Was macht die Kunst, Wolfgang Ramisch?

Das 24. Türchen unseres Künstler-Adventskalenders
»Künstler sind nicht überflüssig, doch Soldaten sind viel wichtiger«, singt Funny van Dannen. Aber was tun Künstler eigentlich so aus gesellschaftlicher Sicht? Gestalten sie tatkräftig unser aller Leben mit oder sind sie scheue Wesen – verschanzt im Elfenbeinturm? Vermögen sie es tatsächlich, die Gesellschaft zu bewegen? Was können wir von Künstlern über uns und die Zeit erfahren, in der wir leben? Und: Was kommt 2024 wohl auf uns zu? Das wollten wir von ihnen selbst wissen und haben deshalb über die vergangenen Monate hinweg 24 bildende Künstler befragt, denen wir im Berliner Südosten begegnet sind. Hinter dem letzten Türchen Nummer 24 treffen wir das Räuchermännchen und den Lebenskünstler Wolfgang Ramisch.
Der Lebenskünstler Wolfgang Ramisch zieht in seinem Friedrichshagener Atelier einen durch
Foto: Sebastian Köpcke

„Kunst? Ohne mich! Ich bin fertig. Ich hab’s geschafft. Ich bin frei. Ich bin zum ersten Mal der Herr über meine Zeit und kann mir den Tag einteilen.

Mit beinahe siebzig gehe ich jetzt in Rente. Die ist winzig, aber ich brauche nicht viel. Die letzten Jahre waren hart, die Corona-Zeit und ein paar persönliche Niederschläge stecken mir noch immer in den Knochen. Ich genieße es, nun einfach mal eine Runde mit dem Hund zu drehen, im Wald, am Wasser, ohne Druck, ohne Zwang.

Und morgen? Morgen male ich natürlich ein neues Bild. Was habt ihr denn gedacht? Frohes Fest!


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