Maulbeerblatt

Das Köpenicker Magazin für Erlesenes

Berlin, Köpenick, Friedrichshagen, Erkner, Schöneweide, Adlershof, Schöneiche, Hirschgarten, Müggelsee

Spannende Lokalnachrichten bieten Information und Reibung, pointierte Kolumnen sorgen für kurzweilige Unterhaltung. Historische Themen stärken die Identität, Veranstaltungstipps und Erlesenes zum Hören, Sehen und Lesen vermitteln Orientierung. Interviews und Porträts geben interessante Einblicke. Entstanden ist das Magazin Maulbeerblatt in Berlin-Friedrichshagen, einem der glamourösen, liebenswerten Randbezirke der Hauptstadt, Teil Köpenicks, mit über 100 Jahren kreativer Vergangenheit von Wilhelm Bölsche über Johannes Bobrowski bis hin zu aktuellen Künstlern wie dem renommierten Regisseur Leander Haußmann. Das künstlerische Netzwerk um die elf62.net Grafik- und Textagentur strickt mit jeder Print- und Onlineausgabe neue Gewänder für das gar nicht graue Großstadtleben. Aus Berlin.

Aktuell

Das überzeugende Schauspiel des ECHO 2018

Mimimi, nicht politisch korrekt. Mimimi, wer hat denn diese Jury gekauft? Mimimi, das ist ja alles Playback. Alle sind am Meckern. Dabei hat die ECHO-Preisverleihung sich doch wieder selbst übertroffen. Denn das Einzige, was man vom ECHO noch erwarten kann, ist doch eines: Nicht die talentierten Gewinner. Oder die reibungslose Show. Oder gar die Musik - ha, das wäre schon weit hergeholt. Nein, es geht ...Gib mir den Rest!


Das Grundeinkommen kommt bald!

Senat-Leaks: 900 Euro monatlich ab Oktober 2018

Überraschende Wende in der Diskussion um staatliche Grundsicherungssysteme und Alternativen zu Hartz IV: Wie nun aus internen Senatsdokumenten hervorgeht, ist der Bezirk Treptow-Köpenick als Pilotprojekt für ein bedingungsloses Grundeinkommen ab dem 01. Oktober 2018 vorgesehen. Den Papieren zufolge (die dem Maulbeerblatt vorliegen), darunter Sitzungsprotokolle, archivierter Mail-Verkehr, diverse Gutachten und persönliche Korrespondenz, war dies bereits kurz nach der Wahl des Abgeordnetenhauses und der erstmaligen Arbeitsaufnahme am ...Gib mir den Rest!


Alleen und Blumen und Männer

Ich wusste, der Tag würde kommen. Lange habe ich gewartet. Hatte die Hoffnung fast aufgegeben. Die Hoffnung auf den Tag, an dem die Kompetenz der Gedichtinterpretation sich als Alleinstellungsmerkmal derjenigen, die mal zur Schule gegangen sind, entpuppt. Aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Na gut, vielleicht vor dem Sexismus. Aber zuvorletzt. Nun wage ich, Frau, mich im Namen der Diskriminierten also mal wieder an so eine Gedichtinterpretation. ...Gib mir den Rest!


Gewalt an der Schule

Mehr RESPEKT, bitte!

Geht es um Gewalt an der Schule, denken die meisten Eltern an Schulhofschlägereien in der Pause, mobbende Schüler und Respektlosigkeit gegenüber Lehrkräften. Ein Tabuthema hingegen ist die Gewalt, die von Lehrern ausgehen kann. Nach der Abschaffung der Prügelstrafe vor 44 Jahren gilt ein generelles Gewaltverbot für Lehrer. Das Landesschulgesetz regelt, dass Lehrer ihren Schülern gegenüber in keiner Form handgreiflich werden dürfen. Dennoch gibt es Fälle, ...Gib mir den Rest!


Willkommen im Jahr 1984

„Verzeihung. Leider habe ich zu Ihrer Frage keine passende Antwort gefunden. Könnten Sie vielleicht versuchen, Ihre Frage anders zu formulieren?“ Entnervt schließe ich den virtuellen Bürger-Service-Assistenten. Gefühlte siebzig Mal habe ich erfolglos auf denselben Button geklickt, dann den Online-Antrag von Neuem begonnen, um schließlich feststellen zu dürfen, dass mein nicht vorhandenes Kartenlesegerät für den Abschluss des Online-Verfahrens benötigt wird. Also doch ein persönlicher Termin beim Bürgeramt? ...Gib mir den Rest!


rostiges Riesenrad

Zurück in die Zukunft

Seit 16 Jahren dreht sich im Spreepark im Plänterwald kein Karussell mehr. Seit Ende 2001, als sich die hoch verschuldeten Betreiber in einer filmreifen Nacht- und Nebel-Aktion mitsamt einiger Fahrgeschäfte nach Peru absetzten, verwahrloste der ehemalige Rummelplatz. Er glich bald einer pittoresken Ruinen-Landschaft, in der Karussellreste unter wuchernder Natur verschwanden. Das Gelände wurde zur beliebten Filmkulisse und war bald auch Zielpunkt für Abenteuer-Touristen aus aller ...Gib mir den Rest!


Symbol Geldscheine aus dem Schwarzgeldkonto des Verlegers

Beschlossene Sache

Wahrscheinlich dürften bisher nur Polit-Profis etwas gehört haben von Sonja Steffen (SPD) und Michael Leutert (Linke). Oder von Kerstin Radomski (CDU) und Tobias Lindner (Grüne). Sie alle gehören im Deutschen Bundestag zur Fraktion der Hinterbänkler und wenn sie zu Wort kommen, sind in aller Regel die meisten Parlamentsstühle leer. Wer nun glaubt, Steffen & Co. werden nicht so intensiv von der Macht geküsst, den knuddeln ...Gib mir den Rest!


Kleinkrieg um Kulturförderung

Anonyme Hass-Kommentare im Internet, Wut-Attacken auf ein Auto, Angst um Jobs, Ansehen und die Zukunft. Im schönen Rüdersdorf liegen hinter den hohen Hecken die Nerven blank. Tief gespalten sind die gut 1 5000 Einwohner der Gemeinde wegen der Kulturförderung, deren Macher und die Politik, die über sie entscheidet. Es gibt reichlich Theater, der an einen Kleinkrieg erinnert. Ob das Drama um Museumspark und Kulturhaus im ...Gib mir den Rest!


Klo vadis, Berlin?

Berlin ist toll, aber viel gibt’s ja nicht, was richtig gut läuft oder rechtzeitig fertig wird. Jeden Morgen frustrierte Blicke in Smartphones, was gerade ist mit der S-Bahn oder den Baustellen. Immerhin klappt’s mit der Stromversorgung, dem sauberen Wasser, der kalten Molle am Tresen. Ist nicht überall so und, ganz klar, keiner auf der Welt spielt fast göttlich wie Union oder kann Party machen geil ...Gib mir den Rest!


Luisenhain Köpenick

Kunsthof Köpenick vs. Bezirksamt

Er ist gar nicht sonderlich Furcht einflößend, vielleicht 80 Zentimeter hoch, fünf Meter lang, teilweise umwuchert von Büschen und Gehölzen. Aber eben unüberwindlich, weil er wie ein mahnender Fingerzeig der Behörde daherkommt. Die Rede ist von einem Zaun, den das bezirkliche Grünflächenamt dem Kunsthof Köpenick vor die Nase gesetzt hat. Dahinter steht die stumme Aufforderung: Bis hierhin und nicht weiter! So jedenfalls sehen es die ...Gib mir den Rest!


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