Wie alles anfing
Ich war schwanger und nahm dieses Mal noch schneller zu (20 kg) als bei den beiden anderen Kindern. Also musste ich etwas unternehmen. Sport! Nur welcher. Schwimmen? Na ja, ist eigentlich nicht so mein Sport. Mit Nase zuhalten ins Wasser springen, nicht aufs offene Meer schwimmen (wegen der Haie) und kaum Luft bekommen, wenn mal eine Welle kommt. Aber alles andere wäre körperlich gar nicht mehr möglich gewesen. Also doch schwimmen, und zwar in der Allende-Schwimmhalle.
Hoffentlich ist das Wasser warm. Oh, was für eine positive Überraschung: warmes Wasser, nette Leute, die der dicken Frau an der Trennleine Platz machen. Erstmal sehen, wie viele Bahnen ich überhaupt schaffe. Aber es ging besser als erwartet. Also war von nun an immer montags und freitags jeweils eine Stunde schwimmen angesagt. Dies behielt ich bis eine Woche vor dem Entbindungstermin Ende Mai bei (ich war nun 30 kg schwerer als vorher).

Die Idee
Nach der Sommerschließzeit öffnete die Schwimmhalle im September wieder und ich wollte nun das Thema BIKINIFIGUR endgültig in Angriff nehmen. Mein Jüngster war mittlerweile 4 Monate und so konnte ich dank Omas Hilfe wieder mit dem Training beginnen. Da ich nun im Besitz einer Schwimmbrille war, konnte ich ohne auszuweichen frei durchschwimmen (Schwimmbrille = Profischwimmer = freie Bahn). So fand ich meinen eigenen Rhythmus und wurde immer sicherer. Doch irgendwann wurde es langweilig. Also probierte ich einfach mal aus, wie lange es dauern würde, bis ich außer Puste komme. Na ja, das ging ja ganz gut. Als ich nach einer Stunde immer noch einen langen Atem hatte, setzte ich mir ein neues Ziel: Wie viele Bahnen schaffe ich in einer Stunde?
Als ich bei 80 angekommen war, mussten es natürlich 100 werden. Dann der Blick zur Uhr: 1 h 3 min. Adrenalin und Glück flossen durch meinen Körper. Ich war richtig stolz auf mich. Die bleierne Ente schwamm 2,5 km.
Am Donnerstag erzählte ich meinen Freundinnen beim wöchentlichen Treffen von meinem persönlichen Höhepunkt in der Schwimmhalle. Ich fragte mich aber gleichzeitig, wie es nun weitergeht. Daraufhin gab mir eine der Mädels den Rat, mir ein Ziel zu setzen. Vielleicht ein Schwimmabzeichen oder das Müggelsee-Schwimmen. Und so kam es dann, dass ich mich mit dem Gedanken anfreundete, im August in die kalten Untiefen des Müggelsees zu springen.

Fortsetzung folgt …