Ein numerologischer Ausblick auf 2009

Ein paar Worte vorweg: Gemeinhin halten wir in dieser Form der Numerologie, die als „Karam Kriya“ bezeichnet wird, sehr wenig von Prognostik. Eine der herausragenden Qualitäten der Zukunft ist ja, dass wir sie nicht kennen und dass sie, innerhalb des gängigen Kausaldenkens, nicht wissbar, allenfalls intuierbar ist.
Verstehen Sie diesen Text dementsprechend mehr als eine Kontemplation, eine Meditation, wenn Sie so wollen, über die numerologischen Qualitäten der beschriebenen Zahlen ohne Anspruch auf Vollständigkeit. In jedem Fall entfaltet sich das Universum wie vorgesehen und in vielerlei Hinsicht ist unsere Entscheidung dieses fortwährendem Entfalten zu erkennen, es zu akzeptieren und ihm zuzustimmen, der Schlüssel zu unserem Lebensglück.
Für den Fall, dass die hier beschriebenen Qualitäten auf das kommende Jahr zutreffen sollten, was wir dann 2010 erst in der Retrospektive wissen werden, klopfen Sie nicht mir auf die Schulter, denn ich bin nur ein Bezeuger.

2009 bringt uns unterschiedliche Qualitäten, welche von der 2, der 9 und der 11 beherrscht werden. Auf einer Subebene spielen auch die 7 und die 4 eine Rolle.
Schauen wir in die letzten beiden Jahre zurück, so erkennen wir 2007 als ein ziemlich statisches Jahr, in dem sich Dinge eher verfestigten und sich relativ wenig bewegte. 2008 setzte da von Beginn an andere Zeichen. Schon zu Anfang des Jahres deutete sich bspw. an den Finanzmärkten der kommende Börseneinbruch an, welcher nun seit November die Weltwirtschaft bestimmt. Es mag kein Zufall sein, dass die 8 auch die Zahl des Geldes ist. Tatsächlich verweisen die 2 und die 8 auf das Wasserelement und damit auf die bewegliche, „flüssige“ Natur des vergangenen Jahres. Wie Ebbe und Flut war 2008 ein Jahr des Auf und Ab, des Füllens und Leerens und somit in vieler Hinsicht „überraschender“ als das „verfestigte“ 2007.

Die gute Nachricht ist: ob 2009 endlich alles anders oder sogar besser wird hängt nur von Ihnen selbst ab. Die schlechte: ob 2009 endlich alles anders oder sogar besser wird hängt nur von Ihnen selbst ab.
Numerologisch betrachtet könnte 2009 in mehrfacher Hinsicht ein Jahr essentieller (9) Probleme (2) werden. Es könnte sich auch als ein Jahr essentieller Spannung (2) herausstellen. Dies könnte sich auf kollektiver Ebene auch in einer Verschärfung politischer, ethischer, wirtschaftlicher und sozialer Konflikte zeigen. Inwieweit die Weltgemeinschaft im Allgemeinen und wir im Einzelnen in der Lage sein werden, diesen Problemen zu begegnen und unser menschliches Bewusstsein (4) darauf anzuwenden, wird in weiten Teilen einen entscheidenden Einfluss darauf haben, ob wir den Weg der sich konsolidierenden Spannung gehen oder ob wir auf die längst überfällige Kurve hin zu einer menschlicheren Weltgemeinschaft einlenken.

2 + 9 ergibt 11. Eine der Eigenschaften der 11 ist, sich entweder als 2 oder 11 zu entfalten (d.h. Elemente der 2 werden ggf. doppelt betont). Den Unterschied macht unser Bewusstsein (4). Das Potential der 11, die Negativität und das Leiden welche mit der („unerlösten“) 2 verbunden sind in die gelebte Weisheit einer sich im Kontakt mit dem großen Ganzen (10) eingebundenen Seele (1) zu erleben (10+1=11), birgt die Möglichkeit etwas über die Transzendierung von Negativität hinein in einen Zustand authentischer, menschlicher Spiritualität zu lernen. Kein „New- Age- Gelaber“ oder „wir-ham-uns-alle-lieb`-weil-wir-sind-ja-alle-eins-Getue“ welcher die Bodenhaftung vermissen lässt, sondern konkreter gesunder Menschenverstand, welcher bei aller „Erdung“ niemals das Ganze aus dem Auge verliert und sich gleichermaßen als kleiner, einzelner (1) holografischer Spiegel des Großen Ganzen (10) parallel (11) dazu positioniert. Hieraus mag eine zutiefst menschliche Haltung entstehen welche gleichermaßen Unschuld (2) und gelebtes Gewahrsein (um das Ganze) (11) in sich vereint. Eine andere Möglichkeit die Negativität der 2 produktiv und kreativ zu nutzen besteht darin, unsere Loyalitäten (2) zu überprüfen. Welchen inneren und äußeren „Göttern“ folgen, ja dienen wir? Das kommende Jahr könnte uns wieder und wieder Gelegenheiten geben, für uns zu überprüfen, ob die Prinzipien (9) die unser Denken und Handeln leiten unserem Seelenfrieden (9) (und in kollektiver Hinsicht auch dem Weltfrieden) wirklich dienlich sind.

9 ist die Zahl des Essentiellen aber auch des Zerstreuten. Eine Chance für 2009 könnte daher darin bestehen, Dinge die wir schon lange vor uns herschieben und/ oder aus dem Fokus verloren haben (1/9) zu einem Ende (9) zu bringen.
9 steht auch für Ausdauer und Durchhaltevermögen (Mal sehen was wir 2009 an Durchhalteparolen zu hören bekommen). Dies kann, in seiner extremsten Form, auch in einen tyrannischen Dogmatismus ausarten. Auch wenn sich dieser sich bei näherer Betrachtung dann eher als eine Form der Selbstsabotage entpuppt, welcher die Belange der eigenen Seele ausschließt, lässt ein Blick in die Landschaft sich verhärteter pseudoreligiöser Konflikte (bspw. in Nahost) uns erahnen, dass viele der Beteiligten eben dieser Konflikte dies anders sehen. Gerade während ich diese Zeilen schreibe, zieht das israelische Militär wieder einmal Truppen für eine Bodenoffensive im Gazastreifen, (die größte seit 1967) zusammen.
Dabei schlafen in der 9 auch die Qualitäten des Friedens, der Entspannung und Geduld.
Der Abstand zwischen der 2 und der 9 ist 7 (in 2009 getrennt von 2 Nullen). Die Qualität dieser Kombination könnte bspw. als die Herausforderung verstanden werden, die sich verschärfende globale Polarisierung und Spannung (2), welche sich in wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht zeigt, unser universelles Verständnis (7) größerer Zusammenhänge (bspw. im Sinne eines systemischen Denkens) oder unserer Fähigkeit zu Vergeben (7), entgegenzusetzen.
Auch auf persönlicheren Ebenen könnte sich diese Spannung vermehrt dadurch zeigen, dass wir uns vermehrt mit Ignoranz (2 anstatt 11) und Negativität (2 anstatt 11) konfrontiert sehen. Auch könnte rechtes Verstehen (7), wie der Buddhismus es nennt, oder unsere Fähigkeit die Situation urteilsfrei zu beurteilen (7), oder schlichtweg unserem gegenüber zu Verzeihen (7) einen Unterschied machen.
Dementsprechend trägt 2009 also auch das Potential in sich, Konflikte zu entspannen (9), wenn wir Einsicht (7) in die Notwendigkeit gewinnen, Qualitäten wie Vergebung und Verständnis(7), aber auch Toleranz mehr Raum einzuräumen. In dieser Hinsicht schaut die Welt interessanterweise nach Amerika, wo erstmals ein (1) schwarzer Präsident 2008 für viele Menschen auf der ganzen (10) Welt, eine große Hoffnung (7) darstellt. Vielleicht ist es auch kein Zufall, dass hinter dem Slogan von Obama „yes we can“ die Zahlen 3- 4- 7 stehen.

Mit Blick auf das Jahr 2012, welches in einigen Kalendern als ein besonderes Jahr gesehen wird, mag 2009 auch ein Jahr der Entscheidung (4) sein, da es noch vier Jahre bis 2012 sind. Vermutlich werden 2012 zwar nicht die grünen Männchen landen und alle die es wollen mitnehmen (obwohl… wer weiß…), noch werden die Lichtwesen der Plejaden unseren Planeten mit kosmischen Lovevibes überfluten (obwohl… wäre doch dufte, oder?) doch ist dieses Datum in einigen Kulturen bspw. im Kalender der Mayas oder auch in yogischen Traditionen von erheblicher Bedeutung (Dies allein wäre ein neues Thema).
4 ist die Zahl der Entscheidung und die Fähigkeit zur bewussten Wahl ist ein menschliches Geschenk. Vielleicht ist das kommende Jahr die letzte Gelegenheit in vieler Hinsicht durch angemessene Entscheidungen, den Entwicklungen eine andere Wendung zu geben.
Dies erscheint vor dem Hintergrund sich anbahnender wirtschaftlicher Rezession (2) auch für jeden Einzelnen von uns relevant. Der weise Satz dass „der, der die Welt für Dich am drehen hält, sich auch um Deine täglichen Verrichtungen kümmern wird“, sollte nicht als ein Aufruf zu resignativer Passivität verstanden werden. Vielmehr ebnet eine solche Sichtweise einer Handlung den Weg, die nicht auf Zweifel und Angst, sondern auf Vertrauen und „Commitment“ basiert.
Lassen Sie uns gemeinsam das kommende Jahr als eine Chance verstehen, uns selbst in unserer menschlichen Essenz näher zu kommen. Lenken wir unsere Aufmerksamkeit aufs Wesentliche: auf das was uns verbindet (unsere Essenz als menschliche Wesen) das, was uns voneinander unterscheidet (die Art und Weise, wie wir diese Essenz zum Ausdruck bringen) und auf die Art und Weise wie wir uns davon ausgehend respektvoll auf uns und unser Gegenüber beziehen. 2009 gibt es wieder Milliarden von Möglichkeiten einen bedeutsamen, menschlichen Unterschied zu machen. Gerade jetzt, mit dem nächsten Atemzug. Erinnern wir uns wieder und wieder: der (Welt-)Frieden beginnt in uns selbst und nur wir können es tun.

Ein erfülltes 2009 wünscht Ihnen Ihr Beant S. Hergo

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