Auf zur Sagenrallye, Teil 1!

Liebe Kinder, dieses Jahr möchten wir Euch aus Euren Zimmern locken, um  gemeinsam mit uns den Bezirk Köpenick zu entdecken. Anhand von Köpenicker Sagen, werden wir Euch in jeder Ausgabe zu einem Ort führen, welcher mit dieser Sage eng verbunden ist. Macht einen schönen Ausflug dorthin und löst die von uns gestellte Aufgabe vor Ort. Und das müsst ihr nicht alleine tun. Nehmt Freunde mit, Eure Eltern oder Oma und Opa. Jeder kann noch etwas dazu lernen und wird so seine Umgebung mit ganz anderen Augen wahrnehmen. Vielleicht lasst ihr Euch die Sage sogar vor Ort vorlesen und versetzt Euch so in eine andere Zeit zurück. Am Ende des Jahres wird es eine Auflösung geben und einen tollen Preis für unsere eifrigsten SAGENrätsler. Es lohnt sich, versprochen!  

Wie Köpenick zu seinem Namen kam

Vor langer Zeit lebte ein sehr alter Fischer in Köpenick. Jeden Tag fuhr er in seinem Boot zum Müggelsee um sein Netze dort auszuwerfen. Eines Tages, der Fischer holte gerade die Netze ein, kam ein Krebs ans Ufer geschwommen. Dieser war so groß, daß eine ganze Familie von ihm satt werden konnte. Und so freute der Fischer sich über diesen tollen Fang. Doch der Krebs war ein verzauberter Prinz und wollte erlöst werden. So sprach er mit menschlicher Stimme zum Fischer: „Ich will Dich zu einem reichen Mann machen, wenn Du mich auf dem ersten Markt jenseits der Spree verkaufst.“ Der Fischer versprach es und freute sich über seinen baldigen Reichtum. Da er jedoch schon sehr alt war und auch sehr vergesslich, fuhr er mit dem Krebs zum ersten Markt diesseits der Spree. Viele Leute interessierten sich dort für das prächtige Tier. Aber jedes Mal wenn es einen Käufer gab rief der Krebs laut: „Köp nich, köp nich!“ (Kauf nicht, kauf nicht!). Das erschreckte die Käufer so sehr, dass ihn nun keiner mehr haben wollte. Da fiel dem alten Fischer wieder ein, was er falsch gemacht hatte. Er fuhr mit seinem Boot zum ersten Markt jenseits der Spree und verkaufte den Krebs bald für viel Geld. Der Prinz jedoch wurde nicht erlöst, da er zuerst auf dem falschen Markt angeboten wurde. Die Rufe des Krebses aber gaben dem Stadtteil seinen Namen: Köpenick. Der erste Rallye-Ausflug führt euch nach Alt-Köpenick. Dort müsst ihr den „Alten Markt“ finden, auf welchem der Fischer seinen Krebs verkaufen wollte. Fragt doch Menschen auf der Straße, wo sich der alte Markt befindet oder schaut genau auf die Straßenschilder. Wenn ihr dort angekommen seid, schaut Euch ein wenig um: hier gibt es ein sehr altes Schmiedehaus, nummerierte Laternen und eine durchsichtige Wand. Ihr werdet auch ein Haus entdecken, welches mit blauen Schriftzügen versehen ist. Sucht hier das Wort mit den meisten Buchstaben. Lest dieses und das darauffolgende Wort rückwärts und ihr werdet in beiden Wörtern entdecken, wovon der arme Fischer leben musste, wenn er seinen Fisch nicht auf dem Markt verkaufen konnte. Viel Spaß!   (Und hier könnt Ihr Euch die Rallye-Aufgabe noch mal ausdrucken.)  

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