Orpheus trifft…

Lyrikkreis PVC Poetiva virginum coeli – PVC – Polyvinylchlorid Plaste und Poesie der himmlischen Jungfrauen, das sind die Attribute des Montagslyrikkreises PVC. Er entstand als Interessengemeinschaft lesender Schülerinnen (Welches junge Mann liest schon Lyrik!) und eines sie unterrichtenden Lehrers. Das war 1995. Irgendwann wuchs auch die Lust, Lyrisches öffentlich zu lesen oder gar zu inszenieren. Seitdem gab es Jahr für Jahr eine Inszenierung – frei Erfundenes, Gefundenes, darunter auch Theaterstücke von Strindberg („Der Pelikan“) und Hildesheimer („Die Verspätung“). Mittlerweile ist schon die dritte Generation von Schülern und Interessierten dabei.Zum zweiten Mal hat der Lyrikkreis sich dem Poesiegott Rainer Maria Rilke zugewandt. Zweimal der Versuch, sein äußerst komplexes, ja teilweise hermetisches Spätwerk spielend zu deuten: Die „Duineser Elegien“ vor sechs Jahren und diesmal, im Rahmen von Dichter.dran 2008, die „Sonette an Orpheus“. Aus den insgesamt 55 Sonetten wurden 15 ausgewählt und dazu mit anderen Texten verschnitten, mehr im Sinne einer Erweiterung als einer Erklärung. Da Orpheus ein Musiker war, muss natürlich Musik mit dabei sein. Orpheus kam aus Kleinasien – also können Sie einen Sarsspieler erleben (Ozan Dinc). Dazu freie Improvisationen am E-Bass (Clemens Richter). Mathias Kleinschmidt als Leiter der Truppe hat inszeniert. Olaf Thomsen produziert die Sounds. Termine Samstag, 14.09., 15 Uhr sowie Dienstag und Mittwoch der darauf folgenden Woche, jeweils um 20 Uhr im Alten Ballsaal im Bräustübl, Müggelseedamm 164, 12587 Berlin, Tel. 030 -6455716
Editorial

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