Bilder haut 
man nicht

Der Bildhauer Uli Mathes

Uli Mathes lebt und arbeitet seit elf Jahren in Friedrichshagen. Sein Atelier unterhält er in der Kulturgießerei in Schöneiche. Dort und auf nationalen und internationalen Symposien in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstehen die bildhauerischen Arbeiten. Sein Medium ist Stein und Holz, insbesondere Basalt, Marmor und Granit und Baumstämme von Eichen und Robinien.
In Holz findet er Wärme und Inspiration aus dem natürlich Gewachsenen. Das Charakteristische seiner Arbeiten sind Durchbrüche. Sie vermitteln dem Betrachter Raum für eigene Interpretationen. Obwohl Stein scheinbar härter ist, das Werkzeug kraftvoller angesetzt werden muss, sind Elemente asiatischer Harmonie unverkennbar. Trotz seines charakteristischen Stils lässt er sich nicht festlegen, liebt kreative Freiräume, schafft monumentale Skulpturen.
Bedauerlicherweise sind seine Zeichnungen und Bilder weniger bekannt. Darin verzichtet er bewusst auf Plastizität, verleiht den Bildern Ausdruck durch Zweidimensionalität. Als Stilmittel dienen ihm klare Linien und Strukturen, in denen sich spirituelle Kraft ausdrückt.
Von Mai bis September 2012 sind Holzskulpturen in der Ausstellung im Museum des Wasserwerks von Friedrichshagen zu besichtigen.
Für Ungeduldige: www.ulimathes.com. Jederzeit sind Besucher nach Absprache auch im Atelier in Schöneiche willkommen. Von einem dieser Gäste übrigens stammt auch der Ausspruch, der für die Überschrift dieses Beitrages herhalten musste: „Bilder haut man nicht“.



Uli Mathes
, geboren in Glauchau 1954,
 Studium an der DHfK Leipzig,
 Sportwissenschaftler, 
Steinmetz, seit 1988 
freischaffender Bildhauer
in Leipzig und Berlin


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