Liu Wenzhe - Jan Hein Donner (Schach-Olympiade Buenos Aires, 1978) Weiß am Zug setzt matt
Es war eine kalte Party-Nacht im November 2008 und aus den Zimmern der Hotel-Anlage in Dresden waberte westliche Pop-Musik gepaart mit Gerüchen von exotischem Essen. So wie immer während Schach-Olympiaden, bei denen sich Spieler aus aller Welt treffen, um für ihre Nationen zu punkten. Plötzlich schneite es und aus den vielen kleinen Feiern entstand ein großes, gemeinsames Happening. Es wurde getanzt in den Schneeflocken, gelacht, getrunken. Schließlich hatten die jungen Leute aus Ländern wie Angola oder Barbados noch nie echten Schnee gesehen. Alle zwei Jahre finden Schach-Olympiaden statt und diesmal in Tromso (Norwegen) regnete es stattdessen Geld vom Himmel. Fide-Präsident und Putin-Intimus Kirsan Ilyumschinov versprach, seinem Weltschachverband 20 Millionen Dollar zu spenden und ließ sich unter tosenden Beifall der Delegierten in einer Kampfabstimmung mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigen. Ansonsten lief es für die Russen eher mäßig. Zwar holten die Damen erwartungsgemäß Gold, bei den Herren reichte es nur zu Platz vier. Auch Deutschland enttäuschte – Rang 30. Mehr als 1500 Teilnehmer, die viertgrößte Sportveranstaltung der Welt, Spieler aus 172 Ländern. Erstmals in der Schach-Olympiade-Geschichte siegten die Chinesen und sind auf dem besten Weg, Schach-Nation Nr. 1 zu werden. Körper und Geist halten die übrigens fit nach Plänen des Schachtrainers Liu Wenzhe (1940–2011), ihrem Vordenker und Guru. Jede einzelne Stunde des Tages ist geregelt. Aufstehen um 6.30 Uhr, Schlafengegen 22.15 Uhr, lange Spaziergänge, gesundes Essen, acht Stunden Training. Kein Wunder also, dass die Chinesen bei nächtlichen Partys eher selten gesichtet werden.
Lösung der Aufgabe aus Maulbeerblatt Nr. 75:
1. Dg7+ Sg7 2. Sf6+ Kf8 3. Sh7+ Kg8 4. Sf6+ Kf8 5. Th8 mattAlles geregelt
Liu Wenzhe - Jan Hein Donner (Schach-Olympiade Buenos Aires, 1978) Weiß am Zug setzt matt
Es war eine kalte Party-Nacht im November 2008 und aus den Zimmern der Hotel-Anlage in Dresden waberte westliche Pop-Musik gepaart mit Gerüchen von exotischem Essen. So wie immer während Schach-Olympiaden, bei denen sich Spieler aus aller Welt treffen, um für ihre Nationen zu punkten. Plötzlich schneite es und aus den vielen kleinen Feiern entstand ein großes, gemeinsames Happening. Es wurde getanzt in den Schneeflocken, gelacht, getrunken. Schließlich hatten die jungen Leute aus Ländern wie Angola oder Barbados noch nie echten Schnee gesehen. Alle zwei Jahre finden Schach-Olympiaden statt und diesmal in Tromso (Norwegen) regnete es stattdessen Geld vom Himmel. Fide-Präsident und Putin-Intimus Kirsan Ilyumschinov versprach, seinem Weltschachverband 20 Millionen Dollar zu spenden und ließ sich unter tosenden Beifall der Delegierten in einer Kampfabstimmung mit deutlicher Mehrheit im Amt bestätigen. Ansonsten lief es für die Russen eher mäßig. Zwar holten die Damen erwartungsgemäß Gold, bei den Herren reichte es nur zu Platz vier. Auch Deutschland enttäuschte – Rang 30. Mehr als 1500 Teilnehmer, die viertgrößte Sportveranstaltung der Welt, Spieler aus 172 Ländern. Erstmals in der Schach-Olympiade-Geschichte siegten die Chinesen und sind auf dem besten Weg, Schach-Nation Nr. 1 zu werden. Körper und Geist halten die übrigens fit nach Plänen des Schachtrainers Liu Wenzhe (1940–2011), ihrem Vordenker und Guru. Jede einzelne Stunde des Tages ist geregelt. Aufstehen um 6.30 Uhr, Schlafengegen 22.15 Uhr, lange Spaziergänge, gesundes Essen, acht Stunden Training. Kein Wunder also, dass die Chinesen bei nächtlichen Partys eher selten gesichtet werden.
Lösung der Aufgabe aus Maulbeerblatt Nr. 75:
1. Dg7+ Sg7 2. Sf6+ Kf8 3. Sh7+ Kg8 4. Sf6+ Kf8 5. Th8 matt
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