Wir werden ewig leben

Das Stück zum Spiel
Jörg Steinberg, ein Mensch, der das Theater und den Fußball so sehr liebt, dass er beide Leidenschaften miteinander vereint. 2006 holte Steinbergs erstes Stück „Eisern Union – Das Stück zum Spiel“ nicht nur Freunde des Theaters, sondern auch Fans des Köpenicker Urvereins in die Freiheit 15. Nach mittlerweile einem Jahrzehnt wurde es Zeit für eine Fortsetzung. Steinberg nimmt sich das 50. Jubiläum des 1. FC Union zum Anlass, die Geschichte von Regina und Rolli weiter zu erzählen. Wir haben uns mit Jörg Steinberg zum Blitzinterview getroffen, um mit ihm über seine neue Inszenierung zu sprechen.

Der Regisseur Jörg Steinberg
Foto: Alexander Hoerbe

Wieso spielt dein Stück ausgerechnet im Jahre 2030?
Wie kam es zu dieser Zeitspanne? Wir haben vor zehn Jahren angefangen, dass Stück zu planen. Vor drei, vier Jahren fingen wir an rumzualbern: Was wäre, wenn das Stück noch in fünf Jahren läuft? Wie würde das dann aussehen? Daraufhin haben wir beschlossen, zum 50. Geburtstag von Union ein neues Stück zu machen. Es geht um eine realistische Zeit in der Zukunft, in der sich viel verändern kann, aber trotzdem noch glaubhaft wirkt, wie sich der Fußball entwickelt. 2030 ist eine fassbare Zeit.

In deinem ersten Stück ging es um die Fankultur und den Fußballfan an sich. Wird dieses Thema in der Neuinszenierung weitergeführt?
Es ist ein Kosmos von Figuren entstanden, wie dieses Fanleben die Freunde und Familie beeinflusst, tyrannisiert und auch beglückt. Der Fokus hat sich von Loppes auf das Pärchen Regina und Rolli verschoben. Es stellt sich die Frage, was eigentlich aus den beiden geworden ist. Wie wird der Fußball das Leben beeinflussen? Oder wie geht das Leben mit oder ohne Fußball weiter? Darum wird es gehen. Wir erzählen die Geschichte von Rolli und Regina. Unser Hauptthema ist Tradition.

Wird es nach diesem Stück noch ein weiteres geben?
Es gibt immer Trilogien. Wenn das erste Stück zehn Jahre läuft und das zweite auch, dann feiert Union den 60. Geburtstag und ich fange wieder an, über ein drittes Bühnenstück rumzuspinnen. Und nennen werde ich es: „Immer weiter ganz nach vorn!“

Wir werden ewig leben feiert am 8. Dezember 2016 Premiere in der Freiheit 15.
Die Redaktion ist schon gespannt und neugierig, auf dieses besondere Wintermärchen.


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