Langsam taut‘s auf allen Wegen,
doch dann nicht mehr, dann kommt Regen,
und anstatt „wie neugeboren“,
alles wieder zugefroren.
Ja, so hat‘s, in letzten Tagen
permanent sich zugetragen,
Hoffnung kam und Hoffnung ging,
nirgendwo der Frühlingling.
Derart in der Alltagsmühle,
wartend auf Frühlingsgefühle,
sucht die Sonne man in sich,
hoffnungslos, man find sie nich.
Denn, was sieht man unterm Eise?
Böller oder Hundescheiße –
all der Dreck der Vorsaison
stinkt und schimmelt auf Beton.
Grau in grau die Straßen liegen,
nass sich unter Kälte biegen,
Häuserfronten zittern sich
durch die Nächte sicherlich.
Glas wird rissig oder spröde,
alle Herzen, trist und öde,
und vom Warten eingeschneit,
warten auf die Frühlingszeit.
Gibt man sich der Hoffnung hin,
Licht zu finden, oder Sinn?
Sonne oder Frühlingsblüher,
schöne Zeiten, so wie früher?
Winter ist doch auch nur Wetter,
ohne Sonne, doch ein Netter,
der erst kam, dann wieder ging –
und jetzt komm schon, Frühlingling!
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