Doch der Unfall in der Klutstraße beweist genau das Gegenteil. Der Baum ist komplett mit Wurzelwerk umgestürzt und nicht an einem hohlen Stamm abgeknickt. Hohle Baumstämme oder kleine Löcher im Stamm reichen dem Bezirksamt als Grund für eine Fällung. Bisher ist jedoch kein Fall aus den vergangenen fünf Jahren bekannt, bei dem ein hohler Baum am Stamm abbrach und Schaden anrichtete.
Vor fünf Jahren tobte eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen Friedrichshagenern und dem Bezirksamt um die geplante Fällung einer prächtigen Kastanie in der Scharnweberstraße. Diese sei hohl, das wurde damals mittels aufwändiger Untersuchungen mit Echolotgeräten nachgewiesen. Ob ein Baum hohl ist oder nicht, spiele für die Standfestigkeit keine Rolle, so der Baumsachverständige Dr. Frommer damals. Viel wichtiger sei es, den Baum in seiner Gesamtheit zu sehen. Wie vital ist das Wurzelwerk, wie versiegelt der Boden im Wurzelbereich?
Wie ist beispielsweise die unmittelbare Nachbarschaft eines Baumes zu bewerten? Steht ein Baum allein oder im Ensemble mit anderen Bäumen, die sich gegenseitig schützen. Was passiert mit den anderen gesunden Bäumen, wenn ein vermeintlich kranker Baum aus dem Ensemble herausgerissen wird? Immer größere Lücken wurden bereits in einst geschlossene Alleen durch Fällungen gerissen. Starkwind verfängt in diesen Lücken und richtet Schäden an, die eigentlich durch Fällungen vermieden werden sollten.
Wie zum Hohn steht die Kastanie in der Scharnweberstraße noch heute, obwohl das Bezirksamt damals akute Gefahr zu erkennen glaubte. Kein Sturm konnte der Kastanie etwas anhaben, weder das Unwetter am 21.Juni noch der Sturm am 6.August 2013. Kein Ästlein fiel bei den Unwettern der letzten Jahre zu Boden. Selbstredend muss ein Baum gepflegt werden. So ist es wichtig, durch klugen Schnitt Last aus der Krone zu nehmen. Genau dies wird an der Scharnweber-Kastanie seit fünf Jahren unter Anleitung von Dr. Frommer privat geleitet.
Interessant wäre es, eine Statistik über Baumunfälle in Treptow-Köpenick zu haben. Daraus abgeleitet, sollte endlich ein Umdenken bei der Baumpflege von Köpenicks Straßenbäumen erfolgen.Baum Down
Seit Jahren rechtfertigt das Bezirksamt von Treptow-Köpenick umfangreiche Fällungen von Straßenbäumen mit möglicher Gefahr durch umstürzende Bäume
Doch der Unfall in der Klutstraße beweist genau das Gegenteil. Der Baum ist komplett mit Wurzelwerk umgestürzt und nicht an einem hohlen Stamm abgeknickt. Hohle Baumstämme oder kleine Löcher im Stamm reichen dem Bezirksamt als Grund für eine Fällung. Bisher ist jedoch kein Fall aus den vergangenen fünf Jahren bekannt, bei dem ein hohler Baum am Stamm abbrach und Schaden anrichtete.
Vor fünf Jahren tobte eine erbitterte Auseinandersetzung zwischen Friedrichshagenern und dem Bezirksamt um die geplante Fällung einer prächtigen Kastanie in der Scharnweberstraße. Diese sei hohl, das wurde damals mittels aufwändiger Untersuchungen mit Echolotgeräten nachgewiesen. Ob ein Baum hohl ist oder nicht, spiele für die Standfestigkeit keine Rolle, so der Baumsachverständige Dr. Frommer damals. Viel wichtiger sei es, den Baum in seiner Gesamtheit zu sehen. Wie vital ist das Wurzelwerk, wie versiegelt der Boden im Wurzelbereich?
Wie ist beispielsweise die unmittelbare Nachbarschaft eines Baumes zu bewerten? Steht ein Baum allein oder im Ensemble mit anderen Bäumen, die sich gegenseitig schützen. Was passiert mit den anderen gesunden Bäumen, wenn ein vermeintlich kranker Baum aus dem Ensemble herausgerissen wird? Immer größere Lücken wurden bereits in einst geschlossene Alleen durch Fällungen gerissen. Starkwind verfängt in diesen Lücken und richtet Schäden an, die eigentlich durch Fällungen vermieden werden sollten.
Wie zum Hohn steht die Kastanie in der Scharnweberstraße noch heute, obwohl das Bezirksamt damals akute Gefahr zu erkennen glaubte. Kein Sturm konnte der Kastanie etwas anhaben, weder das Unwetter am 21.Juni noch der Sturm am 6.August 2013. Kein Ästlein fiel bei den Unwettern der letzten Jahre zu Boden. Selbstredend muss ein Baum gepflegt werden. So ist es wichtig, durch klugen Schnitt Last aus der Krone zu nehmen. Genau dies wird an der Scharnweber-Kastanie seit fünf Jahren unter Anleitung von Dr. Frommer privat geleitet.
Interessant wäre es, eine Statistik über Baumunfälle in Treptow-Köpenick zu haben. Daraus abgeleitet, sollte endlich ein Umdenken bei der Baumpflege von Köpenicks Straßenbäumen erfolgen.
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