1. Wahl!

Der Künstler Sebastian Köpcke
Seit man sich in knapper Abstimmung dafür entschieden hat, die Schaltstellen der Macht aus dem verschlafenen Bonn wieder in die große schmutzige Stadt vor den Toren Köpenicks zu verlegen, hat diese ebenso an äußerem Glanz gewonnen wie an innewohnender Provinzialität.
Von Berlin aus wird das Land in diesen Tagen mit einer medialen Lawine überrollt, welche die Bürger mitreißen und in die Wahllokale tragen soll. Dort dürfen sie dann – ein jeder mit seiner Stimme – selbst entscheiden, ob es in Zukunft WEITER SO oder SO WEITER geht wie bisher. Die unvermeidlichen Meinungsmacher werden bis dahin nicht müde, auf allen Kanälen im Kaffeesatz zu lesen und sich in Farbenspielen zu ergehen, um jede denkbare Konstellation zu wägen – schwarzrotgelbgrün minus dunkelrot scheint bislang am aussichtsreichsten. Einer augenscheinlich 22-jährigen Kanzlerin, die allerorts milde von den Plakaten lächelt, werden übereinstimmend die größten Chancen eingeräumt, weiterhin als Schneewittchen unter Zwergen zu regieren.
Sebastian Köpcke, Baujahr 1967, wohnt in Friedrichshagen und arbeitet freischaffend als Grafikdesigner, Ausstellungsgestalter und Buchautor. Für das Maulbeerblatt hat er einen Blick auf die politischen Matadore der Berliner Republik geworfen. Mit der Titelseite dieser Ausgabe hat er persönlich seine Wahl getroffen.

Interview

Bezirksstadtrat Bernd Geschanowski

Foto: Archiv Geschanowski Was möchten Sie 2018 unbedingt in Ihren Ressorts erreichen? Bereich Gesundheit: Wichtig für mich sind der Ausbau der Familiengesundheit,...

maulbeerblatt ausgabe 53 Editorial

Frühjahrsmüdigkeit

Während sich das gute Deutschland noch ein wenig über seinen großen alten Volksschriftsteller erregt, der mit letzter Tinte schrieb, was...

Maulbeertipp

Bell Book + Candle unplugged im Bräustübl

Die Friedrichshagener Band Bell Book + Candle endlich wieder mit Ihrem unplugged-Konzert im Alten Ballsaal. Wann: 13.12., um 21:00 Uhr Eintritt:...