Was macht die Kunst, Uli Mathes?

Das Türchen Nummer 8 des Maulbeerblatt-Künstler-Adventskalenders führt zum Kilimandscharo
Was tun Künstler eigentlich so aus gesellschaftlicher Sicht? Gestalten sie tatkräftig unser aller Leben mit oder sind sie scheue Wesen – verschanzt im Elfenbeinturm? Vermögen sie es tatsächlich, die Gesellschaft zu bewegen? Was können wir von Künstlern über uns und die Zeit erfahren, in der wir leben? Das wollten wir von ihnen selbst wissen und haben deshalb über die vergangenen Monate hinweg 24 bildende Künstler befragt, denen wir im Berliner Südosten begegnet sind. Hinter Türchen Nummer 8 sitzt Uli Mathes.
Der Künstler Uli Mathes in seinem Atelier in der Kulturgießerei in Schöneiche bei Berlin
Foto: Matthias Vorbau
„Künstlerisch angefangen habe ich mit Lyrik. Jetzt arbeite ich vorwiegend mit Naturmaterialien Stein und Holz, gieße aber auch selbst Beton ab oder lasse manchmal auch in Bronze gießen. Dazu kommt Zeichnung und Malerei.  

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  Wenn ich von mir ausgehe, mache ich Kunst, um der Enge zu begegnen. Für mich ist wichtig, Grenzen zu überschreiten, selbstverständlich ohne dabei jemanden zwischenmenschlich zu verletzen. Ich mache Kunst, um einem gewissen Trott entgegenzutreten. Kunst ist also schon für mich selbst wichtig, aber es geht mir schon auch darum, gesellschaftspolitische Akzente zu setzen. 2023 habe ich ein paar Ausstellungen gemacht, die aber nicht so liefen. Es verschiebt sich alles grad ein bisschen. Im Prinzip ist es eine Neuorientierung, die jetzt mit Materialien und bestimmte Projekten bei mir einsetzt. Ganz wichtig dabei: mein Projekt mit den Bahnschwellen aus Ostafrika. Mit der Fotografin Petra Sommer verfolge ich auch noch das Eisberg-Projekt. Gemeinsam haben wir Eiskörper gefertigt und später zum Schmelzen gebracht. Dabei haben wir sie mit Farbe infiziert. Das war interessant zu sehen, wie sich der Virus im Körper ausbreitet und sich zugleich aber dann der Körper wieder selbst reinigt.
Für mich ist es wichtig, Grenzen zu überschreiten.
Zurück zu der Sache mit den beiden Bahnschwellen. Mir schwebt davor, dass die wieder in ihre Heimat zurückkommen. Moshi ist eine Universitätsstadt am Fuße des Kilimandscharo. Dort verlief die Schienenstrecke der deutschen Kolonialisten vom Indischen Ozean zum Viktoriasee. Es gibt aus dieser Zeit auch noch ein altes Bahnhofsgebäude. Das ist zwar noch ganz gut in Schuss, aber da hält kein Zug mehr. Ein Tübinger Verein plant nun, das Bahnhofsgebäude zu einem Museum auszubauen. Ich selbst hatte ohnehin vor, mein Schwellenprojekt dort auszustellen. Und als ich erfuhr, dass die Tübinger dort ein Museum eröffnen wollen, hat es sich natürlich angeboten, mit denen in Kontakt zu treten. Dieses Projekt weiter zu forcieren, ist meine Zielstellung für das Jahr 2024.“


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