Sigmund Jähn ist nicht nur der erste Deutsche, der jemals die weiten des Weltalls erkundete, nein, er wird auch der erste Kosmonaut sein, der jemals im Friedrichshagener Kino Union zu einer Lesung gastierte.

Der 1937 im Vogtland geborene Jähn absolvierte, bevor er jene Berufsrichtung einschlug, von der wohl jeder kleine Junge schon einmal geträumt hat, zunächst untypischer Weise eine Ausbildung zum Buchdrucker. Im Anschluss an seinen Wehrdienst bei den Luftstreitkräften der DDR folgte ein Aufstieg innerhalb der NVA, der in einem Studium an einer Militärakademie des „großen Bruders“ nahe Moskau gipfelte. Ab 1976 wurde Jähn dann, als einer von zwei Deutschen, im Sternenstädtchen wiederum nahe Moskau zum Ersatzmann bei einer Mission des Interkosmos Programmes ausgebildet. Als es dann am 26.8. 1978 an der Zeit war deutsche Geschichte zu schreiben, fiel die Wahl schnell auf Jähn, der ob seiner besseren Sprachkenntnisse und Ausbildung die besseren Vorrausetzungen mitbrachte als sein Kollege Eberhard Köllner.

Am 22.1. 2012, nur 12194 Tage nach diesem denkwürdigen Ereignis, ist Sigmund Jähn in Friedrichshagen angekommen um von seinen Erlebnissen im All zu berichten.

Zum Vortrag des Schelms, der ungeplanter Weise die wohl erste Heirat im luftleeren Raum zwischen der Fernsehpuppe Mascha und dem Sandmännchen veranstaltete, wird neben Kaffee stilecht ein Marsriegel gereicht. Wer den genießen möchte, sollte sich jedoch bis zum 18.1. voranmelden.

Sonntagslese im Kino Union
22.1.2012, 10:30 Uhr Sigmund Jähn über Welt und All