Vorab: Wenn in den nächsten Wochen Geister, Hexen und fratzengesichtige Kürbisköpfe aus Schaufenstern und Supermarktregalen grinsen und Ende Oktober kleine, gruselig verkleidete Menschen an den Haustüren Süßigkeiten erpressen, handelt es sich zwar schon um einen Spuk, allerdings um einen erwartbaren.
Viel schauderhafter sind dagegen Alltagsspuke, die einen wie aus dem Nichts treffen. Kürzlich stand ich zum Beispiel am Bahnhof Hirschgarten. Der sogenannte Zugzielanzeiger zählte für die erwartete Ankunft der S3 die Minuten herunter, bis er schließlich darauf hinwies, dass die Bahn nun bereitstünde. Man sah jedoch niemanden ein- oder aussteigen und auch überhaupt keine Bahn. Mir war ein Geisterzug begegnet!
Auch zu Hause passiert bisweilen merkwürdig Übersinnliches. Mal tauchen Dinge auf (Zahncremespritzer am Badspiegel, Geschirr in den Kinderzimmern), ein anderes Mal verschwinden welche (Pudding aus dem Kühlschrank, Socken aus der Wäschetrommel), und niemals will es jemand gewesen sein. Gespenster?
Viel häufiger noch kommt es vor, dass ich mir eine Flasche Bier öffne, die dann aber in Nullkommanix wie von Zauberhand leer ist, was dann immer für Gänsehaut sorgt und fast schon als Beweis für die Existenz von Spukereien gelten dürfte.
Dass es auch auf dem Wohnungs- und Immobilienmarkt gewaltig spukt, steht zwar auf einem ganz anderen Blatt, aber auch in diesem hier.
Grausige Grüße
Maulbeermeia
Spuk und Trug
Paranomale Phänomene, Hexen, Kürbisköpfe und Geisterzüge
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