Welt im Wandel

So schnell kann es gehen! Aus verlässlichen Partnern und guten Freunden wurden über Nacht Diktatoren, Tyrannen und Despoten und all das nur, weil die Araber in unseren Fernsehapparaten plötzlich alle den Verstand zu verlieren scheinen und lautstark Freiheit fordern. Wie wir, die freie Welt, damit klar kommen sollen, interessiert sie offensichtlich nicht die Bohne. Ist unser Benzin nicht schon teuer genug? Und wo sollen unsere Sicherheitsdienste künftig für den Frieden foltern lassen? In Polen? Nun gut, das wäre eine Möglichkeit. In jedem Fall gilt es jetzt am Ball zu bleiben und mit Bestimmtheit, Charme und sanftem Druck so viele ungeliebte Staatsmänner wie möglich zu uns nach Deutschland zu holen. Ihre weitläufigen Familienklans könnten unsere Binnennachfrage ankurbeln und mit einer kleinen Gebühr auf das von ihnen privatisierte Volksvermögen könnten wir unsere Bildungs- und Gesundheitsreform finanzieren und durch geschickte Ansiedlungspolitik strukturschwachen Regionen wieder auf die Beine helfen. Mit nur drei mittelprächtigen Despoten wäre Berlin nicht länger arm und immer noch sehr sexy und wenn dann eines Tages das Saudische Königshaus am Müggelsee Quartier bezieht, ist auch unsere Rente wieder sicher. Ausrangierte Gewaltherrscher müssten sich jedoch keineswegs in Wellness-Oasen zu Tode langweilen. Mit ihrer Kompetenz könnten sie bei uns einen beruflichen Neuanfang schaffen, als Sicherheitsberater für den nächsten G-8-Gipfel oder als Projektmanager bei der Deutschen Bahn.

Ein Taxi schlittert durch die Nacht. Claaßens Kolumne

Taximord in Schweineöde

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Kiezspaziergang

Der Spreepark und seine Geschichte Teil 4

Nachdem die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umweltschutz 1998 beschlossen hatte, dass der Plänterwald zu schützendes Naturschutzgebiet sei, fühlten sich die...

Karl Koeckenberger vor dem Eingangsbereich des CABUWAZI Künstlerhauses in der Bouchéstraße Lebensräume

Der Bezirk Treptow-Köpenick saniert KünstlerInnen aus ihren Ateliers in der Bouchéstraße

Cabuwazi-Chef Karl Köckenberger vor dem Eingang des sanierungsbedürftigen Gebäudes /// Foto: Matthias Vorbau Dieser Archivbeitrag erschien am 22.12.2020. Gestern, am 05.12.2023...