Eine Situation wie 2015

Stefan Evers will für die CDU ins Berliner Abgeordnetenhaus
Erstveröffentlichung am 18.08.2021
Der 41-Jährige ist kein Unbekannter im politischen Berlin: Seit 2016 ist er Generalsekretär und seit 2018 Parlamentarischer Geschäftsführer der Berliner CDU. Bisher war er u. a. Abgeordneter im Wahlkreis Charlottenburg-Wilmersdorf. Jetzt will Stefan Evers für den Wahlkreis Altglienicke-Adlershof erneut in das Berliner Abgeordnetenhaus. Wir haben ihn zu Themen der aktuellen Politik gelöchert.

Herausforderung AfD im Berliner Osten

Bei der letzten Wahl konnte die AfD im Wahlkreis punkten - als einer der wenigen Kreise entschieden sich die Menschen hier klar für die AfD. Das solle sich nicht wiederholen, sagt Stefan Evers. Aktuell liefern sich AfD und CDU ein Kopf-an-Kopf rennen in Altglienicke und Adlershof, so die Wahlprognosen. Jede Stimme entscheide hier, macht Evers deutlich. Berlinweite Schlagzeilen machten die Demonstrationen gegen die Ansiedlung der Geflüchtetenunterkunft nahe des Quittenwegs, zu denen auch die AfD selbst aufrief. Wie hätte denn Stefan Evers reagiert? Er halte es nicht für zielführend, modulare Flüchtlingsunterkunft in so konzentrierter Form an den aktuell geplanten Standorten zu forcieren, antwortet der CDU-Generalsekretär. Das mache auch aus städtebaulicher Perspektive keinen Sinn, auf eine Durchmischung zu verzichten. 2015/2016 dürfe sich aber in dieser ungesteuerten Weise nicht wiederholen. Unter gar keinen Umständen würde er jedoch mit der AfD gegen Unterkünfte demonstrieren.  

Enteignen oder nicht enteignen - die Mietsituation in Berlin

„Zu enteignen ist keine Option“, stellt Evers klar. „Den Grundpfeiler einer Sozialen Marktwirtschaft - nämlich Eigentum zu bilden - anzuzweifeln, halte ich für falsch. Eigentum hat immer etwas mit Freiheit zu tun“, so Evers weiter. Er erkenne zwar auch, dass insbesondere für diejenigen, die in Berlin eine neue Wohnung suchen müssen oder umziehen müsse, die Mietpreise derart explodiert sind, dass dies kaum noch zu rechtfertigen sei. Bei dem Geschäftsführer der Vonovia für den Osten Deutschlands nachgefragt, liege die Durchschnittsmiete jedoch bei 6,80€.
„Das ist im Vergleich der Großstädte keine Mietenexplosion.“
Dennoch schlägt Stefan Evers eine individuelle Mietenentwicklung vor: „Was ich aber sehr wichtig finde, ist die Bezugsgröße des Einkommens. Auch da hat Vonovia oder Deutsche Wohnen ja reagiert indem sie gesagt haben, wenn die Miete ein Drittel des Einkommens übersteigt, dann sind wir bereit die Miete einzufrieren und zu deckeln bis es wieder eine Gehaltsentwicklung gibt. Das finde ich ein ganz sinnvolles Herangehen. Das wäre für mich auch die Basis eines Bündnisses, das man mit Privaten und Öffentlichen mal schließen müsste.“
Nico Schmolke im Interview mit Stefan Evers, CDU Kandidat für das Berliner Abgeordnetenhaus
Foto: M.Vorbau

Verkehrswege in der Stadt - wie können wir Berlin entlasten?

„Unser Ziel als CDU ist, dass man in 30 Minuten von jedem Punkt der Stadt zu einem der Stadtzentren (Alexanderplatz, City West) gelangt. Die Experten der BVG bestätigen, dass das machbar ist“, erklärt Evers. Man könne zum Beispiel die Tarifzone B ausweiten und solle auch die A100 fertigstellen. Besonders in Kooperation mit Brandenburg müsse man Lücken schließen. „Die Tangentiale Ost ist extrem wichtig, gerade für den Osten und Südosten“, so Evers weiter. Die nötige Infrastruktur gehöre auch zu den essentiellen Maßnahmen, um Armut in den Vierteln zu verhindern. Bildungsangebote, Schul- und Kitaplätze müssen geschaffen werden. Dafür will sich Evers vor und auch nach der Wahl im September einsetzen. Der Immobilienunternehmer Christoph Gröner spendete der Berliner CDU 800.000 €. Ist die CDU eine Immobilienpartei mit ideologisierter Politik? Hört die Antwort im Video!

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