Kuh de bleu

schach11Die dunklen, herrlich nasskalten Tage, an denen wir bei Kerzenschein sitzend Schach spielen konnten, sind erst mal vorbei. Scheiß Frühling! Puh hat ne Freundin, strohdumm, mit‘m Gesicht, als hätte Matisse sie über ne frisch bemalte Leinwand geschleift. Naja, wem‘s gefällt. Wenn die badet, ist das übelste Wasserverunreinigung. Jedenfalls wollte die „Kuh de bleu“ mit mir Schach spielen. Ich lach mich kaputt! Sitze ihr brav und schüchtern gegenüber… Ich ziehe betont unsicher und schlage ängstlich die Augen nieder. Sie wird richtig keck. Ich könnte ihr alle Figuren klauen, aber – ich will Spaß!! Sie ahnt nichts! In der Diagrammstellung sieht sie mich an und versteht Puhs Warnung nicht. Mit verschleiertem Blick, sie kann den Triumph nicht verbergen, sagt sie: „Wäre jetzt ne gute Gelegenheit aufzugeben, Klärchen.“ Ich falle fast vom Stuhl. Ich hebe langsam den Kopf, sehe sie mit meinem kuhlsten Terence Hill-Blick an und sage sehr akzentuiert: „Versuch doch erst mal, die nächsten sieben Züge zu überleben, Lottchen“, – sie heißt Loretta :-) . „Träum weiter, Kindchen“, sagt sie und wartet auf meinen nächsten Zug. Ich überlasse euch den Genuss, das Ende selbst rauszufinden. Nur so viel: Puh war stinksauer, und sie hatte den berühmten Blick „wie die Kuh wenn’s donnert“, als ich meinen letzten Zug gemacht hatte. Weiß am Zuge: Matt in spätestens sieben Zügen. Liebe Grüße Clarissa PS: Schickt mir mal n Kommentar mit Eurer Lösung!

Maulbeertipp

Oper im Netz

Vier bewusstseinserweiternde Liebesgeschichten und anderes mehr am 6. Juni, Open Air, in der Altstadt Köpenick Im Frühling treibt bekanntlich alles...

Der Regisseur Andreas Dresen im Publikumsgespräch in der Mark-Twain-Bibliothek in Berlin Marzahn Interview

Im Gespräch mit Andreas Dresen

Foto: Danuta Schmidt Für den Film über den ostdeutschen Musiker und Baggerfahrer gab es am 3....

Unterwegs

Die Spree – Ein Flussreport

Nichts liegt näher als für den Auftakt einer Reihe von Flussportraits in einem Friedrichshagener Heftchen die Spree näher vorzustellen. Jeder...