befragten sehr gemocht. Aus Zeitgründen kamen nur vier Umfrageteilnehmer zusammen, nämlich ein Gebüsch, zwei Schmetterlinge und ich, aber das ...Gib mir den Rest!


holob titel gestaltung illustration

Hundert Jahre Maulbeerblatt

Genau genommen 100 Ausgaben, aber da wollen wir mal nicht so kleinlich sein. Im Gegenteil, wir feiern uns gleich zu Jahresbeginn ein breites Grinsen in die Gesichter und laden Sie, liebe Leser, herzlich dazu ein, es uns gleichzutun. Zur besseren Orientierung steht an dieser Stelle ausnahmsweise mal nicht nur Vollquatsch geschrieben, sondern im Wesentlichen eine Art auszugsweiser Ausblick aufs Heft. Und der geht so: Die ...Gib mir den Rest!


« Ältere Einträge |

Maulbeerblatt