Oh, oh, oh!

Wieso nur dieses sphinxhafte Lächeln?
Seit Tagen schon trägt der geliebte Chefredakteur solch ein versonnenes Katzenlächeln auf seinen blauen Lippen. Darob völlig verunsichert überbieten sich Redakteure, Autoren, Liftboys und Chauffeure gegenseitig mit immer ridiküleren Szenarien einer verderbten Zukunft für Verlag und Vaterland.

Doch nicht etwa die unerfreuliche Nachrichtenlage aus der rohen, rauen Welt  (da draußen hinter dem S-Bahnhof Köpenick), noch eiseskalte Stromheizkörper ohne Kabel in den Redaktionsstuben schrecken die desolate Entourage – sondern vielmehr das sphinxhafte Schmunzeln ihres geliebten Chefredakteurs trotz der unabänderlich vorrückenden, gräulichen Jahreszeit.

„Ist er nun endlich völlig übergeschnappt?“ vermuten die Wankelmütigen unter ihnen. „Hat er gar im Lotto gewonnen?“ meinen die Unzuverlässigen derer.

„Alles föllig phalsch!“ lösen die wenigen Wissenden unter ihnen auf: „Der geliebte Chefredakteur hat die Druckfahne der Oktoberausgabe höchstselbst gegengelesen und freut sich nun lediglich auf einen güldenen Oktober voller hochwertiger Veranstaltungen und Ausstellungen im Bezirk, ihr elenden Zweifler!“

„Wahrlich ein guter Grund zu Frohsinn“
findet nun auch die gesamte Maulbär-Redaktion


Maulbeerblatt-Sonderausgabe #117 Editorial

Lichter entzündet, Plätzchen gebacken, Kinder gebadet – liebe Leser, es ist soweit!

Voller Vorfreude und Ehrfurcht sitzen wir wie die Heiligen Drei Könige in der Redaktion und feiern die Ankunft des Lieferwagens,...

maulbeerblatt ausgabe 57 Editorial

Marsmenschen unter dem Fernsehturm!

Auch unser beliebter Berliner Innensenator Frank Henkel steht mittlerweile mit beiden Beinen im Morast dieser ausufernden Staatsaffäre. Nachdem bereits zwei...

maulbeerblatt ausgabe 74 Editorial

Wenn das runde Leder wieder rollt

Es mag verhältnismäßig einfach sein, sich einer Weltmeisterschaft im Badminton oder Bogenschießen zu entziehen. An einer Fußball-Weltmeisterschaft jedoch kommt man...